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Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung regenerativer Energieträger. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft. 
Der ökologische Energiemix - ein Mix aus Lügen, Halbwahrheiten und Suggestionen.
Wind- und Solarstromanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken und sind daher im Prinzip überflüssig. Sie können auch den Atomausstieg nicht beschleunigen.
Jede Medaille hat zwei Seiten - ab hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Themen, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie.
Moderne Windanlagen werden noch viel größer Europa bei Nacht - und wo ist die Sonne,
die unerschöpfliche Energiequelle?

Europa bei Nacht und die unendliche Sonnenenergie
 
Wenn nachts keine Sonne scheint, kann niemand Solarstrom mit Windstrom mixen. Wenn der Wind nicht weht, kann niemand Windstrom mit Solarstrom mixen.
Am 8. September 2004 wurde das damals weltweit größte Sonnenkraftwerk in Espenhain eingeweiht. "Die Anlage wird künftig 1.800 Haushalte mit Elektrizität versorgen" - schrieb die Leipziger Volkszeitung am Tag darauf. Ob sie das auch nachts tut, berichtete sie leider nicht. Wieviel Solaranlagen benötigen wir, um die Haushalte Europas zu versorgen? Oder im winterlichen Schweden, Norwegen und Finnland?
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30.11.2006

FREEDOM OF SPEECH AS VICTIM OF GLOBAL WARMING - What’s up with journalists in the mainstream media? In most cases, they tend to be unconditional supporters of free expression and strive to report on controversial views. However, reporting on issues relating to global warming has become strikingly one-sided. With no need to persuade using rational argument, a new conventional wisdom is being formulated that is beyond challenge by "sensible" people.
The Korea Times, 28 November 2006
By Christopher Lingle, BANGKOK, Thailand. Trying to create groupthink and mass behavior is something that should be an anathema to any honest journalist. Otherwise, reporters become opinion makers rather than neutral observers. Following this line, there are signs of a growing intolerance in the debate about global climate change. Climate-change denial has become a taboo that invites a sense of moral repugnance for the deniers. ...
 
Die Wahrheit über den Klimawandel- von Horst von Buttlar
»Gibt es irgendwen, dem der November zu warm war? Dem der Macchiato unter glühender Sonne und kahlen Bäumen nicht mundete?...«
Financial Times
Eine kritische Glosse. Nicht die Natur, der Mensch hat offenbar Anpassungsschwierigkeiten. Ein großformatiges Farbbild über eine Mandelblüte im November schmückte am vergangenen Montag die Frontseite einer südhessischen Tageszeitung. Am Kaiserstuhl im Breisgau seien wohl so manche Bäume "verwirrt" angesichts frühlingshafter Temperaturen. Können Bäume verwirrt sein? Die passen sich an. Schneller als so mancher homo sapiens sapeins, dem Menschen der Gegenwart. Oder gibt es da zunehmend mehr Zeitungsschreiber, welche sich ihre Mentalität vom politisch korrekten Mainstream formen lassen?

Die Wahrheit über den Stromausfall am 04. November 2006 - werden wir sie je erfahren? Vier Höchstspannungsleitungen, welche dem Stromtransport von Ost nach West dienen, werden in dem E.ON-Bericht über den Stand der Untersuchungen zu Hergang und Ursachen der Störung des kontinentaleuropäischen Stromnetzes am Samstag, 4. November 2006 nach 22:10 Uhr aufgeführt. Die 380 kV-Leitung vom Umspannwerk (UW) Conneforde - zum UW Diele über die Ems während der Schiffspassage. Die 380 kV-Leitung Landesbergen - Wehrendorf,  die 380 kV-Leitung Bechterdissen - Elsen und die 380 kV-Leitung Elsen - Twistetal. In Norddeutschland sind dies die einzigen 380 kV-Querverbindungen von Ost nach West. Norddeutschland bietet aus Sicht der Höchstspannungsübertragung noch viele weiße Flecken auf der Karte an, quasi unberührtes Land - wohl bedingt durch die relativ geringe Besiedelungsdichte des flachen Landes bis hin zur Küste. Die nächste west-östliche 380 kV-Querverbindung findet sich erst weiter südlich bei Gießen.

Die über die Ems führende Leitung von Conneforde - nach Diele, deren Abschaltung auch mit dem niederländischen Netzbetreiber TenneT abgesprochen werden mußte, ist mit zwei Stromkreisen ausgestattet und zugleich eine der wichtigsten im norddeutschen Raum, über die zweifellos auch der Windstrom, z.B. in das Ruhrgebiet, abgeleitet wird. Mit dem Abschalten dieser Leitung um 21:38 Uhr traten aufgrund der dadurch bedingten Lastverschiebung auf die weiter südliche Querverbindung »um 21:39 Uhr von den Leitungen Elsen-Twistetal und Elsen-Bechterdissen mehrere Warnmeldungen auf, die verbunden mit einem akustischen Signal die Mitarbeiter auf die Erreichung von Stromgrenzwerten aufmerksam macht« - so der E.ON-Bericht.

Zwei Minuten später, um 21:41 Uhr, war der Sicherheitsgrenzwert von 1.800 A auf der Leitung Landesbergen - Wehrendorf erreicht, eine Kuppelleitung zwischen den Ü-Netzbetreibern E.ON (Landesbergen) und RWE (Wehrendorf), lt. Karte mit nur einem Stromkreis versehen. »Ab 22:05 Uhr, d. h. nach Ende der Fahrplananpassungen, veränderte sich jedoch unerwartet die Lastflußsituation und führte binnen weniger Minuten zu einem schnellen Anstieg der Auslastung der 380 kV-Leitung zwischen Landesbergen und Wehrendorf um 100 MW (entsprechend ca. 160 A). Die Ursache der Lastflußveränderung ist bislang unklar und kann nur auf Basis der europaweiten Lastflußdaten für diesen Zeitpunkt geklärt werden« - so der offizielle Störungsbericht.

So unklar dürften die Lastflußdaten eigentlich nicht sein. Von der Küste, im östlichen E.ON-Bereich - und weiter nach Vattenfall - standen erhebliche Leistungen aus Windkraftanlagen zur Übertragung an. Leistungen, welche aber auch sehr schnell, also mit einer hohen Änderungsgeschwindigkeit (MW/min) fluktuieren, lassen sich in der (n - 1)-Sicherheitsphilosophie mit herkömmlichen Maßstäben nicht so einfach integrieren. Die (n - 1)-Prüfung im Hinblick auf eine ausreichend verbleibende Leitungskapazität war dem Abschaltvorgang vorausgegangen und hatte bei den »hochqualifizierten Ingenieuren mit langjähriger Betriebserfahrung« (E.ON) zu keinen bedeutsamen Bedenken geführt.

Mit langjährigen Betriebserfahrungen erwerben Mitarbeiter spezifisch-fachliche Kenntnisse, ein Bewußtsein und zugleich das Gefühl für ungute Folgeerscheinungen für ihr Tun und können sich dieses u.U. von einem Simulationsprogramm bestätigen lassen. Das Tagesgeschäft wird dann auch zur Normalität. Gehört die Einbeziehung von schnellen Leistungsänderungen bei der Windgeschwindigkeit in das Tun und Handeln aber auch schon zur Normalität? Ist der Wind denn normal? Gibt es dieses spezifische Problem bereits schon so lange, daß es als normal betrachtet werden kann und hat die Ausbaugeschwindigkeit der Windkraftanlagen mit jener des Netzes harmoniert? Es mußte so kommen. Die 'saubere' Politik hat zunehmend die Technik der Stromerzeugung- und -verteilung dominiert. Politik ist im Vergleich zur Technik aber nicht logisch, eher chaotisch. Und da kriegen dann auch hochqualifizierte Ingenieure mit langjähriger Betriebserfahrung ihre Probleme und müssen deswegen zwangsversetzt werden. Hoffentlich haben unsere Netzbetreiber noch genügend Leute für diesen Job. Ansonsten - gute Nacht Deutschland!

Die auf die Netzstörung folgenden Reaktionen waren auch nicht gerade logisch. Die Politik beschuldigte die Netzbetreiber ob ihrer Nachlässigkeit beim Netzausbau und der angesprochene Netzbetreiber bezichtigte die Politik, daß die wachsenden Anforderungen an das Netz langfristig nur durch entsprechenden Ausbau der Netze erfüllt werden könnten. Damit ist klar gesagt, was auf uns Stromverbraucher zukommt. Viele weitere Kosten - aber keine weiteren Vorteile.
Netzstörung
Ein kleine Analyse  von Heinz Thieme. Wie oft werden sich demnächst ähnliche Vorfälle wiederholen?
 

28.11.2006
QUALITÄT von Lärm aus medizinischer und rechtlicher Sicht - Es kommt maßgeblich nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität des Schalls und auf seine Dauer an - Beeinträchtigung der Gesundheit
durch Immissionen im Umfeld von Windkraftanlagen. Eine Betrachtung aus umweltmedizinischer Sicht. Dr. Robert Leibold.


Ist die DIN ISO 9613-2 zur Durchführung einer Schallprognose für Windenergieanlagen geeignet? Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. Rudolf Adolf Dietrich referiert über die Transmission und die Dämpfung des Schalls im Freien.
Lärm von Windkraftanlagen ...
In der DIN ISO 9613-2 sind die betrachteten Witterungsbedingungen durchweg auf zwei Fälle beschränkt:
1. Ausbreitungsbedingungen bei leichtem Mitwind oder gleichwertige Bedingungen und
2. eine Vielzahl von Witterungsbedingungen, wie sie über Monate oder Jahre bestehen. ...

Stadtwerke bündeln in der GEKKO - so die Information aus der Zeitung für Kommunalwesen. Mit zusammen 350 MW werden sich insgesamt 26 kommunale Unternehmen an einem von RWE Power geplanten 1.500 MW Doppelblock-Steinkohlenkraftwerk beteiligen. 26 Stadtwerke aus Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben sich dazu in der Arbeitsgruppe GEKKO (Gemeinschaftskraftwerk Kohle) zusammengefunden, deren Vorsitz Osnabrücks Stadtwerke-Chef Manfred Hülsmann übernommen hat. Als Stellvertreter wirkt Peter Blatzheim, Stadtwerke Troisdorf. In der GEKKO arbeiten zusammen die kommunalen Unternehmen aus Attendorn, Beckum, Bochum (ewmr), Bonn, Coesfeld, Dortmund, Emmerich, Geldern, Goch, Grefrath, Krefeld, Leverkusen, Limburg, Mönchengladbach (NEW), Münster, Nümbrecht, Oelde, Olpe, Osnabrück, Radevormwald, Remscheid, Schleiden, Schüttorf, Trier, Troisdorf und Willich. Zfk 08.11.2006.

Anmerkung: Das von RWE Power im Zuge der Kraftwerkserneuerung beschlossene Projekt soll am Standort Hamm/Westfalen errichtet werden,
Investition = 1,3 Mrd. Euro, Inbetriebnahme 2011/2012. Durch den Einsatz modernster Technologien wird die Anlage einen Wirkungsgrad von bis zu 46% erreichen. So die Planung. Doch ob es wirklich zu diesem Wirkungsgrad kommt, darf vorerst bezweifelt werden. Denn wenn privilegierte Windkraftanlagen vorrangig in das Stromnetz einspeisen, müssen Kohlekraftwerke zurücktreten - ihre Leistung auf einen suboptimalen Punkt zurückfahren oder u.U. in den unwirtschaftlichen Bereitschafts-Parallelbetrieb gehen. In NRW stehen derzeit immerhin 2.317 MW installierte Windkraftleistung im Netz und sicherlich sollen es bis dahin noch mehr werden. Und mit verringerter Leistung verschlechtert sich bei unveränderten Grundkosten nicht nur der Absatz von Wärmekraftwerken, sondern auch deren Wirkungsgrad. Da muß sich die Ansammlung der Stadtwerke noch etwas einfallen lassen.

Nicht auszuschließen ist aber auch, daß der Ausbau der Windenergie (mangels Standorte) bis zur Inbetriebnahme neuer Kohlekraftwerke eh zu Ende gegangen sein wird und wir und nachfolgende Generationen dann vielleicht einer für den Industriestandort Deutschland verläßlichen, bedarfsgerechten und nachhaltigen Stromerzeugung wieder entgegen sehen können.


BWE-Daten am 28.11.2006
 
Neue Standorte für die Windkraftnutzung - »Über den Wipfeln geht`s bald rund« schreibt Focus Nr. 48/2006 auf S. 191: »Auf der Suche nach neuen Standorten zieht es die deutschen Windmühlen-Betreiber in die Wälder. Aloys Wobben, Chef des größten heimischen Herstellers von Windenergie-Anlagen, Enercon, bestätigte entsprechende Verhandlungen mit privaten und staatlichen Forsten. Zwischen Baumgrün sei auch weniger Widerstand gegen neue Windräder zu erwarten. Die Gothaer, größter Versicherer der Rotoren, stuft die Brandgefahr gering ein: 2005 standen nur fünf der 18000 Windmühlen in Flammen - vor allem wegen Blitzschlags«. Was die Umweltverbände zu den neuartigen Baumarten wohl dazu sagen?

Anmerkung: Für die Windkraft ist eben keine Landschaft zu schade, dank EEG und Enercon. Vor sechs Jahren erhielt Wobben von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt einen hochdotierten "Umwelt"-Preis, der Begriff ist eben dehnbar.
Siehe auch: http://www.wattenrat.de/wind/wind19a.htm
MK

27.11.2006
Wie sich Politiker ihre Futtertröge für die Zukunft schaffen, beschreibt die Hannoversche Allgemeine Zeitung in ihrer Druckausgabe vom 27.11.2006
Grüne wollen Fonds für Klimaschutz - Hannover (kw).
»Die Grünen wollen einen Großteil des Wirtschaftsfonds künftig für neue Schwerpunkte; ausgeben -vor allem für den Klimaschutz. Fünf Jahre lang sollen 33 Millionen der 50 Millionen Euro, die jährlich für Wirtschaftsförderung eingesetzt werden, in besondere Projekte fließen, "Es geht dabei um die bessere Deichsicherheit ebenso wie um Verbesserungen der Kanalisation oder um Geld für die Landwirtschaft, die unter dem Klimawandel leidet", betont Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel. Niedersachsen müsse gerüstet sein, wenn es künftig häufiger Starkregen gebe, längere Dürrekatastrophen oder Plagen mit Ungeziefer wie dem Borkenkäfer.
Mit dem Geld sollten Investitionen in Klimaschutz gefördert werden, auch die Kooperation von Wirtschaft und Forschung. Die Grünen schlagen außerdem vor, dass sich das Land von seinem 35-Prozent-Anteil am Flughafen Hannover-Langenhagen trennt. Bisher gehört der Flughafen außerdem zu 35  Prozent der Stadt Hannover und zu 30 Prozent dem Flughafen in Frankfurt am Main....«
Anmerkung: Wer wird diesen Grundstock zur Realisierung 'gesellschaftlicher Aufgaben' einst verwalten und gut damit leben? Die, welche ihn ins Leben gerufen haben - wenn sie aus der aktiven Politik ausscheiden. 

»Die Atomenergie wird energie- und klimapolitisch eine Marginalie bleiben, die wegen der ihr innewohnenden immensen Gefahren beendet werden muß und die auch ohne bedeutende Verwerfungen beendet werden kann. Die Atomenergie leistet keinen Beitrag für ein zukünftiges nachhaltiges Energiesystem, das nur durch konsequentes Ausschöpfen der Effizienzpotentiale und einem entschlossenem Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen werden kann«. So lautet die Schlußfolgerung von Prof. Dr. Klaus Traube in der aktualisierten und erweiterten Fassung seiner Studien zum Atomausstieg, dieses Mal verbreitet mittels einer DNR-Presseinformation vom 16.11.2006. Vor zwei Jahren, im Dezember 2004 lautete sein Fazit unter dem Titel "Renaissance der Atomenergie", damals im 'Solarzeitalter 4/2004' publiziert, nicht anders. Prof. Dr.-Ing. Klaus Traube war lt. angehängter Kurzbiographie von 1959 - 1976 in der deutschen und amerikanischen Atomindustrie tätig, zuletzt als geschäftsführender Direktor der INTERATOM verantwortlich für Entwicklung und Bau des Brüterkraftwerks in Kalkar, davor Direktor des Fachgebiets Kernreaktoren der AEG und von 1990 - 1997 Direktor des Instituts für Energiewirtschaft und Politik an der Universität Bremen, danach freiberufliche und ehrenamtliche Politikberatung.
Dem Fachmann aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie, welcher sich in den 1970er Jahren - aus Sicht der Umweltszene - vom Saulus zum Paulus wandelte - kann man durchaus vielen seiner Feststellungen, Recherchen und Aussagen glauben, insbesondere auch jene Leute, welche sich nur oberflächlich mit dem Thema Kernenergie befassen. Seine Studie bezeugt, daß der heute 78jährige sich auch im fortgeschrittenen Alter intensiv mit dem Thema 'Atomausstieg' befaßt und daher immer noch als kompetenter Fachmann für die SPD und dem diese Studie finanziell unterstützendem Bundesumweltministerium auf diesem Gebiet eine gefragte Größe darstellt. Desgleichen von deutschlandweit agierenden Umwelt- und Naturschutzverbänden.

Der Maschinenbau-Ingenieur und Altphilologe Klaus Traube erläutert in seiner Studie konsequent anhand weltweiter Szenarien die Ansicht, daß die Kernenergie keinen Beitrag für ein nachhaltiges Energiesystem leisten würde. Nun, darüber werden sich wohl noch weitere Generationen streiten. Wie er aber zu seiner Feststellung kommt, daß dies nur durch konsequentes Ausschöpfen der Effizienzpotentiale und einem entschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien möglich ist, läßt er offen. In Deutschland haben wir mit der Einführung des damaligen Einspeisegesetzes vor 15 Jahren mit dem Möglichsten an Konsequenz und dem weltweit entschossenstem Ausbau von erneuerbaren Energien den Weg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie beschritten. Immerhin haben wir seither allein mit der Windkraft über 18.000 MW elektrische Leistung ans Netz gebracht - mehr als derzeit bei der Kernenergie zur Verfügung steht. Doch nirgends ist erkennbar, wo deswegen ein Kernkraftwerk abgeschaltet wurde. Da hat der Mann bei der Aufarbeitung seiner Studien offensichtlich die Gegenwart übersehen. In Deutschland ist die Kernenergie trotz Weltmeistertitel bei der Gewinnung erneuerbarer Energien immer noch keine Marginalie geworden. Warum nicht und wie auch? Über diesen Fakt läßt er sich nicht aus. Und damit verscherzt er sich sein mit anderen Fakten und Aussagen erarbeitetes Vertrauen. Und unisono die mit ihm zusammen arbeitenden Umweltverbände.
 
26.11.2006
Nicht aus Sonne und Wind sondern nur verläßlicher Strom für das Bundesumweltministerium - erzeugt mittels Dampfkesseln in konventionellen Wärmekraftwerken der Zellstoff Stendal GmbH, welche mit der dort anfallenden Biomasse befeuert werden. Offenbar ist man im BMU Ansicht, daß Haushalte mit dem unbrauchbaren, weil mit menschlichen Bedürfnissen asynchron produziertem Strom aus Sonne und Wind zufrieden sein sollen.
Ohne den ideologisch behafteten Begriff 'Klimaschutz' benutzen zu müssen, bemüht sich das Unternehmen gemäß seinem Umweltbericht umweltfreundlich zu arbeiten und verwendet als Rohstoff für die Herstellung des Zellstoffes nachwachsendes Holz aus den heimischen Baumarten Kiefer und Fichte. Und die Lektüre verbreitet eine andere erstaunliche Erkenntnis: »Derzeit wächst in Deutschland mehr Holz in den Wäldern nach, als genutzt wird«.

Da war doch was - ach ja, das Waldsterben! Unter dem Titel "Chronik einer Panik" verbreitete einst die ZEIT, wie ein deutscher Mythos entstand, sich verfestigte und allmählich auch wieder zerbröckelte. Weil sie mit dem angeblichen Waldsterben weltweit nicht punkten konnten, nahmen nun die Angstrompeter des Klimaschutzes ihre Arbeit mit dem auch weltweit verbreiteten und 'klimaschädlichen' CO2 auf. Das unsichtbare Spurengas wird derzeit für alle Wetterkapriolen, Dürren, Überschwemmungen, Hungersnöte, Krankheiten und vielen anderen Kalamitäten verantwortlich gemacht, um das Volk für die staatliche Abzocke gefügig zu machen. Wasser predigen und Wein saufen! Daher darf auch das Bundesumweltministerium den besseren Ökostrom verwenden.
BMU-Pressedienst Nr. 311/06 vom 26. November 2006
Umweltressort bezieht auch in Zukunft Ökostrom
Gabriels Bundesbehörden sparen 4.400 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr

Das Bundesumweltministerium (BMU) und die Behörden seines Geschäftsbereichs - das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Umweltbundesamt (UBA) - werden auch in den Jahren 2007 bis 2009 Ökostrom beziehen. Lieferant des umweltfreundlichen Stroms ist die Firma "LichtBlick - die Zukunft  der Energie GmbH & Co. KG". Das in Hamburg ansässige Unternehmen erhielt nach einer europaweiten Ausschreibung, die das UBA vornahm, den Zuschlag. Umweltminister Sigmar Gabriel: "Mit dieser Ausschreibung zeigen wir zum zweiten Mal, daß auch Behörden Ökostrom beschaffen können. Wir wollen damit Vorbild sein, daß wir es ernst meinen mit dem Klimaschutz. Die Ausschreibung zeigt auch, daß Ökostrom wettbewerbsfähig ist."

Die Zellstoff Stendal GmbH in Arneburg, Sachsen-Anhalt, erzeugt die für das Umweltressort jährlich notwendigen 13 Millionen Kilowattstunden Ökostrom aus Biomasse. Der Effekt: Pro Jahr entstehen 4.400 Tonnen weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) als im konventionellen Strommix. Das entspricht etwa dem Jahresstromverbrauch von rund 4.000 Haushalten.

Neben dem Preis war die Höhe der tatsächlichen CO2-Minderung maßgebend für den Zuschlag. Das Angebot der Firma LichtBlick wies mit der Lieferung von Strom aus Biomasse das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Ein Preisvergleich mit konventionell erzeugtem Strom zeigt: Die Kosten der reinen Stromlieferung ohne Netznutzungsgebühren für Ökostrom liegen nur wenig höher - im Fall dieser Ausschreibung bei knapp 2,2 Prozent. In der Ausschreibung von 2003 lagen die zusätzlichen Kosten noch bei etwa zehn Prozent. "Dies zeigt, dass sich Ökostrom nach den strengen Kriterien des Umweltressorts heute nahezu ohne Mehrkosten beschaffen läßt. Ökostrom ist wettbewerbsfähig", sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des UBA.
Das Ausschreibungskonzept sowie die Vergabeunterlagen sind im Internet unter www.bmu.de/energieffizien/beschaffung/doc/37933.php verfügbar.


Umweltfreundliche Energien (für das Bundesumweltministerium) aus nachwachsenden Rohstoffen gibt es nur so lange, wie sie auch umweltfreundlich nachwachsen. Bekanntlich tun sie das aber wesentlich langsamer als sie verbrannt und energetisch verwertet sind. Zellstoff ist der wichtigste heimische Rohstoff für die Herstellung von Papier. Also sollte der sorgsame Umgang damit selbstverständlich sein. Der tägliche Blick in den Briefkasten mit überquellenden Werbeschriften und kostenlosen Zeitungen samt unmittelbarer Entsorgung in die Papiertonne hinterläßt einen anderen Eindruck von Sparsamkeit.
Lieber Herr Gabriel, wie wäre es mit ein paar Restriktionen, um diesem Unfug endlich ein Ende zu bereiten? Nicht aus Bosheit und auch nicht aus Gründen eines imaginären 'Klimaschutzes' - nein, aus Gründen des realen Umweltschutzes! 

Ontario takes wind out of turbine projects - Private wind developers looking to erect wind turbines in Lake Ontario and other major lakes have been told by the Ministry of Natural Resources to put their plans on hold. The provincial ministry, in a note sent this week to prospective developers, said new applications for offshore wind projects are no longer being accepted and all  ... Complete story.
Haben wir in Europa nicht auch noch ein paar Seen, welche aus 'Klimaschutzgründen' mit Windkraftanlagen bestückt werden könnten? Den Bodensee, den Gardasee, den Lago Maggiore etc.?

A report released last Wednesday by Energy Probe, Ontario's independent power think tank, confirms another longstanding taunt of the wind skeptics: Wind is often utterly out of sync with human activity.
Windmills aren't the answer
It's official: The glorious future of abundant free energy has been put on hold. In May, the Alberta Electric System Operator (AESO) announced that the province's grid could not safely accommodate more than 900 megawatts of wind-power generation, a target that will be met late next year. Proposals for 3,000 more MW of production have been thrown into indefinite limbo at an estimated cost to producers of $6-billion; meanwhile, the province is already spending $1-billion to strengthen the transmission system so that even the 900-MW cap can be reached. In Ontario, meanwhile, the grid operator warned late last month that 5,000 MW – about one-fifth of the province's current peak consumption – is probably the absolute technological limit. (A total of 1,280 MW of wind capacity is already in operation or being built.) ... November 21, 2006 by Colby Cosh in National Post.
 
25.11.2006
Landschaftswandel oder Klimawandel - was funktioniert schneller? Ein Drittel der Vogelarten in Europa könnte aussterben - so der Solarprediger Dr. Franz Alt auf seiner Sonnenseite im Web. Sie seien vom Klimawandel bedroht - verbreitet er geflissentlich die Behauptung aus einem WWF-Report.
»Viele Vogelarten sind durch den Klimawandel bedroht«  
Die wahre Bedrohung scheint er nicht zu sehen. Wahrscheinlich geht er zu selten in die Landschaft. Zwecks globalem Klimaschutz werden vormals mit Grün bewachsene Flächen hektarweise in blaue Landschaften gewandelt. Ob das Klima unter oder über den blauen Platten besser als auf einer grünen Wiese ist? Und wo finden Vögel ihre Nahrung: in einer naturbelassenen Landschaft oder in den neuen, anthropogen geschaffenen Lebensräumen aus Solarzellen. Desgleichen stellt sich unmittelbar die Frage, woran Vögel sich besser anpassen können - an einen langfristigen Klimawandel oder einen schnellen - innerhalb weniger Tage oder Wochen stattfindenden Landschaftswandel?
Photovoltaik -
die staatlich subventionierte Vernichtung von Volksvermögen? Ein Beitrag von Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. Rudolf Adolf Dietrich.
Was kostet uns die Stromgewinnung mittels Photovoltaikanlagen? Die Solarstromproduzenten werden von 2005 bis 2020 rund 28 Mrd. Euro aus der Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten. Aber welchen Gegenwert liefern sie?

Diese Frage stellt sich derzeit verstärkt, wenn man bedenkt, daß demnächst zunehmend mehr Geschäfte ihre Öffnungszeiten bis in die Nacht ausdehnen und für Nachtschwärmer dann auch durchgehend beleuchtet sein werden. Ob Geschäftsinhaber mit einem nur tagsüber photovoltaisch erzeugbaren Strom etwas anfangen können? Also werden sich die per EEG produzierten Strommengen zunehmend als volkswirtschaftliche Störgröße auswirken. Ohne näher auf das soziale Für und Wider in der Diskussion um Ladenöffnungszeiten einzugehen - die Realität widerlegt sämtliche Energiesparappelle. Mit längeren Öffnungszeiten werden auch die täglichen Heizphasen länger und die winterliche Energienachfrage wird nicht nur nach Gas und Heizöl, sondern auch nach elektrischem Strom deutlich steigen. So mache aus Energiespargründen eingeführte heiztechnische Gebäude-Nachtabsenkung dürfte bald der Vergangenheit angehören. Der reale Nutzwert des elektrischen Stromes aus Solaranlagen wird trotz hoher Einspeisevergütungen sinken und jener von Strom aus herkömmlichen Kraftwerken steigen. Was sich ungeschmälert auf Politiker übertragen läßt: der reale Nutzwert jener Entscheidungsträger, welche das EEG befürworten wird volkwirtschaftlich sinken und jener, welche eine effiziente Stromerzeugung vertreten, steigen. Und wer das solare Zeitalter beschwört, muß erst einmal die geschäftstüchtige Weihnachtsphase abschaffen. Sonnenstrahlen taugen für einen Urlaub am Strand, für einen Weihnachtsmarkt mit seinen vielen Lichtern sind sie nutzlos. 'Late-Night-Shopping' oder auch Christmetten sind mit Sonnenstrom nicht durchführbar.

Oben gelinkter Beitrag zur Photovoltaik kann auch druckreif formatiert von http://people.freenet.de/natur2000/Photovoltaik-RAD.pdf auf den Rechner geladen werden.

23.11.2006
Unser Dorf soll schöner werden? - Aber doch nicht mit noch mehr Windkraftanlagen!
PROTEST - Veranstaltung
Im Entwurf des Regionalplanes 2006 wird für den Bereich des Gemeindegebietes Breuna, zwischen den Ortsteilen Breuna und Wettesingen, eine ca. 200 ha große, zusätzliche Vorrangfläche für Windenergienutzung ausgewiesen. Auf dieser Fläche können, neben den bereits jetzt bestehenden 6 Windenergieanlagen, eine Vielzahl weiterer Anlagen errichtet werden. Diese zusätzlichen Anlagen werden das Landschaftsbild unserer Heimatgemeinde maßgeblich zum Nachteil verändern. Beeinträchtigungen durch Lärm und Schattenwurf, insbesondere für den Ortsteil Wettesingen und auch für die Tierwelt sind zu befürchten und nicht auszuschließen. Die Anlagen werden sich nachhaltig negativ auf den aufstrebenden Tourismus in Breuna auswirken....
Eine Bürgerinitiative lädt zu einer Podiumdiskussion mit Politiker/innen aus der Region ein.

Geheimstrom - ami. Es war eine echte Geheimaktion, als die Unterhändler von SPD und Union in letzter Sekunde noch einen Passus in den Gesetzentwurf zur Beschleunigung des Ausbaus der Infrastruktur anhängten. Sie wußten, warum sie im geheimen operierten: Der Passus straft alle Bek
undungen der Bundespolitiker Lügen, sie wollten die Strompreise senken. Tatsächlich erhöhen sie wissentlich die Netzkosten um einige Milliarden Euro. Nicht nur, daß die großen und kleinen Stromverbraucher schon heute Milliarden Euro im Jahr extra zahlen, damit erneuerbare Energien ans Netz kommen. Künftig zahlen sie auch noch mal extra dafür, daß die mit ihrem Geld bezahlten Windmühlen überhaupt an das Netz angeschlossen werden. Noch weiß niemand, wie hoch die Belastung ausfallen wird. Klar aber ist, daß diese Zusatzkosten die Ersparnis der nach jahrelangen Debatten eingeführten Stromnetzregulierung deutlich übertreffen wird. Natürlich hat die Politik das Recht, erneuerbare Energien ein Stück weit zu fördern. Aber sie muß dies offen und ehrlich tun und dem Wähler damit eine Bewertung ermöglichen. Der richtige Ansatz wäre gewesen, diese Hilfen bei der für das kommende Jahr vorgesehenen Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu debattieren. Statt dessen werden jetzt Subventionen für Windkraftwerke versteckt, Kosten verkleistert. Der Bundestag sollte diesen Gesetzentwurf so nicht billigen. Text: F.A.Z., 18.11.2006, Nr. 269 / Seite 13 oder www.faz.net

RWE will zwei neue Kraftwerke bauen
. - Zwei neue Werke im Wert von 2,5 Milliarden Euro will der Einergiekonzern RWE im Saarland und im Emsland bauen. Bis 2012 will das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Euro investieren. Gleichzeitig droht RWE mit einem Teilrückzug, sollten politische Rahmenbedingungen fehlen.
Handelsblatt
Wozu benötigen wir dann die vielen Windkraftanlagen?

»Es drängen immer mehr institutionelle Investoren Fotomontage in der ZEIT-onlineauf den deutschen Windenergiemarkt« - so die ZEIT-online vom 17.11.2006.
Für seefeste Anleger
»Die Entwickler von Windparks auf hoher See brauchen dringend Kapitalgeber. Denn aus den bislang üblichen geschlossenen Fonds sind die millionenteuren Parks nicht zu finanzieren«. Von Marlies Uken.

Aus der Traum vieler Ökofreaks - könnte man auch sagen - der Traum von einer dezentralen Energieerzeugung ohne Hochspannungsleitungen. Weshalb sie so etwas glauben, ist schon verwunderlich. Inzwischen müßten sie längst bemerken: wenn Politiker etwas versprechen oder suggerieren, dann trifft das Gegenteil davon ein. Mit dem Klima, unter dem sich sowieso jeder was anderes vorstellt - je nachdem wo er lebt - wird es wohl nicht anders werden. Wenn es zwecks 'Klimaschutz' mit den Windmühlen auf See nicht klappt, könnten wir ja mit dem gleichen Wunschtraum Schneekanonen für den Gletscherschutz produzieren und in den Alpen, am Kilimanjaro, in Grönland oder gar am Nordpol stationieren, angetrieben mit 'Öko-Energien', von denen laut Ökoprediger die Sonne ja täglich das mehrtausendache dessen auf die Erde einstrahlt, vwas die Menschen verbrauchen.
»Die Unterzeichnung einer Vereinbarung für die Nutzung der durch das Kyoto-Protokoll bereit gestellten flexiblen Mechanismen, insbesondere der Projekte für umweltverträgliche Entwicklung ("Clean Development Mechanism", CDM), steht bevor. Deutsche Unternehmen könnten damit in Aserbaidschan Klimaschutzprojekte durchführen und sich Emissionsgutschriften zurechnen lassen« - ließ uns z.B. erst gestern der BMU-Pressedienst Nr. 305/06 vom 22. November 2006 wissen.

Können Solar- und Windkraftwerke einen Blackout sowie Hochspannungsleitungen verhindern oder bedarf es für sie eines weiteren Netzausbaues?
In der aktuellen BVZ-Meldung ist von einem weiteren Ausbau die Rede. Im österreichischen Burgenland wächst einerseits das Interesse der BEWAG, dem dortigen Netzbetreiber, an einem solaren Großkraftwerk und gleichzeitig soll in dem 'Sonnenland' nun bis 2009 die seit Jahren von Umweltschützern bekämpfte 380 kV-Steiermark-Leitung realisiert werden. Auch in unserem südöstlichen Nachbarland wurden die Ausläufer des von Norddeutschland ausgehenden Stromausfalls registriert. Der dortige Übertragungsnetzbetreiber AGP mußte ebenfalls - trotz der vielen Windkraftanlagen im Burgenland - mittels gezielten Verbraucherabschaltungen von Industrie- und Haushalten - mit 1.500 MW sein Netz entlasten, um es stabil halten. Damit dies in Zukunft nicht mehr so einfach vorkommt, muß zur Entlastung vorhandener Leitungen nun endlich eine weitere 380 kV-Höchstspannungsleitung her.

Stromerzeuger und Stromleitungen schließen sich ja gegenseitig nicht aus. Das Eine würde ohne das Andere ja bekanntermaßen auch nicht funktionieren. Und je mehr Stromerzeugungsanlagen mit politischer Unterstützung und Förderung ins Land gestellt werden, desto mehr Masten und Freileitungen sind die Folge. Unter dem Gesichtspunkt erheblicher Veränderungen im Kraftwerkspark und eines massiven Netzausbaus - allein im Höchstspannungsnetz langfristig um die 2.700 km - macht das von Verbraucherverbänden geforderte Stromsparen und die von der Politik angemahnte und geförderte Entwicklung innovativer und energiesparender Technologien doch gar keinen Sinn. 

So offenbart sich zunehmend an immer mehr Orten, daß sich die von Umweltverbänden getragene Ideologie einer Versorgung mit vielen dezentralen und 'ökologischen' Stromversorgungsanlagen als Schuß in den Ofen erweist, bei dem es allenfalls zu einem heftigen Funkensprühen reicht. Oder er geht nach hinten los. Die Seele dieser Ideologie - den Abbau von großen Kraftwerken zugunsten endlos vieler Kleinanlagen mit der Bildung einer "virtuellen" Vernetzung, bei der jeder darin einspeist und sich gleichzeitig daraus versorgt - können sich eigentlich nur gläubige Laien einverleiben bzw. mit demokratischen Mitteln und 'Volksbefragungen' geschaffene Massenbewegungen.

Hoch die Leitung
Das Burgenland und die Steiermark geben grünes Licht für die Stromautobahn -
Der Standart/AT vom 25.03.2005.
Auf die Stromverbraucher treten zu den steigenden Strompreisen auch noch die Kosten für den weiteren Netzausbau hinzu - für den stets gleichen Strom.

Front gegen Windkraft-Subventionen
Gegen "versteckte Milliarden-Subventionierung für Windkraftanlagen auf hoher See durch intransparente Stromnetzentgelte" machen die vier Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen Front. Laut gemeinsamer Presseerklärung wollen sie am Freitag im Bundesrat bei der Beratung des Planungsbeschleunigungsgesetzes zu Artikel 7 beantragen, den Vermittlungsausschuss anzurufen, um in den Netznutzungsentgelten versteckte Subventionen zu verhindern. Die Frage einer weiteren Förderung der Offshore-Windkraft sollte im Rahmen der ohnehin anstehenden EEG-Novelle geklärt werden. Aus: ZfK - Tagesticker vom 22.11.2006

21.11.2006
Wer oder was ist Schuld am Blackout des 04.11.2006? Im E.ON-Netz fehlten aufgrund einer bisher nicht schlüssig mitgeteilten Schalthandlung 1.806 MW Leistung von Windkraftanlagen und im RWE-Netz waren es 247 MW Windleistung, zuvor jeweils nicht prognostiziert und daher auch in einer Simulationsrechnung kaum einzubeziehen.


Reale Windleistungsdaten im E.ON-Netz
um 22:15  -->  3.373 MW
um 22:45  -->  1,567 MW
Differenz = 1.806 MW Ausfall

E.ON-Datenreihen in viertelstündlicher Auflösung
Reale Windleistungsdaten im RWE-Netz
um 22:00  -->  1.111 MW
um 23:00  -->   864 MW
Differenz = 247 MW Ausfall

RWE-Datenreihen in stündlicher Auflösung. 

Für die elektrische Stromversorgung ist der Betrieb von Windkraftanlagen mit zwei Risiken verbunden. Der Wind kann ausbleiben und die Netzspannung/-frequenz kann ausbleiben bzw. absinken. Im Gegensatz zu Kraftwerken können von WKA bei Netzstörungen keine zusätzlichen Leistungen abgerufen werden, um ein Netz wieder zu stabilisieren. Steigt die Netzfrequenz wegen einer mangelnden Aufnahmefähigkeit auf eine unzulässige Höhe an, dann schalten Windkraftanlagen automatisch ab. Kraftwerke tun das auch. Sinkt aber die Netzfrequenz wegen einer störungsbedingten Laststeigerung, dann helfen Windkraftanlagen nicht weiter - weil der Wind von der plötzlichen 'Nachfragesteigerung' nichts weiß und daher nicht stärker weht. Kraftwerke lassen sich dagegen ansteuern, um im Bedarfsfall mehr Leistung abzugeben - zwecks Spannungs-/Frequenzstabilisierung. Der um 22:00 Uhr einsetzende Störungsverlauf, einhergehend mit sinkender Netzfrequenz, hat die Windkraftanlagen offensichtlich veranlaßt, ebenfalls abzuschalten und so die Problematik durch weiteren Leistungsmangel verschärft. Ein Kraftwerk hätte anstelle der WKA seine Leistungsabgabe bis zur zulässigen Grenze hochgefahren. WKA haben mit Sicherheit nicht dazu beigetragen, die Netzspannung/Frequenz zu stabilisieren - sie haben eher das Gegenteil bewirkt und durch ihren Ausfall die am Netz arbeitenden Kraftwerke zusätzlich belastet. 

Die bisherige Stromversorgungssicherheit wird mit dem sog. (n - 1)-Prinzip gewährleistet. Bei n Kraftwerken darf eines ausfallen - (n minus 1) - und trotzdem bleibt die Versorgung unterbrechungsfrei erhalten. Der Ausfall eines Kraftwerkes wird dann durch höhere Leistungsabgaben der verbleibenden ausgeglichen. Das funktioniert deshalb, weil Kraftwerke mit ihrer Leistungsabgabe dem Bedarf entsprechend folgen können. Beispiel: Sind zehn Kraftwerke in Betrieb und eines gibt störungsbedingt seinen 'Geist' auf, dann übernehmen die restlichen neun die verbleibende Arbeit. Das technisch bewährte (n - 1)-Prinzip der Stromversorgungssicherheit ist mit Windkraftanlagen nicht anwendbar. Fällt in einem Windanlagenpark eine Windmühle aus, dann wird der dadurch bedingte Leistungsausfall keineswegs durch die verbleibenden Windräder ausgeglichen. Wie denn auch, wenn der Wind für alle anderen mit gleicher Stärke weiterweht oder gar schwächer wird? Die Aussage des BWE-Präsidenten Peter Ahmels: »Moderne Windenergieanlagen verhalten sich wie Kraftwerke und tragen zur Stabilität des Netzes bei. Wer noch vor der Ursachenklärung des Stromausfalls auch die Windenergie mit verantwortlich macht, dem geht es nicht um die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas« führt in die Irre.

Mit dem zunehmenden Ausbau der Windkraft wird aus dem geschilderten Grund des mangelnden (n - 1)-Prinzips die bisherige Stromversorgungssicherheit gezielt verschlechtert.

Das (n - 1)-Prinzip gilt auch für den Bau von Hoch- und Höchstspannungsleitungen. Das heißt, die für eine Leistungsübertragung notwendige Leitung muß doppelt vorhanden sein. Fällt eine Leitung störungsbedingt aus, dann wird unverzüglich auf die zweite umgeschaltet. Andernfalls wäre die Stromversorgung bis zum Abschluß einer Reparatur unterbrochen und das (n - 1)-Prinzip bei Kraftwerken hätte wenig Sinn. Dieses Prinzip für Übertragungsleitungen gilt insbesondere auch für die Offshore-Anbindung an Land. Die Doppelausstattung unseres Stromversorgungssystems ist nicht billig, hat aber dazu geführt, daß Deutschland Weltmeister in der Stromversorgungssicherheit war. Diese teure Ausstattung wird mit dem teuren Ausbau von nicht (n - 1)fähigen Windkraftwerken unterlaufen.
 
20.11.2006
Wind um Rotmilan - Bürgerinitiative klagt gegen den Kreis ALTENKIRCHEN. Das Gelände bei Gebhardshain, auf dem zurzeit sieben Windrader montiert werden, müßte laut einem neuen Gutdchten eigentlich als Vogelschutzgebiet ausgewiesen werden. Grund dafür, so die Gutachter, ist die hohe Rotmilandichte. Die jetzige Untersuchung wurde im Auftrag der Bürgerinitiative (BI) gegen die Windräder erteilt. Mitglieder der BI wollen nun gegen die Kreisverwaltung klagen, die die Baugenehmigung im November 2005 erteilt hat. Schon im September vergangenen Jahres hatte die Staatiche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland der Verwaltung empfohlen, ein umfassenderes Gutachten erstellen zu lassen. Dieser Rat wurde jedoch damals nicht befolgt (nh). Rhein-Zeitung 28.09.2006.

Haben die bereits existierenden Windparks in der Querfurter Platte negative Auswirkungen auf den Rotmilan?
Rotmilan und Windkraft - eine Fallstudie in der Querfurter Platte. Mit ihrer Untersuchung wollen die Autoren Ubbo Mammen, Kerstin Mammen, Christina Straßer und Alexander Resetaritz die Aufklärung über mögliche Beeinträchtigungen auf Greifvögel vorantreiben.
  • Erfassung des Greifvogel-Brutbestandes von 2003 - 2006 auf ca. 35 km² im Umkreis von ca. 2 km um die bestehenden Windparks
  • systematische Totfundsuche von Anfang April bis Ende Oktober 2005 an allen 30 WEA
  •  2005  Besenderung  von  3 Rotmilanen aus dem direkten Windparkumfeld (2 adulte Männchen, 1 Jungvogel).
Es gibt bereits Schlußfolgerungen:
- auch erfahrene, mehrjährig brutortstreue Rotmilane verunglücken an Windenergieanlagen,
- die Gefährdung ist unabhängig von Status (Brutvogel/Revierhalter), Jahreszeit oder Ortskenntnis bzw. "Windparkgewöhnung“ der Vögel.

Weniger real - dafür mehr imaginär informiert der Wind- und Solarstromprediger Dr. Franz Alt in Sachen Vögel.
Seevögel umfliegen Windparks
Was machen Seevögel, wenn vor ihnen im Meer ein Windpark auftaucht? Sie machen das, was Vögel seit Jahrmillionen machen, wenn sie ein Hindernis sehen: Sie umfliegen es. Vögel sind längst nicht so dumm wie viele Windkraftgegner es vermuten, die in jedem Windrad eine Vogelfalle sehen.
http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/6554.php

Vogelfreundliche Windenergie
+ 27.06.2006 + Neue NABU-Broschüre klärt auf darüber auf, wie Windenergie vogelfreundlich geplant und eingesetzt werden kann.
http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&news:oid=n5505

Lichtverschmutzung: Am Himmel hoch - sieht man nichts mehr + 25.12.2005 + Viele Menschen sind begeistert über den strahlenden Sternenhimmel auf dem Land, weil er in der Stadt wegen tausender Lichtquellen schon lange nicht mehr sichtbar ist. Diese Lichtverschmutzung schafft aber nicht nur ästhetische Probleme. Künstliches Licht wirkt sich negativ auf die Artenvielfalt aus, besonders Vögel und Insekten werden gestört. Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte über die ursprünglich dunkle Zeit des Jahres.  
http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&news:oid=n4303


Jede fünfte Vogelart gefährdet
Jede fünfte Vogelart weltweit ist gefährdet. Das hat die jährliche Bestandsaufnahme der Umweltorganisation Birdlife International ergeben. 1.212 Arten sind demnach direkt vom Aussterben bedroht, eine mehr als im vergangenen Jahr.
http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/6449.php

Ein Drittel der Vogelarten in Europa könnte aussterben
+ 19.11.2006 + WWF-Report: Viele Vogelarten sind durch den Klimawandel bedroht.  
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=14aa336546ms20


Stromversorgung drohen Blackouts - Der Stromversorgung in Europa droht ab dem Jahr 2010 eine rapide Verschlechterung. Laut einem neuen Ausblick der Netzbetreiber-Vereinigung UCTE reichen die jetzigen Erzeugungskapazitäten nur noch bis dahin, um den Strombedarf zu decken. Diese Durchschnittsbetrachtung sage aber nichts über einzelne Regionen. Schon heute gebe es gefährdete "Hot-Spots" zwischen einzelnen Ländern, wo die Leitungsverbindungen nicht mehr ausreichen, warnte am Freitag die Verbund-Netztochter APG. In Österreich sehen APG und auch die E-Control wegen der fehlenden 380-kV-Leitung die Gefahr einer Abkoppelung des Südens vom Norden.
Fehlende Kapazitäten
Europaweit werden laut UTCE ab 2010 bis etwa 2015 rund 30.000 Megawatt (MW) an Kraftwerkskapazitäten fehlen, etwa 40 große moderne Erdgaskraftwerke. In Österreich seien laut TU Wien rund 3.000 MW an neuen Kapazitäten nötig, sagte APG-Vorstandsdirektor Heinz Kaupa in einem Pressegespräch. ...

Problematische Windkraft.  Als neues Problem für die Netzstabilität in Mitteleuropa erweise sich nunmehr die Windkraft. "Immer mehr ungewollte Stromdurchflüsse treiben uns an die technischen Grenzen", so der Vorstand der Verbund-Austrian Power Grid. Sollte in Deutschland die Windkraft wirklich bis auf 50.000 MW ausgebaut werden, wie dies in einer neuen Studie für möglich gehalten wird, würde dies 1.200 km 380-kV-Leitung nötig machen. Derzeit liegt Deutschland bei 17.000 MW, weitere 10.000 MW könnten schon in den nächsten Jahren hinzukommen. Kurier.at (Österreich) vom 28.01.2005.

Da stellt sich doch die Frage, wozu wir denn soviele Wind- und Solarstromanlagen installieren. Es zeigt sich immer deutlicher: konventionelle Kraftwerke können durch EEG-Anlagen nicht ersetzt werden. Aber wahrscheinlich benötigen wir erst jeweils einen richtigen Blackout - auf Kosten der Allgemeinheit, bevor Politiker solche Warnungen registrieren.

19.11.2006
 Windkraft: Überprüfung aller Anlagen - Alle Windkraftanlagen werden überprüft. Das ist die Konsequenz des Vorfalls in Aschenstedt.
Wildeshausen /KB - Alle Windkraftanlagen im Bereich Aschenstedt und Iserloy im Landkreis Oldenburg sollen von einem unabhängigen Gutachter auf ihre Sicherheit überprüft werden. Das hat die Landkreisverwaltung als Genehmigungsbehörde angeordnet, nachdem bei dem Orkan am 1. November die Rotorblattspitze einer Anlage in Aschenstedt abgerissen und 200 Meter durch die Luft gewirbelt worden war, ehe sie auf einem Acker landete. Der demolierte Flügel wird zurzeit ebenso wie das zweite Rotorblatt der Anlage auf Veranlassung des Herstellers Vestas (Husum) im Prüflabor des Germanischen Lloyd untersucht. Das Ergebnis soll in zwei bis drei Wochen vorliegen, hieß es gestern. Der Landkreis Oldenburg erwarte von Vestas den Nachweis absoluter Sicherheit für die Windkraftanlagen, erklärte der Leiter des Kreisbauamtes, Dieter Vogel.
Quelle: Nordwest-Zeitung Druckausgabe, Seite 9 /Region Fr. 10.Nov.2006
Wenn sich Rotorblätter unter ihrer Last verbiegen
und mit der Spitze den Mast berühren,
dann kann es Abrissen kommen.

Deutschland soll Weltmeister werden - beim Energiesparen - fordert der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Desgleichen  das Ende  jahrelanger Lippenbekenntnisse. Und bei elektrischen Geräten sollen die Stromkosten 'runter'.
Nun, diese Stromsparappelle kennen wir bereits seit vielen Jahren und werden sie auch in Zukunft immer wieder hören. Energiesparen ist gut und richti, macht bei uns aber keinen Sinn. Denn Deutschland soll Weltmeister im Netzausbau werden, damit der viele Strom aus Windkraftanlagen besser und ungestörter fließen und auch über Landesgrenzen hinweg besser hin- und her verschoben werden kann. 
Der nur für die Windkraft anstehende 400 kV-Netzausbau über 850 km laut dena-Studie und die vielen tausend Kilometer auf der Hoch- und Mittelspannungsebene werden eine Menge Geld und Energie verschlingen. Netzbetreiber werden sich die Kosten dafür über die Stromrechnungen von Endkunden wieder reinholen.
Deutschland soll Weltmeister werden
- beim Energiesparen. Die Vorsitzende des Bundesverbandes Verbraucherzentralen, Prof. Dr. Edda Müller, richtet ihren Sparappell an die Stromverbraucher. Wie wäre es einmal mit einer Forderung an die Politiker - den Netzausbau auf das Notwendige, eben den Verbraucherbedürfnissen angepaßt - zu beschränken?

Die Volksstimme.de ließ z.B. am 15.06.2006 den technischen Direktor  der Stadtwerke Magdeburg, Johannes Kempman, wie folgt zu Wort kommen:
»Das Tochterunternehmen von SWM und Avacon betreibt die 110-Kilovolt-Netze im nördlichen Sachsen-Anhalt. Kempmann kündigte im Netzbereich millionenschwere Investitionen an, die vor allem im Zusammenhang mit der verstärkten Einspeisung von Windenergie stünden. Allein im SWM-Energieportfolio werde der Anteil des zu transportierenden Windstroms von gegenwärtig 30 auf 40 Prozent Ende dieses Jahres steigen. Um die Netzstabilität auch darüber hinaus gewährleisten zu können und die prognostizierten weiteren Zuwächse bei Windstrom technisch händelbar zu machen, seien in den nächsten Jahren Investitionen in die Ertüchtigung der Netze von rund 120 Millionen Euro nötig. Das Geld werde unter anderem für neue Umspannwerke in der Altmark etwa bei Stendal und eine neue Freileitung durch die Altmark ausgegeben werden müssen. Diese hohe finanzielle Belastung würden Avacon und SWM allein aber nicht tragen können, fügte Kempmann hinzu. "Jeder muss wissen, was uns die Windenergie eines Tages kostet"«.

Das Windleistungspotential an der deutschen Nordküste ist inzwischen mit rd. 15.000 MW (die gesamte Windleistung in Deutschland beträgt rd. 19.000 MW) in Relation zu der aktuellen Niedriglast von vielleicht 40.000 MW nicht mehr unerheblich! Für das Netz ist dies eine massive Zentralisierung der ansonsten sehr homogen über Deutschland verteilten Einspeisungen der Großkraftwerke in Lastnähe. Der dafür notwendige Netzausbau wird den Stromtransport verteuern, da bei Starkwind die übrigen Netze weniger ausgelastet sind, bei Windstille aber unbedingt erforderlich. Das geht unweigerlich zu Lasten der deutschen Strompreise, die bereits jetzt als zu hoch angesehen werden. Bei Windstille ist die Stromversorgung sogar sicherer als bei Starkwindverhältnissen, wie die Jahrzehnte lange Erfahrung lehrt. Die Einrichtung einer europäischen 'Energieaufsichtsbehörde' kann da wohl kaum helfen, vielmehr ist elektrotechnischer Sachverstand vonnöten, um das Verbundnetz sicher zu betreiben.
Prof. Dr. Helmut Alt.

Nicht die übermäßige Einspeisung, sondern der nicht prognostizierte Windleistungsabfall waren die Ursache für den europaweiten Blackout. Fachleute sind sich darüber einig. Auch wenn der E.ON-Bericht dies nicht konkret zur Sprache bringt und lieber »hochqualifizierte Ingenieure mit langjähriger Betriebserfahrung« von ihrem angestammten Dienst nimmt. Vielleicht hätten die E.ON-Leute mal ihren eigenen Windreport 2005 lesen sollen in dem dezidiert zu lesen ist: »Windkraft beeinflusst zunehmend Marktgeschehen und Lastflüsse in Europa« mit folgenden Untertiteln
  • Sonderschaltmaßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung erforderlich
  • Eingriffe in internationalen Stromhandel und Kraftwerkspark
  • Beeinträchtigung benachbarter Netzbetreiber
  • Ausfall der Windstromerzeugung bei Netzfehlern gefährdet Versorgungssicherheit
und weiter:
»Der anhaltende Windkraftzubau macht es zunehmend schwierig, die Stabilität der Stromversorgung zu gewährleisten.Ursache ist das Betriebsverhalten der bisher errichteten Windenergieanlagen, das sich erheblich von dem traditioneller Großkraftwerke unterscheidet«.

Die plötzliche Leistungsdifferenz führte zu unvorhergesehenen Stromflüssen mit Schutzabschaltungen von Übertragungsleitungen von Ost nach West und zu schlagartigen Überlastungen von Kraftwerken, welche sich, um ihrer eigenen Zerstörung zu entgehen, entweder vom Netz trennen oder mittels kontrollierter Schaltungen die Last von
Industrie- und Haushaltskunden abwerfen mußten. Auch der Frequenzverlauf - plötzlicher Anstieg auf über 50,6 Hz im Osten und der plötzliche Abfall auf 49 Hz im Westen - stimmt zeitlich haarscharf mit dem Windleistungsausfall überein (Anlage 17 und 18 im E.ON-Bericht). Der weitere Frequenzanstieg im Osten wurde demgemäß durch automatisches Abschalten von 2.600 MW Windleistung im Netz abgefangen - im Westen durch Lastabwurf, also mittels Blackout für Verbraucher.


Spezifischer Windleistungsabfall im E.ON-Netz am 4.11.2006 zwischen 22:15 - 22:45 Uhr. Im E.ON-Netz fehlten schlagartig 1.806 MW Erzeugerleistung.
Das entspricht dem Ausfall von zwei großen Kraftwerksblöcken. Die viertelstündlichen E.ON-Winddaten zeigen zwischen 22:15 und 22:45 Uhr einen steilen, nicht prognostizierten Leistungsabsturz von 3.373 MW auf 1.567 MW, entsprechend einer Differenz von 1.806 MW.

Ein Kurzschluss, und ganz Deutschland könnte plötzlich ohne Strom sein - das prophezeite der ehemalige Fraktionsvorsitzender der Grünen im Niedersächsischen Landtag, Johannes Kempmann, bereits vor fast einem Jahr am 10.12.2005 aus Anlaß des damaligen Netzzusammenbruchs aufgrund übermäßiger Schnee- und Eislasten auf Hochspannungsleitungen. In diesem Zusammenhang argumentierte er auch gegen einen weiteren Ausbau des Anteils von Windenergie, wofür er vom Bundesverband Windenergie BWE u.a. mit gezielter Panikmache beschimpft wurde. Laut BWE könnten Windenergieanlagen das Netz stützen -  so dessen Stellungnahme dereinst  zu dem Vorfall im Dezember 2005. Wäre das wirklich so, dann hätten die 18.000 Windanlagen mit ihrer installierten Leistung wie die gesamte deutsche Kernenergie den Stromausfall vom 04.11.2006 eigentlich verhindern müssen. Die BWE-Behauptung hat sich als falsch erwiesen. 2.600 MW Windradleistung mußten im Osten vom Netz genommen werden, damit es keine gefährlichen Freuenzüberhöhungen gab. Und im Bereich des europaweiten Blackout schalteten sämtliche Windanlagen bis zur Spannungswiederkehr ihren Betrieb ab.
Volksstimme.de
»Das hat mit Physik zu tun und nicht mit Politik. Aber die Politik scheint sich dafür nicht so recht zu interessieren. Die Windkraft ist eine heilige Kuh....«

   
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