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Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung regenerativer Energieträger. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft. 
Der ökologische Energiemix - ein Mix aus Lügen, Halbwahrheiten und Suggestionen.
Wind- und Solarstromanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken und sind daher im Prinzip überflüssig. Sie können auch den Atomausstieg nicht beschleunigen.
Jede Medaille hat zwei Seiten - ab hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Themen, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie.
Moderne Windanlagen werden noch viel größer Europa bei Nacht - und wo ist die Sonne,
die unerschöpfliche Energiequelle?

Europa bei Nacht und die unendliche Sonnenenergie
 
Wenn nachts keine Sonne scheint, kann niemand Solarstrom mit Windstrom mixen. Wenn der Wind nicht weht, kann niemand Windstrom mit Solarstrom mixen.
Am 8. September 2004 wurde das damals weltweit größte Sonnenkraftwerk in Espenhain eingeweiht. "Die Anlage wird künftig 1.800 Haushalte mit Elektrizität versorgen" - schrieb die Leipziger Volkszeitung am Tag darauf. Ob sie das auch nachts tut, berichtete sie leider nicht. Wieviel Solaranlagen benötigen wir, um die Haushalte Europas zu versorgen? Oder im winterlichen Schweden, Norwegen und Finnland?
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08.11.2006 - bis Anfang nächster Woche.
Ist es nicht verwunderlich, daß dem Volk bereits seit vielen Jahren von der Umweltpolitik erzählt und suggeriert wird, mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien würden die Hochspannungsleitungen samt ihren Masten obsolet werden -  und nun fordert, allen voran, der Bundesumweltminister Gabriel mit heftigen Worten die Netzbetreiber auf, ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen, ein leistungsfähiges Stromnetz zu gewährleisten und ihre Einnahmen doch stärker in den Netzausbau zu investieren. Selbst wenn bislang niemand die genaue Ursache der Störung kennt und insbesondere Politiker überhaupt nicht beurteilen können, ob und wann dem 'Netz' ein Versagen zuzuordnen ist. Ein schwerwiegender Netzfehler ist prinzipiell innerhalb kürzester Zeit lokalisiert und im allgemeinen auch schnell behoben. Es könnte auch ein temporärer Fehler in der Leittechnik gewesen sein - das größte Problem für jeden Techniker. Bekannt wurde bisher nichts darüber, ob es bei dem anschließenden schwierigen Hochfahren der Netzspannung Probleme gab - und dies dürfte eigentlich ein Hinweis dafür sein, daß das Netz bzw. die diversen betroffenen Netze samt Leittechnik bestens funktioniert haben und in Ordnung sind. Abschalten ist einfach - das Hochfahren unter Last ist jedesmal kritisch wie der Stapellauf eines Ozeanriesen.

Lesen Sie nun eine Original-Pressemitteilung des Herausgebers:
GENI - Gesellschaft für Netzintegration e.V., Dauerthal!

Zu den Stromausfällen am 4. November 2006:
Windkraft leistet Beitrag zur Versorgungssicherheit
Dauerthal (iwr-pressedienst) -  Eine erste Fehleranalyse an repräsentativen GENI-Windkraftanlagen zeigt, daß die Netzstörung nicht durch die Windeinspeisung verursacht wurde und die Anlagen vielmehr dazu beitrugen, die Störung zu beseitigen.

Untersucht wurden vier Windparks mit einer Gesamtleistung von 105 Megawatt. Darunter das Windfeld Weenermoor ca. 30 Kilometer nördlich von Papenburg, dem vermuteten Zentrum der Störung im Stromnetz. Die Auswertung der alle 10 Minuten erfaßten Daten zeigt erstens, daß die Windkraftanlagen bis zu dem Frequenzanstieg durch den Störfall im normalen Betrieb liefen und dann nach 22.10 Uhr durch das vom Netzbetreiber vorgeschriebene Anlagenschutzsystem vom Stromnetz getrennt wurden. Die Daten zeigen zum zweiten, daß die Einspeiseleistung zum Zeitpunkt des Störfalles in Weenermoor bei 21,5 Prozent lag. Auch bei den anderen untersuchten Windparks in Niedersachsen lag sie zwischen 17 und 27 Prozent der maximalen Leistung. Dies deckt sich mit den Angaben von E.ON-Netz, daß zum Zeitpunkt des Störfalles 3.310 Megawatt bei einer Gesamtleistung von über 7.600 Megawatt im E.ON-Netzgebiet eingespeist wurden. Von einer Netzüberlastung durch Windstrom kann also keine Rede sein.

Der Stromausfall, von dem über 10 Millionen Europäer betroffen waren, führte zu Abschaltungen von Kraftwerken in ganz Deutschland. Um die Netzfrequenz so schnell wie möglich zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit wieder herzustellen, sind schnellstartfähige Kraftwerkseinheiten nötig. Im 500 Kilometer von der Störstelle entfernten Magdeburg konnte ein in dieser Untersuchung geprüfter Windpark bereits 25 Minuten nach der Störung wieder die Ausgangsleistung von 45 Megawatt liefern. Kein thermisches Kraftwerk ist dazu in der Lage.

GENI-Vorsitzender Jörg Müller: "Eine verstärkte Netzintegration Erneuerbarer Energien durch die Bereitstellung und den Abruf von Online-Einspeisedaten und Systemdienstleistungen kann dazu führen, Störungen künftig schneller zu beseitigen oder gar von vorneherein zu vermeiden. Die Windkraftbetreiber müssen dazu in die Lage versetzt werden, die nötigen Investitionen vornehmen zu können". Dauerthal, den 06. November 2006
Gut Dauerthal
17291 Dauerthal
Tel: +49 (0)39854-64 59 373 - E-Mail: mailto:info@geni.ag - Internet: http://www.geni.ag

Windkraft würde einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten
- darf man dem IWR-Nachrichtendienst und den vielen anderen Agenturen, welche diese Meldung verbreiteten, vertrauen - und wie liest sich eigentlich so ein Text? Nun, das Unternehmen hat eine Fehleranalyse an seinen Windkraftanlagen vorgenommen und festgestellt, daß sie von dem Spannungsausfall im Netz nicht geschädigt und die Netzstörung in 500 km Entfernung auch nicht von ihnen verursacht wurden. Wie aber Windkraftanlagen dazu beitragen, eine Netzstörung zu beseitigen, das bleibt leider das Geheimnis in dieser Mitteilung. Windkraftanlagen sind Netznutzer, nicht anders, wie Lokomotiven ihr Schienennetz nutzen. Ob diese Maschinen dazu beitragen, eine Netzstörung zu beseitigen? Wohl kaum. Weil aus irgendwelchen Gründen im E-Netz eine Störung auftrat, wurden die WKA von ihm elektrisch getrennt und zum Stillstand gebracht - nicht anders, als wenn ein Zug anhalten muß, wenn das vor ihm liegende Schienennetz gestört ist.

Eine Netzüberlastung war es nicht, das stimmt wohl. Es kann aber eine Kraftwerksüberlastung gewesen sein. Die E.ON-Daten verraten nämlich zu dem Störungszeitpunkt einen temporären, sehr steilen Leistungsabfall des Windes in der Größenordnung von zwei Kraftwerken - gemäß unten eingefügter Grafik. Ein solcher Leistungsabfall kann von anderen Kraftwerken im Netz aufgefangen werden, sofern sie nicht auch schon an ihrer Grenzleistung arbeiten. Überlastete Kraftwerke trennen sich, um ihrer Zerstörung zu entgehen, automatisch vom Netz und überlassen ihre Last den verbleibenden Kraftwerken. Das kann diese wiederum dominoartig in die Überlast treiben und schließlich zu einer fortschreitenden Netztrennung führen. Es könnte sich also um das Problem einer nicht ausreichend großen, aber teuren Leistungsvorhaltung mit Kraftwerken im Standby-Betrieb handeln und weniger um ein Netzproblem. Darüber gibt es bisher keine Verlautbarungen in den Nachrichtenagenturen.

Falsch ist die Information, daß es zu "Abschaltungen von Kraftwerken in ganz Deutschland" gekommen sei. Umgekehrt wäre es richtig: diverse Netze haben sich von den Kraftwerken getrennt, welche dann eben im Leerbetrieb ohne Leistungsabgabe, aber mit voller Drehzahl erst mal weiterlaufen. Ein Kraftwerk schaltet man erst dann ab, wenn absehbar ist, wie lange eine Netzstörung noch anstehen wird. Wer mit seinem Auto vor einer Eisenbahnschranke steht, tut es ja auch erst dann, wenn er absehen kann, daß der Aufenthalt sich in die Länge ziehen wird. Eine Netzstörung kann sehr kurzfristig behoben sein und dann steht das Kraftwerk mit voller Leistung zum Wiederhochfahren der Netzspannung bereit. Das ist der Grund, weshalb die europaweite Auswirkung auch innerhalb ca. einer halben Stunde wieder behoben war - wie bereits vermerkt, ein Zeichen für die gute Beschaffenheit der Netze samt ihren Einrichtungen. Das opportunistische Politiker-Gedöns geht hier vollständig an der Sache vorbei.

Was die in der obigen Meldung angepriesene 'Schnellstartfähigkeit' der Windkraftanlagen anbelangt, so sollte man da berücksichtigen, daß dazu eine wichtige Voraussetzung notwendig ist: zu dem spezifischen Zeitpunkt des Hochfahrens der Netzspannung muß ausreichend Wind wehen, ohne Wind erfolgt überhaupt kein Start. Und der Vergleich mit dem thermischen Kraftwerk ist an den Haaren herbei gezogen. Ein kaltes Kraftwerk benötigt zum Hochfahren und zur Abgabe seiner Nennleistung sicherlich länger als Windkraftanlagen (mit Wind), das hat aber mit der Netzstabilisierung im Betrieb und mit der Versorgungssicherheit nichts zu tun. Immerhin wurden alle Netze, nachdem die temporäre und bisher geheimnisvolle Störung beseitigt war, von den Wärmekraftwerken auch wieder hochgefahren.

06.11.2006
»ASCHENSTEDT/HERZBERG - Einem Unglück um Haaresbreite entkommen ist das Dorf Aschenstedt im Landkreis Oldenburg. Dort war in der Sturmnacht am vergangenen Mittwoch ein zehn Meter langes Rotorblattstück einer Windkraftanlage abgerissen worden. Die Flügelspitze wirbelte etwa 200 Meter durch die Luft, ehe sie auf einem Acker aufschlug. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Ein Sprecher des Herstellers Vestas in Husum sagte am Freitag, der Vorfall werde untersucht. Es habe keine Gefährdung für die Bevölkerung bestanden. Auch der Landkreis Oldenburg dringt als Genehmigungsbehörde auf eine gründliche Prüfung«. Weitere Infos und Kommentierung bei der Nordwest-Zeitung, 04.11.2006

Anmerkung
: Unfälle und Gefahren, die von Windkraftanlagen ausgehen, kommen zu jenen, welche den konventionellen Kraftwerken und Hochspannungsleitungen nachgesagt werden, hinzu - und nicht anstatt. Aber auch viele Kosten und Beeinträchtigungen von Mensch und Umwelt.

Die Flugbahnen von Blattbruchstücken einer pitch-geregelten Windenergieanlage mit 77m Rotordurchmesser  wurden auf der Basis detaillierter Daten berechnet. Einzelne Bruchstücke erreichen Flugweiten von etwa 600 m.
Rotorblattversagen
Gefährdungsanalyse für die Umgebung einer Windenergieanlage. Von Thomas Hahm, Jürgen Kröning, TÜV Nord e.V., Hamburg, Germany

Europaweiter Stromausfall in diversen Medien - Ausgangspunkt Deutschland -
FTD - Die Presse - Westfälische Rundschau - Anzeiger für Harlingerland - business-wissenWELT - Rheinische Post - FAZ - E.ON-Netz
Nix genaues erfährt man (noch) nicht. Und so läßt sich trefflich darüber spekulieren, weshalb sich der Dominoeffekt von Sicherheitsabschaltungen bis nach Spanien ausbreitete. Ein Grund dafür könnte sein, daß die hohen Windeinspeiseleistungen dazu geführt hatten, die am Netz befindlichen Wärmekraftwerke in den unwirtschaftlichen Standby-Betrieb runter zu fahren - die Erfüllung des Traumes aller EE-Fans. Möglicherweise konnten sie bei dem Einbruch der Windleistung dann nicht schnell genug wieder hochfahren und mit voller Leistung arbeiten. Die allermeisten WKA sind nicht am Erzeugungsmanagement - dem abgestimmten Zusammenspiel mit den das Netz stützenden Kraftwerken - beteiligt und wollen daher Phasen mit heftigen Winden voll ausnutzen. Denn Starkwind spült Geld in die Kassen der Windmüller. Die vorrangige Einspeisung à la EEG zwingt daher die konventionellen Wärmekraftwerke bei hohen Windleistungen auf ein niederes Leistungsniveau herunter zu fahren bzw. ihren Dampf statt auf die Turbine gleich in den Kühlturm abzuleiten. Starke, insbesondere stark schwankende Winde bringen den auf Verbraucherbedürfnisse abgestimmten Tagesfahrplan von Kraftwerken und damit die notwendige Reservevorhaltung auseinander. Genausowenig wie das fehlende Erzeugungsmanagement für alle EE-Anlagen in Deutschland gibt es ein auf Verbraucherbedürfnisse abgestimmtes Erzeugungskonzept. Für einen gemäß EEG festgesetzten Festpreis darf jeder zu beliebigen Zeiten soviel Strom wie er will oder kann an beliebigen Stellen in das Netz einspeisen, ohne auf irgendwelche Verbraucherbedürfnisse Rücksicht nehmen zu müssen.
Eines wurde jedoch klar:
trotz kräftiger Winde konnten unsere 17.574 Windkraftanlagen mit 18.428 MW installierter Leistung die Spannung/Frequenz im Netz nicht stabil halten, um fortschreitende Notabschaltungen zu verhindern. Und die vielen Solarstromanlagen auf 100.000 und mehr Dächern? Welchem Zweck dienen sie eigentlich?



Am 4. November 2006, gegen 22:10 gab es - ausgehend vom Norden Deutschlands - eine ernste Störung im internationalen UCTE-Netz mit Unterbrechungen der Stromversorgung in Westeuropa. Die E.ON-Netz AG hat laut TV-Bericht die Schuld auf sich genommen, der Bundesverband Windernergie e.V. hat Schuldzuweisungen zurückgewiesen. Der heutige wiso-Bericht dazu war kurz und sachlich, eine genaue Ursachenermittlung steht aber noch aus. Ob der Wind daran schuld war? Die viertelstündlichen E.ON-Winddaten zeigen zwischen 22:15 und 22:45 Uhr einen steilen, nicht prognostizierten Leistungsabsturz von 3.373 MW auf 1.567 MW, entsprechend einer Differenz von 1.806 MW. Das entspricht bereits dem Ausfall von zwei großen Kraftwerksblöcken. Warten wir die Ursachenklärung ab.

Obige Abbildung gibt nebenbei einen Einblick in die an manchen Tagen erbärmliche Auslastung (Leistungsfähigkeit) der Windkraftanlagen und sollten für jeden, welcher sich mit diesem Thema befaßt, klar werden lassen, daß eine sichere und bedarfsgerechte Stromversorgung ohne herkömmliche Kraftwerkstechnik nicht möglich ist. Doch das hat mit physikalischen und nicht mit
sozialpolitischen Gesetzmäßigkeiten zu tun. Für den 03.11.2006 ergibt sich aus den realen Winddaten eine Auslastung aller 'E.ON-Windmühlen' im Mittel von 4,72%. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Scheer, seine Freunde und ParteigenossInnen möchten mit dieser Stromerzeugungsmethode immerhin das hessische Kernkraftwerk in Biblis ersetzen. Scheer unterstellt seinen Kritikern, die das anzweifeln, auf diese Weise jeden hessischen Ingenieur zu beleidigen. Die geringe Auslastung dieser Riesenmaschinen in der Landschaft kommt nicht deswegen zustande, weil die Stromnachfrage zu gering ist, sondern weil das Angebot des Windes nicht ausreicht. Das ist in etwa vergleichbar mit dem volkswirtschaftlich erzwungenen Erhalt einer Eisenerzmine oder eines Kohlebergwerkes, bei dem nur gelegentlich etwas gefunden wird.
 

05.11.2006
Bericht eines Lesers zum gestrigen Blackout: Gestern abend kam es zu einem europaweiten Stromausfall. In einer halbstündigen Sondersendung von heute 15.56 bis 16.26 Uhr, hat das WDR 3-Fernsehn darüber berichtet. Interessant die Meinung aus dem Wirtschaftsministerium in Düsseldorf, dass unter Umständen die Windräder, die 10 % der Stromversorgung im Norden der Republik produzieren, ursächlich wären für diesen europaweiten Stromausfall. Man werde diese Stromstörung in den nächsten Tagen analysieren.

Wegen des starken Windes und dadurch hohen Windstromeinspeisung ins Netz, hätten konventionelle Kraftwerke ihre Leistung sehr weit zurück gefahren und konnten anschließend  den Strombedarf nicht schnell genug wieder durch Hochfahren der Anlagen decken. Das sonst stabile 50 Hertz-Netz fiel nach Aussaage der Experten deswegen zu tief ab. Weil der Strombedarf  größer als das Angebot im Netz war, wurde eine Sicherheitskette aktiviert, die nach Prioritäten ganze Landstriche abschaltete, damit nicht das gesamte europäische Netz zusammenbricht! Die Experten von RWE und EON lobten das Funktionieren dieser Sicherheitsprioritätenabschaltung und das schnelle, nach einer halben Stunde, Wiederhochfahren des Stromnetzes. Eine Störungsanalyse würde Genaueres über die eigentliche Ursache (Auslöser) dieses großen Stromausfalles ergeben.
 
Die Experten meinten übereinstimmend, das Ab- und Einschalten einer 380 kV-Hochspannungsleitung für das zur See fahren eines großen Passagierschiffes der Meier-Werft in Papenburg, könne nicht alleine verantwortlich sein für diese große Stromstörung. Erst eine halbe Stunde nach Wiederinbetriebnahme der Hochspannungsleitung sei es ja zu dem europaweiten Stromausfall gekommen. Es müssten also noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben.
 
Französische Stellen sprachen davon, dass Europa an einer großen Katastrophe knapp vorbei gekommen sei.
 
Wegen der vielen Windräder in Ostdeutschland warnte ein leitender Mitarbeiter eines ostdeutschen Kraftwerkes vor einiger Zeit vor einem solch europaweiten Stromkollaps. Er führte damals aus, es reiche aus, wenn z.B. ein  Baum bei einem Gewittersturm in eine Freileitung fällt. Dann würden alle Windräder in der näheren Umgebung automatisch abschalten und die konventionellen Kraftwerke könnten nicht schnell genug den Windstromausfall ersetzen (wohl auch nicht die Pumpspeicherkraftwerke). Ich werde die Mitteilung des Kraftwerkmitarbeiters nachsenden.
 
Sollte  sich herausstellen, dass tatsächlich die Windräder solch große Störungen in der europaweiten Stromversorgung verursachen können, muss die Frage erlaubt sein: Sind Windräder für eine kontinuierliche  Versorgung eines so sensibel reagierenden europaweiten Stromnetzes geeignet? Die Antwort überlasse ich gerne den Fachleuten und erbitte sie hiermit freundlichst.  Hermann Norff

Nun lieber Herr Norff, die Antwort gibt Ihnen der Bundesumweltminsiter in seiner heutigen BMU-Aussendung:

Europaweiter 'Blackout' - Deutschland und Frankreich waren am schwersten getroffen. Desweiteren Österreich, Belgien, Italien und Spanien. Laut Associated Press (s.u.) erläuterte ein E.ON-Sprecher, daß das Problem seinen Lauf in Nordwest-Deutschland nahm, möglicherweise, weil eine Hochspannungsleitung über einen Fluß abgeschaltet wurde, um ein Schiff sicher passieren zu lassen. Der Bundesumweltminister richtet seinen Vorwurf an die Netzbetreiber.

BMU Pressedienst Nr. 282/06 - Energie/Stromnetze
Gabriel: Stromausfälle zeigen Dringlichkeit des Netzausbaus 
Energieversorger müssen ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen

Zu dem Stromausfällen im europäischen Stromnetz am vergangenen Samstagabend erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel:
Die Stromausfälle, die nach ersten Vermutungen im deutschen Stromnetz ihre Ursache hatten, zeigen, wie dringend notwendig es ist, daß die Energieversorger ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen und ein leistungsfähiges Stromnetz gewährleisten. Sie müssen ihre hohen Gewinne maßgeblich für Investitionen in das Stromnetz einsetzen. Alte Hochspannungsleitungen müssen schnellstens saniert werden. Neue Trassen müssen gebaut werden. Notwendig ist ferner ein optimiertes Netzmanagement, um Engpässe frühzeitig zu erkennen und erst gar nicht eintreten zu lassen. Im Zusammenhang mit der beschlossenen Beschleunigung der Planungsverfahren erwarte ich eine klare Verpflichtung der Stromkonzerne zum Netzausbau und die Vorlage eines Zeitplans, dessen Einhaltung regelmäßig überprüft wird.

Bisher haben die Stromversorger so getan, als ob ein Netzausbau nur wegen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien erforderlich sei. Die Stromausfälle zeigen aber einmal mehr, daß der Netzausbau auch deshalb notwendig ist, weil wir in einem europäischen Strommarkt leistungsfähige Netze für den rapide zunehmenden Transport über große Entfernungen brauchen. Ich erwarte von den EVU, daß sie offensiv zu dieser Notwendigkeit stehen und nicht so tun, als ob die Erneuerbaren Energien der alleinige Grund für den Netzausbau wären.


Anmerkung: Ohne die Klärung der Sachverhalte abzuwarten, weiß unser Bundesumweltminister Gabriel (SPD) natürlich sofort den wahren Grund für den Kurzschluß im deutschen Verbundnetz mit europaweiten Auswirkungen. Mangelnde Leistungsfähigkeit der Übertragungsleitungen und suboptimales Netzmanagement. Keine Schuld daran haben selbstverständlich die Erneuerbaren Energien mit 18.000 deutschen Windkraftanlagen, welche mit ihren intermittierenden und nicht steuerbaren Einspeiseleistungen die größten Netzprobleme bereiten. Die Netzbetreiber seien es, welche den Netzausbau verzögert bzw. verweigert haben, ganz klar! Aber wie sollen Netzbetreiber agieren, wenn die Politik und ihre Hilfstruppen aus Umwelt- und Naturschutzverbänden dem Volk seit Jahren suggerieren, daß mit einem dezentralen Ausbau von erneuerbaren Energien die Netze mit der Zeit entfallen und weit über 100.000 Hochspannungsmasten nicht mehr gebraucht würden?
Das zu solchen Argumentationen widersprüchliche Energiemanagement des Umweltministeriums offenbart sich nun in Gabriels Erwartung eines beschleunigten Netzausbaus, für den die dafür anstehenden Planungsverfahren neulich bekannt gemacht wurden. Und wie werden nun die Umwelt- und Naturschutzverbände reagieren, welche doch seit Jahren von einem Rückbau der Netze träumten? Werden sie von einem Albtraum aufwachen? Und werden sie überhaupt noch ein Klagerecht haben oder gleich resignieren?

Auch die Realisierung des 'grandiosen' SPD-Vorschlags, die Stromlieferungen aus Biblis mittels 1.700 Wind- und Sonnenanlagen zu ersetzen, müßte zwangsläufig zu einem ausgedehnten Netzausbau - allein in Hessen - führen. Schließlich stammen rund 60% der elektrischen Energie von dort. Für den Solarpräsidenten Dr. Hermann Scheer benötigt man anstelle des KKW Biblis lediglich kleine und dezentrale Kraftwerke - und die Landschaft würde wieder schön, weil man die Hochspannungsmasten und Leitungen abbauen könnte. Seit wieviel Jahren verbreitet dieser Mann eigentlich diese Sprüche? Weshalb hat sich denn seit über 15 Jahren dezentraler Einspeisungen mit Kleinanlagen an der Realität nichts geändert? Der SPD-Bundesparlamentarier Scheer fordert den Abbau von Planungshemmnissen bei den Erneuerbaren Energien - damit Hochspannungsleitungen verschwinden und sein Parteigenosse und Bundesminister Gabriel setzt seine Erwartungen auf ein Gesetz zur Planungsbeschleunigung 
für Hochspannungsleitungen samt den dafür notwendigen Trassen. Und weshalb fordert Gabriel die Optimierung des Netzmanagementes, wenn das zu optimierende Objekt laut MdB Dr. Scheer doch verschwinden soll? Volksverblödung pur - oder?
1.700 Wind- und Solaranlagen statt Biblis
SPD-Vorschlag: »Mit Windmühlen und Sonnenkollektoren entlang der Autobahn und der ICE-Linien will die SPD Biblis B ersetzen. Am Donnerstag präsentierte SPD-Chefin Andrea Ypsilanti ein Konzept, wie Hessen bis 2012 atomfrei werden könnte«.

  Kurzschluß in Deutschland:  A power shortage in Germany triggered blackouts across Europe, a German electricity firm said Sunday, halting trains, trapping people in lifts and leaving millions of homes into darkness.     
KYOTO NIGHTMARE LOOMS
THE PRICE OF GREEN HYSTERIA: EUROPE FACES THREAT OF POWER SHORTAGES - Associated Press, 5 November 2006

Europe faces the growing threat of electricity shortages because growth in demand has outstripped investment in new power stations, a leading consultancy has warned. Capgemini, the consultancy, said operating at such low margin levels raised the risk of power shortages, including interruption of supply to large industrial users, "brownouts" - reductions in supply voltage - and blackouts.
Financial Times, 12 October 2006
Colette Lewiner of Cap­gemini said the study should be a "wake-up call" for the energy industry, governments and regulators. "We are in a dangerous zone now," she said. "We could have power cuts." Full story by Ed Crooks in London
 

Mike Hulme, Professor of Environmental Sciences at the University of East Anglia und Director of the Tyndall Centre for Climate Change Research kritisiert die Sprechblasen der Klimaschützer.
BBC News, 4 November 2006
... over the last few years a new environmental phenomenon has been constructed in this country - the phenomenon of "catastrophic" climate change. It seems that mere "climate change" was not going to be bad enough, and so now it must be "catastrophic" to be worthy of attention. The increasing use of this pejorative term - and its bedfellow qualifiers "chaotic", "irreversible", "rapid" - has altered the public discourse around climate change. This discourse is now characterised by phrases such as "climate change is worse than we thought", that we are approaching "irreversible tipping in the Earth's climate", and that we are "at the point of no return". ...
 
04.11.2006
Kennen Sie das hölzerne Ökomärchen der Gegenwart? "Bei der Verbrennung von Holz wird grundsätzlich nur soviel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie ein Baum während des Wachstums zuvor aufgenommen hat und bei der Zersetzung im Wald später auch wieder abgeben würde. Somit wird die Atmosphäre nicht zusätzlich mit CO2 belastet". Kann diese Behauptung stimmen?
Rechenbeispiel: Für einen 10 m langen Baumstamm mit einem mittleren Durchmesser von 1 Meter errechnet sich ein Volumen von 7,85 m³ und das Gewicht von ca. 5,5 t. Mit einem Brennholz-Heizwert von ca. 4,2 kWh/kg kann ein solcher Baum einen Energiegehalt von 23.100 kWh = 23,1 MWh z.B. in ein 20 MW-Biomassekraftwerk einbringen. Mit der Abgabeleistung (output) des Biomassekraftwerkes von 20 MW und einem Wirkungsgrad von 37% errechnet sich dafür ein notwendiger Input von 54 MW. Der Verbrennungsprozeß für diesen Baumstamm dauert somit rein rechnerisch 23,1 MWh / 54 MW =  0,43 h. Für sein Wachstum hat der Baum möglicherweise 100 Jahre benötigt.
 
Fazit: In hundert Jahren wird ein Biomassekraftwerk für die Stromerzeugung gewiß wesentlich mehr Bäume verbrennen als in der gleichen Zeit nachwachsen können. Demnach wird die Atmosphäre bei der Verbrennung von Holz zwecks Erzeugung von 'Biostrom' ganz erheblich mit zusätzlichem CO2 belastet. Was hier beispielhaft mit einem Biomassekraftwerk durchgerechnet wurde, gilt allgemein für Holzheizungen und spezifisch auch für die derzeit als umweltfreundlich angepriesenen Heizsysteme, welche mit Holzpellets gefüttert werden. Auch sie verbrennen das ihnen zugeführte Holz schneller als es nachwachsen kann. Wäre das oben zitierte Ökomärchen keines, also die Wahrheit, dann müßte ja auch das Abbrennen von Ur- und Regenwäldern als ökologisch bzw. klimafreundlich zu bewerten sein.

Ein durchgesickerter UN-Bericht offenbart die falschen klima-ökonomischen Berechnungen des Chefökonomen der britischen Regierung, Sir Nicholas Stern, ("Stern Review"). Namhafte Wissenschaftler der ganzen Welt streiten seit vielen Jahren um die physikalischen Wahrheiten einer anthropogen verursachten Klimakatastrope und abendländische Chefökonomen gründen ihre volkswirtschaftlichen Berechnungen auf daraus nicht zweifelsfrei bewiesene Behauptungen hinsichtlich einer CO2-bedingten Erwärmung unseres Globus. Das führt wiederum zu einem unsäglichen und energiefressenden Streit über die richtigen zu ergreifenden Maßnahmen für die nächsten 50 bis 100 Jahre. Wäre es da wenigstens für deutsche Politiker nicht an der Zeit, lieber die vielfältigen Probleme der Gegenwart anzugehen als mit zweifelhaften Begründungen die Strompreise in die Höhe zu treiben.

The British government has vastly underestimated the costs of its green agenda, which could turn out to be up to five times more expensive than ministers are predicting, according to a leaked United Nations (UN) report obtained by The Business.
LEAKED UN REPORT SHOWS STERN IS WRONG ON CLIMATE ECONOMICS
The action recommended by the British Stern Review - keeping greenhouse gas levels at 550 parts per million - would cost up to 5% of global gross domestic product (GDP), according to the UN. This is in stark contrast with the Stern review, which says it will probably cost only 1%. - The Business, 2 November 2006 by Fraser Nelson.
 

03.11.2006
Ein weit verbreitetes grünes Märchen ist die stete wiederholte Behauptung, daß 'Emeuerbare Energien' durch Massenproduktion und technische Optimierungen der Anlagen laufend billiger würden. Bisher stimmt es jedenfalls nicht. Kann das überhaupt stimmen? Ein Rückblick in die Vergangenheit widerspricht vehement dieser Behauptung. Das EEG honoriert die in das Stromnetz eingespeisten Mengen und je höher diese Mengen, desto höher steigt der Anteil der von allen Stromverbrauchern zu zahlende Preis. Zudem wurden die Vergütungssätze seit dem 1. Einspeisegesetz von 1991 stets nach oben angepaßt. Die Massenproduktion von EE-Strom hat z.B. dazu geführt, daß die volkswirtschaftliche Belastung des Jahres 2000 mit 11,73 Mrd. Euro auf 9.350,8 Mrd. Euro im Jahr 2012 ansteigen wird. Eine volkwirtschaftliche Entlastung aufgrund eines mittels herkömmlichen Kraftwerken nicht produzierten Stromes gibt es nicht. Ist ja im EEG auch nicht vorgesehen. EEG-Anlagen sind auch keine Stromsparmaschinen sondern dienen der Stromerzeugung. Auch die massenhafte Produktion der Anlagen zur Gewinnung von EE-Strom hat nicht dazu geführt, die Nachfrage auf den Rohstoffmärkten dieser Welt zu bremsen, sondern hat sie kräftig angekurbelt und trägt mit dazu bei, die Stahl-, Aluminium-, Silizium- und Kupferpreise etc. kräftig in die Höhe zu treiben.

Ein weiteres grünes Märchen ist die Behauptung, daß das Potenzial der 'Erneuerbaren Energien' ausreiche, um nicht nur die Atomenergie, sondern auch die fossilen Energien zu ersetzen. Kann denn wenigstens diese Aussage stimmen? Schon deswegen nicht, weil in dieser EE-Debatte der Begriff 'Potenzial' ein unbestimmter ist und sich jeder nach seinem Grad der Bildung oder des Interesses an dieser Sache etwas anderes oder etwas mehr oder weniger darunter vorstellen kann.

Die EEG-Branche kritisiert auch unentwegt die staatlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben für die Kernenergie von weltweit über 1.000 Mrd. US-$ seit den 50er Jahren plus vielen anderen volkswirtschaftlich teuren Privilegien in den OECD-Ländern und stellen die ihnen seither zugeflossene, vergleichsweise geringfügige Marge dagegen. Aber lassen wir die Zahlen lieber beiseite, sie sind eh nicht nachvollziehbar. Nachvollziehbar ist dagegen, daß die Subventionen und alle anderen öffentlichen Mittel für die EEG-Branche nun hinzu kommen und nicht anstatt. Auch in der Landschaft ist nur das Hinzutreten der riesenhaften Solar- und Windkraftanlagen zu sehen, aber keine Substitution von Kern- und Kohlekraftwerken. Der Fingerzeig auf die Gegenseite dient lediglich dem eigenen pekuniären Egoismus und weder dem ökologischen noch dem ökonomischen Wohl der Allgemeinheit.

01.11.2006
Was sind die wirklich wichtigen Probleme dieser Welt? CO2-freier Klimaschutzstrom aus monströsen Anlagen, welcher keine 'klimaschädlichen' Kraftwerke ersetzt oder der Erhalt einer für Menschen und Tiere lebenswerten Umwelt? Ein Bericht in der WELT.de vom 01.11.2006 gibt Aufschluß darüber, wie wir von Gutmenschen-Politikern belogen und zu guten Gläubigen erzogen werden sollen - wohl um wahre sozialpolitische Realitäten auszublenden?
Klimaschutz ist gar nicht so wichtig
»In den Kinos können wir derzeit den US-Politiker Al Gore bewundern, wie er gegen die Erderwärmung kämpft. Doch der Film ist verlogen: Klimaschutz ist teuer und bringt wenig. Warum Hunger, Krankheiten und die Versorgung mit Wasser die wirklich elementaren Herausforderungen für die Menschheit sind, erklärt der Statistiker und Politologe Bjørn Lomborg. ... «.
BMU Pressedienst Nr. 276/06 - Klimaschutz/Film
Sigmar Gabriel zeigt Al Gores "Unbequeme Wahrheit"
Sondervorführungen mit Diskussion in Dresden, Braunschweig, Hamburg und Berlin

Seit Mitte Oktober ist der in Cannes und Sundance preisgekrönte Film "Eine unbequeme Wahrheit" von und mit dem ehemaligen Vizepräsidenten der USA, Al Gore, in den deutschen Kinos. In Zusammenarbeit mit dem Verleih United International Pictures lädt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel jetzt in mehreren Städten zu Sonder­vorfüh­rungen ein, um mit Kinobesuchern über diesen bemerkenswerten Film und die Politik zum Schutz des Klimas zu dis­ku­tieren. Die insgesamt vier Son­dervor­stellungen, die entweder kostenlos oder zu Sondereintrittspreisen an­geboten werden, finden statt in Dresden, Braun­schweig, Hamburg und Berlin.

Gabriel: "Al Gores Film warnt in einer originellen Mischung aus Humor und überzeugen­den wissenschaftlichen Fakten vor den dramatischen Folgen der globalen Erwärmung. In beeindruckenden Bildern werden uns die verhängnisvollen Folgen menschlichen Han­delns vorgeführt, die große ökologische Herausforderung vor der wir stehen, aber auch, wie wir sie meistern können."

Eine Übersicht über die Termine und die Kinos ist dieser Mitteilung angehängt und abrufbar unter www.bmu.de


Bereits das Wort 'Klimakiller' ist eine Falsifikation und entlarvt sämtliche 'seriösen' Klimawissenschaftler, welche diesen Begriff öffentlich nicht bekämpfen, ihn gar selbst benutzen und sich mit Politikern und deren Helfershelfer ins Rampenlicht begeben. Unsere Erde wird niemals ein totes Klima haben. Daher gibt es nur den Klimawandel. Wie dieser im Zusammenspiel mit Wasserdampf und der damit einhergehenden Wolkenbildung beeinflußt wird, ist noch lange nicht erforscht. Wolken sind aber die wichtigsten Parameter bei der Temperaturbildung unserer Erde. Die Forschung darüber beginnt derzeit erst mit einem Experiment am europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf, wobei ein denkbarer außerdischer Einfluß untersucht werden soll.
Die Sonne als globaler Klima-Killer
»Schon lange gibt es Hinweise darauf, dass Schwankungen der Sonnenaktivität einen Einfluss auf das irdische Klima haben«. DieWELT.de vom 01.11.2006

Tokyo Report: Wind power projects face foul wind - October 23, 2006 in Mainischi Daily News
An unfavorable wind is starting to blow against wind power generation in Japan. Wind power is often referred to as an environment-friendly energy source that emits no carbon dioxide. Consequently generators are being built in many parts of Japan. However, a small but growing number of people, especially intellectuals, are voicing opposition to the construction of wind turbines.........  more...
30.10.2006
Im südhessischen Odenwald sind es nicht die anerkannten Naturschutzverbände wie Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund NABU oder die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald SDW, welche sich für den Schutz ihrer Heimat einsetzen, es ist die "Bürgerinitiative für Umweltschutz Brombachtal", welche sich gegen die Aufstellung von Riesenrotoren in ihrer reizvollen Landschaft wehrt.
Einwohnergruppe ruft zur Rücknahme der Rotoren-Vorgabe auf
Bürgerbrief an die zur Entscheidung tagende Regionalversammlung. Im Odenwaldkreis, dem eine besondere Erholungsfunktion für Menschen aus der Region zukomme, würde die Errichtung von Windkraftanlagen zu einer völligen Umgestaltung der Landschaftführen - mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Fremdenverkehr und den Geopark Bergstraße-Odenwald. Die Vorgaben der Landschaftsschutzverordnung würden damit unterlaufen - so das Darmstädter Echo vom 26.10.2006. Solche Argumente hörte man früher stets von Naturschutzverbänden. Hat eigentlich schon mal jemand von den Klimaschutzpolitikern in der Regionalen Planungsversammlung ausrechnen lassen, wieviel dieser Rotoren notwendig sind, damit das südhessische Klima stabil bleibt?

Czech President Vaclav Klaus challenged the assertion of the British and Dutch prime ministers, Tony Blair and Jan Peter Balkenende, respectively, that the world will reach a disastrous point of reverse within 10 to 15 years due to global warming.
Ceske Noviny News, 26 October 2006
 ... "And if any movement in temperatures does occur, and it will in any case be x-times smaller than what some bearers of disastrous news claim, will it be any problem for man?" Klaus said.

»Wir müssen jetzt handeln, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern« - so der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zum "Stern Review", eine umfassende volkswirtschaftliche Analyse des Klimawandels im Auftrag der britischen Regierung.
 

BMU-Pressedienst 280/06, 30. Oktober 2006
Klimaschutz/Stern Review
Wir müssen jetzt handeln, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zum "Stern Review"

Zum heute veröffentlichten Bericht des Chefökonomen der britischen Regierung, Sir Nicholas Stern, ("Stern Review") erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel:

Der Bericht bestätigt aus volkswirtschaftlicher Sicht: Der Klimawandel bedroht unsere wirtschaftliche Entwicklung. Wir müssen jetzt handeln - auf nationaler und internationaler Ebene. Die nächsten 10 bis 15 Jahre entscheiden darüber, ob wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch verhindern können oder sie unseren Kindern und Enkeln einfach zumuten. Wir müssen daher alles daransetzen, daß wir eine globale Erwärmung von 2° Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau verhindern.

Je früher wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden, desto geringer fallen die Kosten aus. Wir müssen noch viel deutlicher machen, dass wir sogar enorm davon profitieren werden, wenn wir unsere Gesellschaft klimaverträglicher und damit zukunftsfest gestalten. Aktiver Klimaschutz stärkt unsere Wirtschaftskraft, schafft Arbeitsplätze und bietet Unternehmen enorme zusätzliche Exportchancen. Wer auf klimafreundliche Energietechnologien, den effizienten Einsatz von Energie und auf erneuerbare Energien setzt, hat die Nase vorn.

Klimawandel und Energieeffizienz werden im nächsten Jahr ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und G8-Präsidentschaft sein. Wir, die Industrieländer, deren verschwenderischer Umgang mit Ressourcen und Energie für den größten Teil der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, müssen zuerst zeigen, dass wirtschaftliches Wachstum mit weniger Energie- und Ressourcenverbrauch möglich ist. Das wichtigste Thema der Klimaverhandlungen der nächsten Jahre ist, wie das Kyoto-Protokoll über das Jahr 2012 hinaus fortentwickelt werden soll. Deutschland wird weiterhin seine führende Rolle im Klimaschutz wahrnehmen.

Wir schlagen vor, dass sich die EU verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Unter dieser Voraussetzung wird Deutschland eine darüber hinausgehende Minderung seiner Emissionen anstreben.

Hintergrund
: Sir Nicholas Stern hat heute eine umfassende volkswirtschaftliche Analyse des Kli-mawandels im Auftrag der britischen Regierung vor der Royal Society in London vorgestellt. Stern leitet den britischen Wirtschaftsdienst und war vorher Chefökonom der Weltbank. Die Kosten für Klimaschutzmaßnahmen liegen nach dem Bericht mit etwa einem Prozent des globalen Sozialpro-dukts deutlich unter den enormen Belastungen und Risiken, die durch einen ungebremsten An-stieg der Treibhausgasemissionen entstehen würden. Nichthandeln würde vielmehr das wirt-schaftliche Wachstum deutlich abbremsen: Stern vergleicht die Kosten für unterlassenen Klima-schutz sogar mit den Verlusten für die Weltwirtschaft, die in der Zeit zwischen 1914-1945 entstanden, in der zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise liegen.

Der "Stern Review" fordert klare internationale Rahmenbedingungen für den Klimaschutz auf der Grundlage der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls.
Der Text des Berichts ist im Internet unter www.sternreview.org.uk abrufbar


Auf diesen
"Stern-Review" - die Bewertung des Klimawandels, hat auch S. Fred Singer,
Atmosphären-Physiker und Professor emeritus für Umweltwissenschaften an der Universität of Virginia reagiert. Singer leitete vorher den US Weather Satellite Service.
The 'Climate Change' Debate
Wem sollte man mehr Glauben schenken - einem remommierten Umweltwissenschaftler oder einem Politiker, den man überall einsetzen kann?

Der SPD-Kreis Mitte erhielt weitere Spenden von Rüstungsfirmen - berichtet die WELT.de am 26.10.2006 wie folgt:
»"Stern" berichtet über insgesamt 13 000 Euro, die der Hamburger Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs geführte SPD-Kreisverband Mitte nicht nur vom Panzerhersteller "Krauss-Maffei-Wegmann", sondern auch von deutschen Marineschiffbauern erhalten hat. -->> hier weiter lesen...

29.10.2006
Roland Hipp/Greenpeace Energy e.G, beim Energie-Kongress von Greenpeace 20./21.10.06 in Mannheim: "Wir wollen raus aus Kernenergie, Kohle, Öl und Gas und die Stromerzeugung nur aus regenerativen Energien durchführen, für eine Übergangszeit auch mit Erdgas in dezentralen Anlagen".
Anmerkung: In die 'Übergangszeit' werden leistungsfähige Offshore-Windstrominseln fallen, welche ebenso leistungsfähige Gaskraftwerke zwecks Kompensation von Flauten beanspruchen und eine Menge dieses knappen, fossilen Rohstoffes verbrennen müssen. Zudem sind gemäß Ökolehre dezentrale Gaskraftwerke nur dann sinnvoll, wenn deren Stromgewinnung mit einer nutzbaren Wärmeerzeugung einhergeht. Mit unserem Geld für das Windstrom-Erdgas aus dem fernen Sibirien (Deutschlands umweltfreundlicher und tausende Kilometer langer Gasanschluß) werden dann die ungeliebten Kernkraftwerke in Rußland gebaut. - Bisher haben von den Endverbrauchern lediglich 5% den Stromanbieter gewechselt, davon nur ein Fünftel zu Ökostromanbietern. Diesem mageren Erfolg versucht die Initiative www.atomausstieg-selber-machen.de gegenzusteuern - mit der Aufforderung, zu Ökostromanbietern zu wechseln. Unsere massenhafte, vom Wetter abhängige Anlagentechnik für erneuerbare Energien benötigt dann als 'Backbone' - das Rückgrat - eine leistungsgleiche Absicherung mittels schnell regelbaren Gaskraftwerken.

MOSKAU (Dow Jones)--»Der Anteil von Atomstrom im europäischen Teil Rußlands soll zukünftig von derzeit 30% auf 40% bis 50% zunehmen. Es gebe keine Alternative zur Entwicklung der Kernenergie, sagte Alexander Schmygin, Sprecher der Föderalen Atomenergie-Agentur Rußlands (Rosatom), in Moskau.
Gegenwärtig entwickle Rußland einen neuartigen Druckwasserreaktor vom Typ WWER-1500. Die erste Reaktoranlage dieses Typs solle 2012 im KKW Leningrad ans Netz gehen. 2008 soll laut Schmygin der zweite Energieblock des KKW in Wolgodonsk (Südrußland) in Betrieb genommen werden. Der vierte Energieblock des Kalinin-KKW und der fünfte Energieblock des KKW in Balakowo, beide in Zentralrussland, sollen bis 2010 folgen. Mehrere Staaten hätten bereits Interesse an WWER-1000-Reaktoren angemeldet«. DJG/RIA/gsa/23.11.2005.

Vom PRESSEDIENST DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES erfahren wir, daß die Grünen mehr Unterstützung für Naturparke fordern.
Berlin: (hib/SUK): »Im "Jahr der Naturparke" soll die Bundesregierung die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Naturparke insbesondere in Europa unterstützen und sich weiterhin für die Entwicklung der Dachmarke "Nationale Naturlandschaften" als gemeinsames Projekt des Verbandes Deutscher Naturparke und Europarc Deutschland einsetzen. Das fordern die Grünen in einem Antrag (16/3095). Zur Begründung heißt es, um das vom EU-Ratsgipfel gesetzte Ziel zu erreichen, den Biodiversitätsverlust bis 2010 zu stoppen, bedürfe es "über den Mitteleinsatz für Naturschutzmaßnahmen hinaus" eines besseren Rückhalts in der Bevölkerung. Nur wenn alle Beteiligten den "naturschutzfachlichen Aktivitäten" einen angemessenen Stellenwert einräumten, könne das Ziel erfüllt werden«. Berlin, 26.10.2006.
Die grüne Partei sollte ihre Vorstellung davon, was ein Naturpark ist, erst einmal definieren, bevor sie von Rückhalt in der Bevölkerung redet. Laut Naturschutzgesetz sind es einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende Gebiete, die  großräumig sind und überwiegend Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete, welche sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen und nach den Erfordernissen der Raumordnung für die Erholung vorgesehen sind. Ob da hektarweise ausgedehnte Solarplatten für den Mittags-Spitzenstrom oder riesige Windkrafttürme dazu gehören?

Solarpark oder Naturpark?
Ehemalige Truppenübungsplätze der Bundeswehr galten bei Naturschutzverbänden einst als Filetstücke für den zukünftigen Natur- und Landschaftsschutz. Aus Gründen des 'Klimaschutzes' sind sie für diese Leute nun offenbar rentabler. Naturstrom bringt Geld, Naturschutz kostet Geld und Aufwand, wofür es mit solchen Landschaftszerstörungen immer weniger Rückhalt in der Bevölkerung gibt. So einfach ist das. Weitere sonnige Aussichten bei http://www.solarserver.de/solarmagazin/anlageaugust2005.html

Anmerkung von Johann Waldmann: Es gibt keinen Kommunal, Landes- und Bundespolitiker, der bereit ist, den Bürgern sachlich nachvollziehbar zu erklären, ob und welchen Sinn derartige "Weltrekord-Projekte“ für unsere Energie-/Stromversorgung bringen sollen. Daß Photovoltaik-Anlagen für dezentrale Stromversorgung (wo es keine Stromversorgungsnetze gibt) in vielen Gebieten in Entwicklungsländern mit der doppelten Sonneneinstrahlung sinnvoll sein können, steht außer Frage. Bei uns kostet der solar produzierte Strom ca. 50 ct/kWh und damit 25 mal mehr, als er wert ist. In einem sonnenreichen Entwicklungsland würde er nur ca. 20 ct/kWh kosten. Die Installation würde Arbeitsplätze im Land schaffen.
Auch Politiker und die Medien kolportieren immer wieder die Sprüche der Energiewende-Ideologen/Profiteure: Obige Anlage würde 3.500 Haushalte versorgen. Sie müßten nur das Wörtchen versorgen richtig verstehen wollen, dann würden sie den Unsinn dieser Aussage begreifen. Versorgen heißt bekanntlich bedarfsgerecht liefern (wie z. B. rund um die Uhr den Strom für das Baby, zum Kühe füttern etc.). Mit den 70 Mio. EUR-Kosten dieser Anlage könnten z.B.1.000 Solarpumpen für Wasserversorgungsanlagen errichtet und zahlreiche Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Auch könnte man damit 3.000 Solar-Kleinkraftwerke (mit je 1 kW + Batterie) bauen und damit 3.000 Familien mit Strom (und damit Bildung) versorgen. Diese Technik ist verfügbar und vielseitig erprobt. Dafür sollten vor allem Pfarrer und Politiker werben. Solardächer auf Gotteshäusern dienen nicht der "Bewahrung der Schöpfung“. Sie bewirken "Geldverschwendung“ und sind eine Sünde vor Gott!

RÜSTUNGSINDUSTRIE - Geld für Genossen - berichtet der stern 44/2006 auf der Seite 27 in seiner Rubrik "Nachrichten der Woche" wie folgt:
»Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexperte Johannes Kahrs hat auch von deutschen Marineschiffbauern Spendengelder erhalten. Nach Belegen, die dem Stern vorliegen, überwiesen die Hamburger Thyssen-Krupp Marine Systems und die Bremer Lürssen Werft seinem Unterbezirk Hamburg-Mitte in den Jahren 2004 und 2005 insgesamt 13.000 Euro. Beide Unternehmen wollen die vier neuen, insgesamt 2,2 Milliarden Euro teuren Fregatten F-125 für die Bundesmarine herstellen. Thyssen-Krupp erklärte:"Zu den Spenden liegen uns keine Informationen vor". Lürssen antwortete bis  Redaktionsschluss nicht. Vor kurzem war bekannt geworden, daß Kahrs für seinen Bundestagswahlkampf 2005 Gelder von zwei Rüstungsfirmen kassiert hatte. Mit insgesamt 25.000 Euro zeigte sich die Firma Rheinmetall Detec aus Nordrheinwestfalen besonders spendabel. Der Münchner Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann schickte 9.000 Euro in den Norden. Beide Firmen betreiben die Projekt System & Management GmbH, die den neuen Bundeswehr-Schützenpanzer Puma bauen soll. Kahrs ist im Haushaltsausschuss des Bundestages für den Verteidigungsetat zuständig. Er ist auch mit dem Panzerdeal befasst. Gegenüber dem stern erklärte er, die Spenden an den Bezirk seien "völlig legal" gewesen«.

Wir wissen ja, daß Abgeordnete des Bundestages, der Landtage, der Kreistage und der Kommunen keine Amtsträger sind und daß man sie daher kaufen darf. In Sachen Windkraft wurde dies bereits durch den BGH bestätigt. Volksverteter sind lediglich gegenüber ihrem besten Wissen und Gewissen verantwortlich.

Wetter, Klima und Fußball: In seinem Vortrag stellt Prof. Dr. Andreas Hense vom Meteorologischen Institut der Universität Bonn die (überraschenden) Ähnlichkeiten zwischen dem Fußball und dem atmosphärischen Geschehen her.
Andreas Hense, JdG-Vortrag
mit den Themen: Der Zufall und die Statistik - Wettervorhersage und Fußball-Toto - Langfristvorhersage und  die internationalen Wettbewerbe - Klimavorhersage und die "Ewige Tabelle“ - Wege der Wetter- und Klimavorhersagen durch moderne mathematisch-physikalische Methoden etc. in der html-Version oder recht anschaulich als
3 MB-Power Point-Dokument.

Aus der Zusammenfassung
  • Wetter, Klima und Fußball werden stark durch den Zufall bestimmt
  • Wetter, Klima und Fußball werden aber auch durch eine Dynamik bestimmt
  • Vergleiche Klima/Wetter: Probleme mit entsprechendem Fußballbeispiel
    - wenn letzteres sinnlos ist, dann ist erstes auch sinnlos.
    - Beachte die Wechselwirkung zwischen den Systemen
 
28.10.2006
Der nächste Winter naht - und damit die Eiswurfgefahren in der Nähe von Windkraftanlagen.
Eiswurf
Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Sofortige Vollziehung der Abschaltung der Windenergieanlagen (WEA) in Hamminkeln-Lankern und Hamminkeln-Töven bei einer Lufttemperatur von +3° Celsius bestätigt.

Ist das Klima die Folge von Wetter oder ist das Wetter die Folge des Klimas? Die Antwort darauf gibt das Umweltbundesamt mit seinem neuen 'KomPass'. "Das Klima in Deutschland wird sich bis zum Jahr 2100 spürbar ändern". Aber welches Wetter kriegen wir nächste Woche? »Klimatisch bedingte Gesundheitsbeschwerden wie Herz-Kreislauf-Probleme – vor allem bei alten und kranken Menschen – könnten die Folge sein« - meint unser Gesundheitsminis...  pardon: Umweltminster. Man lernt nie aus: Bisher waren solche Probleme stets wetterbedingt. Nun sind sie plötzlich klimabedingt! Ob die katastrophale Gesundheitsreform etwa auch klimabedingt zustande kam?

Und noch eins: »Die Land- und Forstwirtschaft wird verstärkt Pflanzen anbauen müssen, die geänderten Temperaturen und Niederschlägen angepasst sind« - läßt uns der  KomPass-Kapitän Sigmar Gabriel wissen. Das ist doch Klasse! Dann können wir eine Menge Energie sparen, weil wir die Bananen nicht mehr auf Kühlschiffen aus Übersee einführen müssen!
Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung
Kleine Lektüre zum Wochenende darüber, wie Wissenschaftler, Energiewirtschaftler und kritische Leser das unsägliche Klimaschutzgeriesel aus unserem Umweltministerium wahrnehmen.
 
Goldener Oktober 2006 - was will man mehr? Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und sogar das Taubenschwänzchen, der Flugkünstler unter den Wanderfaltern - leicht mit einem Kolibri zu verwechseln - sind noch auf der Ökowiese unterwegs und laben sich am Nektar der Herbstblüten. Das herbstliche Wetter meint es dieser Tage wirklich gut mit uns. Möglicherweise werden uns trotzdem wieder Schreckensnachrichten über die ungewöhnliche Wärme in Verbindung mit der aufziehenden Klimakatastrophe und genau gezählten Hitzetoten dieses Sommers, über schwitzende Pinguine, Eisbären ohne 'Land' sowie untergehende Inseln etc. überfallen. Wie dem auch sei - wenn einem kalten Jahr ein warmes folgt, dann bleibt der Mittelwert doch unverändert, oder? Dem netten Herbst 2006 ging schließlich das eisige Frühjahr im März 2005 voran: Haben wir schon vergessen, was die FAZ am 2. März 2005 berichtet hat?
Neue Kälterekorde für den deutschen März
»BOCHUM, 1. März (dpa). Die Nacht zum Dienstag hat dem Süden Deutschlands örtlich die tiefsten Temperaturen gebracht, die seit Beginn der Aufzeichnungen für den März gemessen wurden. Am kältesten war die Nacht nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia am Funtensee im Berchtesgadener Land. Dort wurden minus 43,6 Grad registriert, dies war allerdings kein örtlicher Rekord. Die kälteste jemals in Baden-Württemberg gemessene Temperatur gab es am Dienstag morgen in Albstadt-Degerfeld mit minus 36,1 Grad. In mehreren Städten mit Meßreihen über viele Jahre gab es laut Meteomedia Märzrekorde. Trier: minus 13,9 Grad, der bisherige Tiefstwert lag dort bei minus 12,9 Grad am 6. März 1971; Saarbrücken: minus 14,9 Grad (minus 12,5 Grad am 6. März 1971); Stuttgart: minus 18,6 Grad (minus 16,2 Grad am 5. März 1949); Freudenstadt: minus 17,2 Grad (minus 15,9 Grad am 5. März 1971); Mannheim: minus 13,6 Grad (minus 12,2 Grad am 6. März 1971)«. Zählt auch jemand die Kältetoten?

26.10.2006
Das EEG erweist sich zunehmend mehr als das erfolgsreichste Gesetz aller Zeiten gegen die Belange von Natur und Umwelt. Es ist die konkrete Aufforderung zum Krieg gegen die Natur. Was aber sagt der Umweltapostel Dr. Franz Alt? »Wenn es eine ökologisch realistische Tagesschau gäbe, müßten meine Hamburger Kollegen zum Beispiel diese Meldungen publizieren: Auch heute wieder haben wir 100 Tier- und Pflanzenarten ausgerottet, haben wir 30.000 Hektar Wüste zusätzlich produziert, haben wir 86 Millionen Tonnen fruchtbaren Boden verloren und 100 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Wir führen einen Dritten Weltkrieg gegen die Natur. Hauptursache ist unser Energieverhalten. Pro Tag verbrennen wir so viel Kohle, Gas und Öl, wie die Natur in 500.000 Tagen geschaffen hat«. Rhein-Zeitung - Ausgabe Region Altenkirchen vom 25.10.2006, Seite 2.

Obwol von Politikern und Umweltphilosphen als Rettung und Weg aus dem 'Treibhaus' gepriesen, fügt das EEG mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien der irdischen Oberfläche neben den stets wiederkehrenden natürlichen Katastrophen die menschlichen hinzu. Aber seit wann und wieso sterben an einem Tag 100 Tier- und Pflanzenarten aus, nur weil wir Kohle, Gas und Öl verbrennen? Es sind ausgedehnte Monokulturen wie Wüsteneien aus Raps-, Energiegetreide und Maisfelder, welche fruchtbare Böden zerstören und der Flora und Fauna die natürlichen Lebensräume nehmen. Artenreich agiert der Theologe und Journalist mit immer neuen Metaphern in seinen Predigten für Gläubige, die ihm blindlings folgen.
Man muß eigentlich nur die Augen offen halten und dann sieht man, wie er mit der Forderung nach einem Umstieg auf 'Erneuerbare Energien' den "Dritten Weltkrieg gegen die Natur" anstachelt. Denn auf mehr als 1,56 Mio. Hektar bauen Deutschlands Landwirte gegenwärtig Energie- und Industriepflanzen an - so die Info einer bundesweit agierenden Bank. Als Dienstleister des Geldes sind solche Institutionen natürlich sehr an dieser Entwicklung interessiert. Allein die Anbauflächen von Raps, Energiegetreide und Mais für die Ethanolherstellung zwecks Verstromung in Biogasanlagen sei allein in diesem Jahr auf rund 295.000 Hektar angewachsen. Und der Anteil des nach dem EEG geförderten Stroms aus regenerativen Energien soll in Deutschland schließlich bis zum Jahr 2010 verdoppelt werden. Laut Bankinfo haben wir derzeit 2.700 Biogasanlagen, welche hauptsächlich Strom produzieren - gefördert durch das EEG, welches für die nächsten 20 Jahre garantierte Erlöse vorsieht. Biogasanlagen sind aber Wärmekraftwerke und sollten sinnvollerweise in der Hauptsache Nutzwärme produzieren und nicht Strom.
Der informative Hinweis auf eine unternehmerische Beteiligung an diesem »dynamischen Wachstumsmarkt« erfolgt geradezu zwingend, denn als Bankkunde und künftiger Kapitalgeber darf man immerhin »durchschnittliche 10% jährliche Ausschüttungen« erwarten. Also laßt uns den Öko-Tiger in den Tank packen.

Nach Angaben der Netzbetreiber sei die Sicherheit der Stromversorgung gefährdet, falls der Ausbau der Leitungsnetze nicht mit dem vermehrten Angebot Schritt hält. Es gehe vor allem um Windkraft und sonstigem Ökostrom, aber »auch neu geplante Kohle- und Gaskraftwerke verschärfen die Situation« - so der Präsident des Verbandes der Netzbetreiber (VDN), Hans-Otto Roth am Montag in Berlin. »Wenn nicht schnell genug mindestens 850 Kilometer neue Höchstspannungs-Leitungen gebaut werden können, die den Windstrom in die Lastzentren transportieren helfen, kann es Probleme mit der Versorgungs-Sicherheit und -Qualität und dem effizienten Einsatz von Investitionsmitteln geben«. Anzeiger für Harlingerland 24.10.2006 S. 18.

Vorgestern haben unsere Volksvertreter für den Ausbau der Leitungsnetze eine wichtig Entscheidung getroffen. Die Große Koalition will die Energiekonzerne verpflichten, die Kosten für den Netzanschluß der Offshore-Windstromanlagen zu übernehmen, mit deren Bau bis Ende 2011 begonnen wird.
Für Betreiber von Windenergieanlagen auf See bringt dies eine erhebliche Kostenentlastung, da die Netzanbindungskosten bei Offshore-Projekten einen großen Teil der Investitionen ausmachen. Die Angaben dafür schwanken um die 30%. Für den Bundesverband Windenergie ist es ein deutliches Signal, die Windenergie in Deutschland  voranzubringen - denn Windstrom würde eine zunehmend wichtige Rolle beim Ersatz von Energie-Importen spielen. Nun seien die Netzbetreiber gefordert, den Willen der Politik auch umzusetzen.

Welche Energie-Importe durch Windstrom ersetzt würden, das sagt der BWE in seiner Meldung nicht. Fakt wird aber sein, daß mit dem Ausbau der Offshore-Windstromgewinnung zwecks Kompensation von Stillstandszeiten der vielen hundert Windmühlen bei Sturm und Flauten in der Summe ebenso leistungsfähige Gaskraftwerke bereitstehen müssen. Denn nur das gemeinsame Zusammenspiel beider Erzeugungsarten kann erst einmal die Stromlieferung aus der Kraft des Windes sicherstellen - bzw. die primäre Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität herstellen. Das dazu notwendige Gas wird uns aller Voraussicht nach unser weiter östlich liegender Nachbar Rußland liefern - und damit natürlich ein gewichtiges Wörtchen bei unserer elektrischen Energieversorgung mit zu reden haben.

Für den Transport der hohen elektrischen Leistungen in bundesdeutsche Ballungszentren und damit für die sekundäre Versorgungssicherheit bedarf es vorerst einmal 850 Kilometer neue Höchstspannungsleitungen der 400 kV-Ebene, so wie es der Sprecher des VDN, aber auch die dena-Studie über den Ausbau der Windenergie fordern. Nebenstehende Abbildung gibt einen kleinen Vorgeschmack. Forderungen nach einer Verkabelung dieser Spannungsebene waren von Anfang aussichtslos und unsinnig, können auch nur von jenen stammen, denen die daraus resultierenden ökonomischen und technischen Dimensionen gleichgültig sind. Derartige Vorschläge - wie z.B. von der FDP mit dem GIL-Kabel - sind vergleichbar mit einer ebenso landesweiten Tunnelverlegung von Autobahnen.


Der Netzausbau übers Land ist der eine für Endverbraucher teure Akt, zu dem Netzbetreiber seit geraumer Zeit laut § 4 Abs. 2 EEG verpflichtet sind. Den zweiten Akt hat die Koalition vorgestern beschlossen:
die Übernahme der Kosten für den Netzanschluß der Offshore-Windstromanlagen von See an Land durch die Netzbetreiber, ebenfalls umzulegen auf die Gemeinschaft der Endverbraucher für elektrischen Strom. Der Versorger E.ON listet in seiner Publikation "Daten und Fakten zur Windkraft - Ergänzung 2006 zum Windreport der E.ON Netz GmbH" die schon laufenden, windkraftbedingten Erweiterungsprojekte - wie nebenstehend - auf. In Freileitungsbauweise.

Laut dena-Studie (Deutsche Energie-Agentur) ist bis 2020 ein Anwachsen der installierten Windkraftleistung in Deutschland auf bis zu 48.000 MW zu erwarten - gegenüber 2004 fast eine Verdreifachung. Ob bzw. wie diese Erzeugungsleistung in das Versorgungssystem integriert werden kann, ist im Prinzip noch offen. Der Versorger prognostiziert jedoch in jedem Fall erhebliche Veränderungen im Kraftwerkspark und einen massiven Netzausbau - allein im Höchstspannungsnetz um ca. 2.700 km. Maßnahmen in einem solchen Umfang werden nicht auf die Küstenregionen beschränkt bleiben, sondern ganz Deutschland betreffen. Nach Einschätzung des BWE dürfte sich bis zum Jahr 2015 die installierte Windkraftleistung auf über 30.000 MW an Land und 3.000 MW auf See etablieren - sofern die Politik an dem nun eingeschlagenen Kurs festhalte. Da bleibt eigentlich nur die Frage: Was hat der Endverbraucher davon? Kann er wirklich sicher sein, daß sich deswegen das globale Klima stabilisiert? Möchte er das überhaupt?

Nun, welche Resultate können die Verbraucher von diesen Maßnahmen erwarten? Sofern jemand "weg vom Öl" möchte, sieht er sich unvermittelt in der mißlichen Lage, daß er mit der vielen Windenergie keinen einzigen Liter Treibstoff für sein Auto ersetzen kann. Also kann er auch den 'alten' Strom weiter benutzen. Um aber die auf ihn aufgrund der  EEG-Vergütungen (s. unten) und des Netzausbaus zukommenden Kosten zu reduzieren, könnte er ja seinen Lebensstil à la Dr. Franz Alt ändern und seinen Stromverbrauch halbieren, also den ewigen Ohrwürmern diverser Politiker und Umwelttheologen endlich Folge leisten. Wenn nun aber der Netzbetreiber merkt, daß der Stromabsatz deswegen sinkt, bleibt ihm schließlich nichts anderes übrig, als den Strompreis dagegen anzuheben. Schließlich müssen die nicht gedeckelten Netzausbaukosten aus den Einnahmen erbracht werden. Außerdem macht das 'Stromsparen' dann auch gar keinen Sinn. Die Folge davon wäre, daß immer mehr und immer größere Stromerzeugungsanlagen auch immer weniger ausgelastet in der Landschaft umherstehen. Denn die konventionellen Kraftwerke müssen ja bleiben, bzw. mit den 'Erneuerbaren'  wachsen.

Mit diesem bundesdeutschen 'Energiekonzept', welches die Stromerzeugung mit dem Stromverbrauch
nicht kompatibel macht, können unsere politischen Entscheidungsträger mit ihren steten Stromsparappellen nur offenen Hohn ernten. Eigentlich ist es auch nur ein Milliarden-Geldverteilungskonzept an Stromerzeuger ohne Nutzen für die Endabnehmer - nicht anders als die Gesundheitsreform, von der das Volk auch keine Besserung erhoffen kann.

Was taugt der Windstrom im Netz? Die Antwort mit Bild darauf gibt der Windreport 2005 von E.ON: »Die gesicherte Windkraftleistung liegt unter zehn Prozent - traditionelle Kraftwerke
bleiben daher weiterhin unverzichtbar« lautet sie. Auf Seite 9 findet sich die folgende Erläuterung dazu:

Auszug: »Um eine sichere Stromversorgung auch dann zu gewährleisten, wenn Windenergieanlagen nur wenig oder keinen Strom produzieren - etwa bei Flaute oder sturmbedingten Abschaltungen - müssen permanent traditionelle Kraftwerkskapazitäten als Reserve bereitstehen. Windkraft kann daher nur in begrenztem Maße herkömmliche
Kraftwerkskapazitäten ersetzen. Ein objektives Maß dafür, inwieweit Windenergieanlagen traditionelle Kraftwerke ersetzen können, ist der Beitrag zur gesicherten Leistung, den
Windenergieanlagen in einem bestehenden Kraftwerkspark leisten.

Auf etwa diese Leistung kann im herkömmlichen Kraftwerkspark verzichtet werden, ohne dadurch das Niveau der Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen. Wie hoch dieser Beitrag der Windenergieanlagen zur gesicherten Leistung ist, wurde 2004 in der dena-Netzstudie sowie zusätzlich im Auftrag der deutschen Übertragungsnetzbetreiber in einer Studie des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft (IAEW) der RWTH Aachen untersucht.

Beide Studien kamen unabhängig voneinander zu nahezu identischen Ergebnissen: Die Windenergie trägt heute mit rund 8% ihrer installierten Leistung zur gesicherten Erzeugungsleistung des Gesamtsystems bei. Nur in diesem Umfang kann sie herkömmliche Erzeugung ersetzen. Mehr als 90% der installierten Windkraftleistung müssen also weiterhin in traditionellen Kraftwerken vorgehalten werden. Dabei gilt: Je höher der Anteil der Windkraft im Gesamtsystem wird, desto niedriger ist der relative Beitrag zur gesicherten Leistung. Dies läßt sich darauf zurückführen, daß mit steigender Windenergieleistung die geringere Verfügbarkeit der Windenergieanlagen mehr und mehr die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems bestimmt. Die höhere Verläßlichkeit herkömmlicher Kraftwerke rückt damit zunehmend in den Hintergrund. Daher wird der relative Beitrag der Windkraft zur gesicherten Leistung unseres Versorgungssystems gemäß IAEW-Studie bis zum Jahr 2020 kontinuierlich auf etwa 4% sinken (BILD 7). Konkret heißt dies, daß im Jahr 2020 bei einer im Rahmen der dena-Netzstudie prognostizierten Windkraftkapazität von über 48.000 MW rund 2.000 MW an thermischer Erzeugung durch diese Windenergieanlagen ersetzt werden könnten«.

Nun wissen wir es. Das Substitutionsziel von Windkraftanlagen wird weit verfehlt! Sie können keine Wärmekraftwerke ersetzen, weder fossil noch nuklear betriebene. Gleichermaßen gilt dies auch für Solarstromanlagen. Eine fachliche Widerlegung dieser Aussage gibt es nicht - von keinem der vielen Betreiber und von keinem der ungezählten kommerziellen und 'umweltrelevanten' Lobbyisten aus den Kreisen der Naturschutzverbände. Aber wie und auf welchen Grundlagen treffen denn unsere verantwortlichen Politiker ihre Entscheidungen? Wer sind ihre Berater? Es kann doch nicht sein, daß lediglich irgendwelche - möglichst viele - Strommengen an x-beliebigen Stellen in Netz eingespeist werden - ohne auf die daraus resultierenden Effekte zu achten? Zur wirklichen Effizienz dieser Politik noch die Worte eines leitenden Elektro-Ingenieurs eines großen Netzbauunternehmens: "Sinn macht das Ganze keinen - aber es bringt Geld".

Daß niemand mit Wind- und Solarkraft die Kernkraft ersetzen kann, wissen wir jetzt. Nun müssen wir es nur noch glauben. Daher die Frage an Radio Eriwan: Stimmt es, daß man mit den "Erneuerbaren“, wie Wind und Sonne, die Kernkraft ersetzen kann? Antwort: Im Prinzip ja; doch könnte bei Windstille oder Dunkelheit eine Steckdose mit Atomstrom aus Frankreich, Tschechien oder der Ukraine hilfreich sein - aber wer Atomstrom nicht mag, muß Kohlestrom nehmen.  

24.10.2006
EEG - Mittelfristprognose - Der VDN hat die neue EEG-Mittelfristprognose veröffentlicht. Ein wesentliches Ergebnis: der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch steigt bis zum Jahr 2012 voraussichtlich auf über 20 Prozent. Die Prognose zur möglichen Entwicklung der förderfähigen Strommengen, der Vergütungszahlungen sowie der daraus bezüglich EEG resultierenden Quote und Durchschnittsvergütung für die Jahre bis 2012 wurde zum Teil in Abstimmung mit anderen Verbänden bzw. Institutionen durch den VDN aktualisiert.
Weitere Informationen beim Verband der Netzbetreiber



Worin besteht der Unterschied zwischen einer EEG-Prognose des VDN und den weltweit umstrittenen Klimaprognosen?
Der gravierendste  Unterschied dürfte wohl darin liegen, daß die EEG-Prognose von einer Institution - die Klimaprognosen aber von vielen Institutionen erstellt werden.

Wem soll man Glauben schenken - den Wetter-Klimastatistikern oder den Meteorologen? Man bedenke, statistische Daten sind das Ergebnis der Vergangenheit. Ob man damit die langfristige Zukunft unseres Planeten berechnen und daraus teure politische Maßnahmen wie EEG und Emmissionshandel begründen kann? Bisher schaffen es die Computerkünstler nicht einmal, das Wetter hinreichend verläßlich vorherzusagen. Trotzdem scheuen sie sich nicht, regionale Wetterkapriolen als Zukunftsdramatik für das gesamte Land zu prophezeien.
Verkehrte Welt
Numerische Klimamodelle stellen die Meteorologie auf den Kopf. Von Edgar Gärtner.

FDP-Mann und Dipl. Volkswirt im Bundestag, Michael Kauch, Sprecher für Palliativ- u. Transplantationsmedizin, Sprecher für Umweltpolitik, Mitglied im Ausschuß für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit des Bundestages und offensichtlich Gläubiger an Klimamodellen (welchen?), weiß was andere, z.B. die Bundeskanzlerin Merkel, tun sollen. Interessanter wäre es zu wissen, was er konkret für die Volkswirtschaft leistet und nicht nur spricht. Wieviel Klimamodelle gibt es eigentlich? So viel wie Religionen?

KAUCH: Deutschland muß endlich Führung in europäischer Klimapolitik zeigen (20.10.2006, FDP-Meldung)
»BERLIN. Zum informellen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zur Klima- und Energiefragen und zum Brief der Premierminister der Niederlande und Großbritanniens an den EU-Ratspräsidenten erklärt der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael KAUCH:
Die Premierminister Blair und Balkenende haben in einem Brief an EU-Ratspräsident Matti Vanhanen dringendes Handeln der Union gefordert, um den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen. Richtigerweise weisen sie darauf hin, daß man nur noch 10 bis 15 Jahre habe, um ein katastrophales Kippen des Klimas zu vermeiden. Wie schon bei seiner Initiative im Sommer mit Arnold Schwarzenegger ergreift Tony Blair die Meinungsführerschaft, während Kanzlerin Merkel schweigt. Im Blick auf die deutsche EU- und G8-Präsidentschaft in 2007 darf das nicht so weitergehen. Deutschland muß endlich Führung in der europäischen Klimapolitik zeigen.

Ganz oben auf der Tagesordnung der deutschen Präsidentschaften muß ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll stehen. Wir brauchen verbindliche Verpflichtungen der Staaten über 2012 hinaus. Gerade die USA, Indien und China müssen für internationale Vereinbarungen gewonnen werden. Dazu muß Kyoto über seine flexiblen Instrumente wirtschaftlich leistungsfähiger und von einer Technologiekooperation begleitet werden. Auch die strategische Partnerschaft mit Rußland muß in Klima- und Energiefragen ausgebaut werden. Die heutige Einladung an den russischen Präsidenten ist deshalb sinnvoll. Sie darf aber die Debatte über die Interessen der EU in diesem Politikfeld nicht verdrängen«.
Ob der Volkswirt auch einen Zusammenhang zwischen seinen Empfehlungen zur Klimapolitik und steigenden Strompreisen für die Volkswirtschaft sieht? Lieber Herr Kauch, wie wäre es mit einem zweckdienlichen Vorschlag gegen die monopole Strompreisbildung und für Maßnahmen, welche dessen Anstieg wegen ständig steigender EEG-Vergütungen verhindern? Zwei Themen der Gegenwart und keiner imaginären Zukunft!

23.10.2006
Klimakatastrophe oder Landschaftskatastrophe? Der deutsche Exportschlager 'EEG' entwickelt sich in seinem Heimatland zum ökologischen Desaster. Denn immer mehr Bauern 'füttern' ihre Biogasanlagen mit Mais. Es gibt Anbauversuche mit fünf Meter hohen Pflanzen - berichtet die Nordwest-Zeitung online vom 23.10.2006.
Maiswälder könnten Landschaft prägen
Masse statt Klasse - oder? Das Erneuerbare-Energien-Gesetz machts möglich. »Es gibt auf Versuchsflächen in Deutschland schon Mais, der 5,50 Meter hoch wird, das ist der so genannte Peru-Mais« - so die NWZ. Und vom BMU-Pressedienst vom 01.02.2006 erfahren wir von der Parlamentarischen Staatssekretärin Astrid Klug weise Sprüche über Erneuerbare Energien wie folgt - Zitat BMU:
»Erneuerbare Energien bieten Chancen für Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Bedeutung der erneuerbaren Energien für Entwicklungs- und Schwellenländer hat Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, betont. "Der Ausbau erneuerbarer Energien erfäehrt weltweit zunehmend Resonanz. Sie sind eine besondere Chance gerade für Entwicklungs- und Schwellenländer. Deshalb wird verstärkt nach Mitteln und Wegen gesucht, wie sich erneuerbare Energien erfolgreich in deren Energiesysteme integrieren lassen", so Astrid Klug auf der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in Mexiko-Stadt«.

Die EEG-Lobhudelei im Bundesumweltministerium ist die nahtlose Fortsetzung der vom vormaligen Umweltministers Trittin (GRÜNE) getätigten Sprüche, welcher z.B. in seinem Pressedienst Nr. 67/05 vom 20. März 2005 das chinesische Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien begrüßte: »Der Ausbau der erneuerbaren Energien entwickelt sich immer mehr zu einem Exportschlager: Nach Spanien, Dänemark, Brasilien und auch einigen neuen EU-Ländern hat jetzt China ebenfalls einen gesetzlichen Rahmen fuer den Ausbau der Erneuerbaren geschaffen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte diesen Schritt«. Nun wissen wir, daß uns in baldiger Zukunft aus diversen Umweltmedien keine abgemagerten Kinder und Rinder aus Entwicklungs- und Schwellenländer in die Augen springen, sondern fette Biogasanlagen, welche mit dem dort angebauten Peru-Mais gefüttert werden.

Natürliche Ressourcen schonen und das Klima schützen - so lauten die verbreiteten Forderungen unserer Politik. Aber was geschieht wirklich? Wer neuerdings bei Schnee, Matsch oder Eis auf öffentlichen Straßen fahren will, muß Winterreifen montiert haben - auch dann, wenn es erst nach Antritt der Fahrt winterlich wird. Unabhängig von der Überlegung, wie sinnvoll diese neue Regelung in der StVO ist - neben der diskutierten Kfz-Tageslichtpflicht ist sie ein weiterer Energie- und Ressourcenfresser. Nicht nur das, mit reinem Solar- und Windstrom kann kein Unternehmen Winterreifen produzieren, kein Händler und keine Werkstätte Winterreifen auswuchten und aufziehen. EEG-Strom trägt also auch nicht zur Einsparung konventioneller Energie bei. Und so tut sich quasi simultan der Widerspruch zur gepredigten Effizienzrevolution auf. Viele Millionen Haushalte sehen sich derzeit gezwungen, ihre vier Räder aus versicherungsrechtlichen Gründen der Novelle der Straßenverkehrsordnung anzupassen und sich einen Satz Winterräder in die Garage zu legen, welche vielfach bereits eine tausende Kilometer lange Schiffsreise aus ostasiatischen Fabriken in Korea, Japan, China etc. hinter sich haben. Aber auch für Millionen von gewerblichen Fahrzeugen gilt die neue Regelung. Auch für jene, welche nur gelegentlich fahren oder aus dem wärmeren Ausland ins winterliche Deutschland zurückkommen. Man bedenke einmal den europaweiten Fernverkehr von der Türkei über Deutschland im Winter nach Spanien etc. Bereits ein schlichter Rädertausch ist mit einem erheblichen Energieaufwand verbunden, den bei dem derzeitigen Wetter niemand mit Solarstromanlagen im Standbybetrieb bewältigen kann.
Schneematsch, Kälte und Eis sind schon immer die Gründe für einen höheren Ressourcen- und Energieverbrauch. Aus 'Klimaschutzgründen' darf es in Deutschland aber nicht wärmer werden. Das wird nun dazu führen, daß demnächst noch mehr Leute die abriebfreudigeren Winterreifen einfach das ganze Jahr über drauflassen. Und die Realitäten werden wieder einmal allen politischen Predigten Hohn sprechen.

Neulich hat uns das Umweltbundesamt in seiner PM vom 15.09.2006 mitgeteilt, daß »auf dem siebenten Treffen der Leiterinnen und Leiter der europäischen Umweltschutzagenturen in Dessau eine Gruppe von Mitgliedern des Netzwerks ein Positionspapier mit Vorschlägen zur Ausgestaltung der EU-Ressourcenstrategie« publiziert hat. Die Ressourcen sollten nicht nur produktiver genutzt werden sondern ihre Inanspruchnahme insgesamt sinken, heißt es in der 10seitigen Erklärung, welche die Arbeitsgruppe 'Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen' unter Vorsitz des Umweltbundesamtes (UBA) erarbeitet hatte. Ob des Volkes Masse dieses Papier mit dem anspruchsvollen Titel »Delivering the sustainable use of natural resources« jemals lesen und so erfahren wird, was das Umweltbundesamt so treibt? Und wer sich konkrete Vorschläge für Ressourceneinsparungen erhofft, darf mit Interesse zur Kenntnis nehmen, wie sie so und ähnlich lauten:
  • the consumption of a resource should not exceed its regeneration and recycling rate or the rate at which all functions can be substituted;
  • the long-term release of substances should not exceed the tolerance limit of environmental media and their assimilation capability;
  • hazards and unreasonable risks for humankind and the environment due to anthropogenic influences must be avoided;
  • the time scale of anthropogenic interference with the environment must be in a balanced relation to the response time needed by the environment in order to stabilise itself.
Dazu mußten sich die Leiterinnen und Leiter der europäischen Umweltschutzagenturen auf Betreiben des UBA in Dessau treffen!
  
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