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Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung regenerativer Energieträger. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft
Der ökologische Energiemix - ein Mix aus Lügen, Halbwahrheiten und Suggestionen
Wind- und Solarstromanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken und sind daher im Prinzip überflüssig. Sie können auch den Atomausstieg nicht beschleunigen.
Jede Medaille hat zwei Seiten - hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Kommentare, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie.

Kann Ihr Auto Windstrom tanken? Wozu brauchen wir ihn? Sagen Sie den politischen Volksverblödern mit diesem Aufkleber Ihre Meinung

Haben Sie es schon bemerkt?

Je mehr Wind- und
Solarstromanlagen
in unseren Landschaften
umherstehen, desto
dramatischer werden
die täglichen
Unwettermeldungen
und Klima-Abnormalitäten

2006 hatten wir wieder einen Weltrekord im Neubau von Windenergieanlagen und 2007 wird daher wieder ein Jahr bereits prophetzeiter Unwetterkatastrophen!
Europa bei Nacht - und wo ist die Sonne -
die unerschöpfliche Energiequelle?

Europa bei Nacht und die unendliche Sonnenenergie
Kathedralen des Glaubens
  

Kathedralen des Glaubens
 
Wenn nachts keine Sonne scheint, kann niemand Solarstrom mit Windstrom mixen. Wenn der Wind nicht weht, kann niemand Windstrom mit Solarstrom mixen.
Am 8. September 2004 wurde das damals weltweit größte Sonnenkraftwerk in Espenhain eingeweiht. "Die Anlage wird künftig 1.800 Haushalte mit Elektrizität versorgen" - schrieb die Leipziger Volkszeitung am Tag darauf. Ob sie das auch nachts tut, berichtete sie leider nicht. Wieviel Solaranlagen benötigen wir, um die Haushalte Europas zu versorgen? Oder im winterlichen Schweden, Norwegen und Finnland?
Fortsetzung im Datum aufwärts ___> klick hier
13.02.2007
Unmittelbar an der 110/220/380 kV-Umspannanlage Conneforde bei Wiefelstede im niedersächsischen Ammerland - zugleich einer der wichtigsten Netzknoten in Norddeutschland, stehen drei Windmühlen mit je 600 kW installierter Leistung. Wir erinnern uns: Am 4. November 2006, gegen 22:00 Uhr verbreitete sich von dort ein europaweiter Stromausfall. Anlaß war die wegen einer Schiffspassage auf der Ems notwendige Abschaltung der darüber führenden Höchstspannungsleitung von Conneforde nach Diele bei Papenburg - unweit der niederländischen Grenze - im Zusammenhang mit einer nicht gleichzeitig sichergestellten Umleitung des von Osten nach Westen abfließenden Windstromes. Nun wäre es vermessen zu sagen, die Conneforder Windanlagen wären daran Schuld gewesen. Dafür sind sie leistungsmäßig viel zu mickerig. Eine bedeutsamere Rolle spielen sie offenbar an anderer Stelle - in der Gemeindekasse von Wiefelstede. Dort betonte laut Bericht in der Nordwest-Zeitung vom 10.02.2007 der zuständige Bauamtsleiter in der jüngsten Sitzung des Energie- und Umweltausschusses, daß »zur Zeit keine Gewerbesteuern aus Windparks zu verzeichnen sind«. Ob das vielleicht ein bundesweites Signal dafür sein könnte, doch mal in anderen Gemeindekassen nach dem Stand der Gewerbesteuereinnahmen aus Windparks zu forschen?

Hätten Sie das gedacht? Klimawandel und Brot für die WeltMargarine, die Butter auf dem Brot des kleinen Mannes, aber auch das Leitbild für das HDL-Gesund-Cholesterin einer überfetteten 'Diätgesellschaft', wird immer teurer! Bist Du arm, dann kannst Du Dir auch keine hochwertigen Lebensmittel mehr leisten, vom Ökobauer schon garnicht! So einfach ist das. Aber anders geht es wohl nicht. Klimaschutz muß teuer sein, denn was nix kostet, taugt schließlich nix! Weil zunehmend mehr Landwirte auf Energiewirt umsatteln, kommen deren Produkte nicht mehr auf den Essenstisch sondern in den Bio-Tank. 'Unser täglich Brot gib uns heute' - ob dieses Flehen bald wieder zeitgemäß wird? Und ob wir dann auch noch 'Brot für die Welt' über haben? Wessen Brot ich ess' - dessen Lied ich sing'! - das werden sich die armen Länder dieser Welt bald sagen, wenn sie von uns mangels eigener Bedarfsbefriedigung nicht mehr gefüttert werden können. Das fernöstliche 'Reich der Mitte' hat z.B. längst seine Fühler nach dem rohstoffreichen aber hungerndem Afrika ausgestreckt.

»Der Vormarsch der Energie vom Acker macht der Nahrungsgewinnung Konkurrenz: Verbraucherschützer fürchten steigende Lebensmittelpreise, weil die Nachfrage nach Rohstoffen wächst. Getreide, Ölpflanzen, Mais und sogar Rüben fließen vermehrt in die Energiegewinnung. Die Bauern aber sind zuversichtlich - sie sehen neue Einnahmequellen....« Weiterlesen bei den Kieler online-Nachrichten.
Biosprit-Boom: Bauern im Norden satteln um
Anmerkung zu diesem Beitrag: Wenn nun Prof. Edda Müller, die Chefin der Verbraucherschützer, steigende Lebensmittelpreise befürchtet, dann hätte sie als Mitglied des Nachhaltigkeitsrates bereits unter Bundeskanzler Gerhard Schröder Gelegenheit gehabt, ihre eigene Klientel und die Politik auf die Ursache - nämlich das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hinzuweisen - samt den daraus zu erwartenden Folgen. Unter anderem auch im April 2006, wo sie bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit am Tisch des Energiegipfels saß. Dort hätte sie u.a. darstellen können, daß 40% der Stromkosten staatlich verfügt sind, oder daß die Verbraucher zur Subventionierung des Wind- und Sonnenstromes jährlich mehrere Milliarden bereitstellen müssen. Doch für die Verbraucherzentrale des Bundesverbandes (vzbv) lautet die Formel für ein neues Energiezeitalter "Effizienz plus Erneuerbare". Hier sollte Frau Müller mal erläutern, was an Solarstromanlagen, welche nachts und bei schlechtem Wetter keinen Strom liefern, effizient ist. Nun die Lage wird sich zwangsläufig zuspitzen - denn auch bei der Lebensmittelerzeugung wendet sich die Moral dorthin, wo das Geld liegt.

Nachhaltigkeit - was ist das? Der Rat für Nachhaltige Entwicklung definiert dies auf seiner Webseite so: »Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben«. Dazu gehört für den Rat auch die Bioenergie als »Chance für eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung«. Die betroffenen Energie-Landwirte werden dem Rat schon sagen, was sie unter 'effiziente Energieversorgung' verstehen.

Was steht noch so in der Zeitung? Umweltminister Gabriel möchte die Idee der klimaneutralen Ausgleichszahlung für Dienstreisen in der gesamten Regierung einführen und unsere Kanzlerin unterstützt offenbar diesen Vorschlag für den Ablaßhandel. In der "Bild am Sonntag" wies der Umweltminister darauf hin, daß jeder Bürger diese Möglichkeit hat. Na klar hat er die. Zuzüglich zu jenen Ausgleichszahlungen, welche er bereits für die massiven Dienstwagen der Regierung und für die weltweiten 'Klimaschutzreisen' mit dem Flugzeug bezahlen darf. Im Internet kann er sich unter www.atmosfair.de berechnen lassen, wieviel klimaschädliches Kohlendioxid etwa durch einen Urlaubsflug oder eine ministerielle Dienstreise anfällt - und hierfür einen Ausgleich zahlen, der dann in Projekte zum Klimaschutz fließen würde. Ob man diesen Berechnungen trauen darf? Da steckt doch bestimmt wieder ein monetärer Dienstleister dahinter. Ähnlich wie bei den weltweiten Klimamodellen. Welchem Klimamodell schenken Sie eigentlich Ihren Glauben?

Brot für die Welt oder Religion für die Welt? Wer nach der Wahrheit sucht, der findet sie! Im Internet. Steht uns ein Religionskrieg über rechtzeitige Warnungen vor dem Untergang bevor? Mit dem Titel "Katastrophen, Erdumwälzungen, Sterben - Gott hat rechtzeitig gewarnt" offeriert eine Religionsgemeinschaft ihre Sicht der Dinge zum bevorstehenden Klimawandel und bezieht sich auf diverse Prediger samt Verbreitungsmedien dieser Katastrophe: Zitate daraus.
  • Klimaexperte Latif: Klimawandel löst Völkerwanderung aus
  • UNO-Präsident Annan: Ausbreitung von Wüsten bedroht eine Milliarde Menschen
  • Spiegel online vom 14. Juni 2004: Fluten gefährden immer mehr Menschen. Bis zum Jahr 2050 sind doppelt soviele Menschen von Überschwemmungen bedroht wie heute ...
  • Spiegel online vom 19. Mai 2004: Die Erde wird immer dunkler. Seit den fünfziger Jahren ist die Menge an Sonnenlicht, die bis zur Erdoberfläche dringt, weltweit um mehr als zehn Prozent gesunken.
Seuchen und Infektionskrankheiten seien weltweit wieder auf dem Vormarsch - so die Schrift und sie ständen mit 17 Mio. Toten an erster Stelle der Todesursachen. Und seit 1980 seien 35 neue Infektionskrankheiten aufgetaucht - in kurzer Zeit nie so viele wie zuvor. Wie im neuen Jahrbuch des UNO-Weltprogramms nachzulesen sei, würden sich durch den Klimawandel Infektionskrankheiten rasant ausbreiten. Beispielhaft wird das Dengue-Fieber genannt, welches heute in 100 Ländern, in den 70er Jahren nur in neun Ländern vorgekommen sei. Die spannende Lektüre vermittelt noch viele andere 'Fakten' über den Gletscherschwund, Ozonansstieg, verregnete Sommer, Hitzewellen in Alaska, am Kaspischen Meer und der antarktischen Halbinsel, die Dicke der Eisdecke, Auflösung atmosphärischer Schichten, Jahrhundertfluten und den Klimawandel, welcher eine Million Tier- und Pflanzenarten bedrohe etc. etc....
 

11.02.2007
Falls Sie vermögend sind, dann investieren Sie Ihr Geld in riesige, hektarweite Solarstromanlagen. Das Geschäft ist rentabel. Für in das Netz eingespeisten Sonnenstrom bezahlt die Allgemeinheit dem Solarstrombetreiber ca. 50 Cent/kWh, für den aus dem Netz bezogenem Strom braucht er dagegen nur einen Bruchteil davon zu bezahlen. Falls Sie sich mit Ihrer Einlage an diesem Wirtschaftsmodell beteiligen, dann gehören auch Sie zu den Gewinnern. Überzeugender läßt sich ein Produkt doch nicht vermarkten, oder? Greifen Sie zu - es lohnt sich! Sollten Sie aber kein Geld oder nicht genügend für derartige Investitionen übrig haben, oder gar von der Sozialhilfe abhängig sein, dann gehören Sie zu jenen Armen, welche die hohe Rendite für die bereits Vermögenden berappeln müssen - per Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) - unumkehrbar gesetzlich fixiert und auch nicht zu umgehen. Es sei denn, Sie schalten konsequent kein Licht oder andere Elektrogeräte mehr ein, ausgenommen den Fernseher - auch wenn die Sonne abends nicht scheint. Für die abendliche RTL-Exclusive-Show mit der Moderatorin Frauke Ludowig, welche das tägliche Prominenten-Gaga für die armen Leute präsentiert. Weniger gut Betuchte sehen dann wenigstens, was mit ihren von unten nach oben gelenkten Geldströmen geschieht.
Solar - na klar!
ist ja schließlich die zweitschönste Sache der Welt. Und wenn auch die allgemeinen Strompreise durch dieses System ansteigen, der individuelle Gewinn gleicht das spielend aus. Zudem ist sich jeder selbst der Nächste! Wie schön der hektarweite Solarspaß ist, präsentiert Ihnen die Sonnenseite von Dr. Franz Alt - mit Bildern, übernommen vom Solarpark Waldpolenz/Brandis bei Leipzig.

Kennen Sie sie schon - die Klimakatastrophe? Endlich geschafft! Was einst das Deutsche Waldsterben nicht vollbrachte - den Export in alle Länder - das Klima kann es. Denn ein Klima gibt es überall auf dem Globus, Wälder nicht. Damit wir im Klima von Morgen uns nicht zu Tode schwitzen und arbeitsunfähig werden, müssen wir es vor dem 'giftigen' Kohlendioxyd CO2 schützen, dessen Emissionen unsere tägliche Arbeit begleiten - besonders von jenen, welche materiell produktiv 'schaffen'. Der warme Winter hat es zumindest ermöglicht, daß es im Gegensatz zur sonst üblichen Jahreszeit 500.000 Arbeitslose weniger gab. Leute vom Bau etc. hätten sich sonst auf Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit einstellen müssen. So hat der warme Winter auch zur Entlastung der Sozialkassen beigetragen. Warme Winter sind die Freunde von armen Leuten! Schon wegen den Heizkosten.
Der Nairobi-Report
über die Klimakatastrophe - was ist wirklich dran? Ein Bericht mit Aufklärung. Die angebliche Klimakatastrophe ist die wirtschaftliche Basis einer weltweiten Religion, deren Kleriker aus dem Geldgewerbe mit weltweit gültigen CO2-Gutscheinen gegen Bares den 'Ablaß' verhandeln und so selber die besten Geschäfte machen. Denn Religionen ohne stabile Finanzierungsgrundlage existieren nicht lange. Eines sollte jedoch bedacht werden: wenn CO2 wirklich ein Schadstoff ist, auch noch global, dann ist dieses Geschäft ungesetzlich, im Prinzip verboten. Handel mit Schadstoffen ist nicht erlaubt. Aber was soll's: legal - egal - illegal - sch...egal - Geld stinkt nicht. Und das akzeptiert inzwischen sogar der einst so unbelehrbare aber nun gläubige Präsident aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat die Fördergesellschaft Windenergie ein bundesweites Register aufgebaut, in dem Windenergieanlagen-Hersteller Infos zum Standort, zur Zufahrt und Nabenhöhe einpflegen - so die aktuelle Meldung des Umweltverbandes. Sanitäter und Wartungstrupps hatten offensichtlich Probleme beim Auffinden der richtigen Windmühle. Möglicherweise auch so manche Feuerwehr. So können selbst ortsfremde Spaziergänger, welche einen Schaden entdecken, anhand einer gut sichtbar angebrachten Nummer mitteilen, um welche Anlage es sich handelt. Worum handelt es sich hierbei noch? Um die aktive Zuarbeit eines Umweltverbandes für die Windindustrie. Aber woher bezieht die Bundesstiftung ihre Gelder? Wohl aus öffentlichen Mitteln. Mit diesem Projekt entstehen natürlich auch Arbeitsplätze - aber Arbeitsplätze, welche dem energetischen Aufwand bei der Stromerzeugung zuzurechnen sind und nicht aus dem Energiegewinn mittels Windanlagen. Von der viel beschworenen Effizienz, mit der wir ebenfalls unser Klima schützen sollen, keine Spur. Eine sinnvoll und effizient funktionierende Volkswirtschaft benötigt Arbeitsplätze, welchen von einen mit möglichst geringen Energieaufwand erzeugten Strom profitieren - Arbeitsplätze, welche im Energiewandlungsprozeß bei der Stromerzeugng dahinter angesiedelt sind - und nicht davor. Und was die öffentlichen Rettungsdienste anbelangt - auch deren Arbeit dehnt sich nicht nur flächen- sonder auch kostenmäßig aus. Den von Windkraftanlagen produzierten elektrischen Strom können die Frauen und Männer bei ihrem Tun aber nicht einsetzen - Rettungsfahrzeuge etc. benötigen für ihren Betrieb auf ausgedehnteren Strecken herkömmliche Treibstoffe. Zum Beispiel auch, um von Windkraftanlagen ausgelaufendes Öl und diverse Brocken zu sichern und entsorgen.

Notfallinfo-System für unrentable Windenergieanlagen, Subventionen, Arbeitsplätze. Ein Leserbrief zu diesem Thema.
Die Installation eines Notfall-Infosystem für Windenergieanlagen (WEA) ist begrüßenswert. Denn, immer mehr Unfälle an Windenergieanlagen - Brände, Rotorbruch, Ölleckagen, Eiswurf etc. - sind zu vermelden. Aber, dass Windenergienutzung gemäß DBU-Info sich lohnt , ist zu allgemein formuliert. Windenergienutzung lohnt sich nur für die Investoren, weil sie es sich leisten können, mit viel Geld einzusteigen. Die Rechnung bezahlen alle Stromverbraucher über den Erneuerbaren-Energien-Anteil ihrer Stromrechnungen. Die Gutbetuchten unserer Gesellschaft verdienen an Otto Normal und den Sozialschwachen! Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne ist nur "rentabel“ durch Subventionen, Steuerabschreibungen und überhöhte Stromeinspeisevergütungen. Entfallen diese Vergünstigungen, stehen alle Windräder still und die Solarenergie/Photovoltaik ist dann am Ende!

Die ca. 35.000 Kohlearbeitsplätze werden wegen den zu hohen Subventionen abgebaut, die dreimal höher subventionierten 120.000 - 150.000 Arbeitsplätze in der Wind- und Solarstromindustrie - welche das erstrebte Ziel der Kohlendioxydeinsparung im Prinzip verfehlen - werden als Erfolg hingestellt! Welch ein Schwindel! Sind unsere Politiker so dumm, oder haben sie sich der fatalen, heuchlerischen  Umwelthysterie - die religiöse Züge annimmt - unterworfen? Vielleicht trifft in vielen Fällen auch beides zu!

Es ist höchste Zeit, dass das Erneuerbare Energiengesetz EEG abgeschafft wird. Einsparung von Kohlendioxyd durch die Erneuerbaren Energien können und werden nicht erreicht. Damit ist das eigentliche Ziel der hochsubventionierten Erneuerbaren-Energien-Wirtschaft - ein Fass ohne Boden - verfehlt!    Hermann Norff, Wesel

Vom Pandabär zum Eisbär. Das neue Wappentier der Klimaschützer. Der Eisbär prägt die gegenwärtige Medienlandschaft wie kein zweites Lebewesen. Keine Zeitung kommt ohne ein Foto des weißen Zottels aus.
Mit einem Pfotenstreich hat er Politiker und Schauspielerinnen
von den Titeln gewischt. Längst ist der Ursus maritimus zum Wappentier der Klimawarner aufgestiegen. DIE WELT von heute. 

10.02.2007
Fledermäuse und ihre Lebensräume werden zunehmend bedroht. Bei Errichtung, Änderung oder Abbruch baulicher Anlagen ebenso wie bei der Abholzung von Bäumen können die Wochenstuben der Fledermäuse zerstört oder ihre Lebens-und Jagdräume vernichtet werden. Ohne daß bislang abschließend geklärt werden konnte, warum und wie Fledermäuse durch Windenergieanlagen getötet werden, läßt sich doch inzwischen der Fledermausschlag an Windkraftanlagen als verbreitetes Phänomen nachweisen.
Über den Schutzstatus der Fledermäuse
und dessen Bedeutung in Bauleitplanungs- und Genehmigungsverfahren. Von Rechtsanwalt Dr. Christian-W. Otto, Berlin.

09.02.2007
Heizofen oder Backofen - Energiewirt oder Landwirt? -  Im Außenbereich ist eine Biogasanlage nicht zulässig, wenn der landwirtschaftliche Betrieb ausschließlich auf die Erzeugung von Biomasse ausgerichtet werden soll. Dies hat das Verwaltungsgericht Mainz entschieden
Gericht untersagt Biogas-Anlage
Klage eines Bubenheimer Landwirts abgewiesen. VG Mainz Az. 3 K 194/06.MZ 

1. Der Privilegierungstatbestand des § 35 Abs. 1 Nr. 6 BauGB für eine einem landwirtschaftlichen Betrieb zuzuordnende Biogasanlage setzt voraus, dass die Herstellung von Biomasse nicht Primärzweck des landwirtschaftlichen Betriebes ist.

2. Die gezielte Herstellung von Biomasse innerhalb eines landwirtschaftlichen Betriebes ist im Rahmen des § 35 Abs. 1 Nr. 6 BauGB zulässig. Die Biogasanlage wird aber dann nicht "im Rahmen" eines landwirtschaftlichen Betriebes errichtet und betrieben, wenn der Betrieb sowohl hinsichtlich seiner Flächen wie auch hinsichtlich der Betriebsabläufe dergestalt auf die Produktion von Biomasse ausgerichtet wird, dass der Schwerpunkt des Betriebes auf der Produktion von Biomasse liegt.

3. Die Anforderungen, die sich in dem in § 35 Abs. 1 Nr. 6 BauGB enthaltenen Tatbestandsmerkmal "im Rahmen" eines der dort genannten Betriebe ergibt, sind vergleichbar mit den Anforderungen, ddie das Vorliegen der Voraussetzungen des "Dienens" bei einem Teil der in § 35 Abs. 1 BauGB enthaltenen Privilegierungstatbestände ergeben.

08.02.2007
»Mehr Mut zu Erneuerbaren Energien« lautet der Aufruf des Lobbyverbandes Eurosolar mit der Behauptung, daß damit ein beschleunigter und umfassender Einstieg in ein neues Energiezeitalter möglich sei. Aber wer hat denn Angst vor ihnen - könnte man zurückfragen. Wir brauchen nicht mehr Mut, wir benötigen mehr verläßliche und abrufbare, dem Bedarf angepaßte Leistung, falls EE im konventionellen Stromnetz zu einer verläßlichen Stromversorgung beitragen sollen.
Der Aufruf gleicht einer Aufforderung zu einem Glaubensbekenntnis und hat mit der Realität einer sachdienlichen Stromversorgung nichts gemeinsam - eher mit dem Geschäftssinn einer vom Staat geförderten Politik.

Der sogenannte Klimaschutz hat sich zu einer weltweiten Religion mit geschäftlichem Hintergrund entwickelt und wird daher auch sein Ziel erreichen. Kritiker werden bereits als Leugner beschimpft und andere Meinungen ignoriert, übergangen oder als abwegig abgetan. Doch das Internet ist global und so lassen sich auch die weltweit verbreiteten anderen Meinungen recherchieren und die herrschende und politisch korrekte Mentalität hinterfragen.
Von der Modellgläubigkeit zur Modellhörigkeit
Was Klimamodelle wirklich aussagen - darüber informiert Dr. Wolfgang Thüne in seinem kritischen Beitrag gegen einen inzwischen von vielen Medien als unabweisbare Tatsache verbreiteten Glauben mit dem Weltuntergang als Hintergrund - und einem Ablaßhandel als rettendes Gegenmittel.

07.02.2007
Gemäß online-Wetterbericht herrscht heute in Südhessen Windstärke zwei. Schaut man zum Fenster hinaus, dann ist es eigentlich windstill - kein Zweiglein rührt sich, und aus den Heizungsschloten steigen Abdampffahnen senkrecht gen Himmel. Ein windarmer Tag im sowieso windschwachen Südhessen, welches zu den wärmsten Gegenden Deutschlands zählt und schon deswegen gern besiedelt, aber auch mit industrieller Infrastruktur hoch belastet ist. In politischen Perspektiven und Reden wird insbesondere Südhessen gerne als "Wirtschafts- und Technologiestandort" geführt - auch von der hessischen SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti, welche sogar aus der Autostadt Rüsselsheim stammt.

Laut hr-online.de möchte sie mit erneuerbaren Energien Hessen atomstromfrei machen und mit Gerätschaften für die Gewinnung von Wind- und Solarstrom die Leistungen der Blöcke A + B des Kernkraftwerkes in Biblis ersetzen. Für den Elektriker stellt sich da unvermittelt die Frage, welche Leistungen damit gemeint sind: die installierten oder die produktiven Leistungen? Die Bibliser Blöcke A + B bringen zusammen eine produktive Nettoleistung von 2.407 MW ins Netz. Wie bei Wärmekraftwerken gilt auch für sie die Regel: installierte Leistung = produktive Leistung, zu jedem gewünschten Zeitpunkt abrufbar. Gänzlich anders ist das mit Wind- und Solarkraftwerken. Deren Leistungsangaben repräsentieren stets den installierten und nicht den produktiven Wert. Der Unterschied läßt sich vergleichsweise am Beispiel eines Autos leicht erläutern. Steht es ungenutzt in der Garage oder auf dem Parkplatz, bzw. wird es in der Werbung vorgeführt, dann sind 100 PS der installierte Wert. Erst wenn es auf der Straße unterwegs ist, liefert es seine produktive Leistung, deren Höhe vom Fahrzeuglenker bestimmt wird. Die produktive Leistung kann hierbei von Null bis zum Maximalwert - dem installierten Wert - schwanken und wird bedarfsgerecht eingesetzt. Bedarfsgerechtes Autofahren bestimmt unser Leben, und daher ist - außer weltfremden Ideologen - noch niemand auf die Idee gekommen, dieses auf das von Sonne und Wind dargebotsmäßige Autofahren umzustellen und sich mit solarbetriebenen Fahrzeugen fortzubewegen, bzw. das wirtschaftliche Leben daraufhin einzurichten. Die Nutzung solarbetriebener Autos wäre kein technisches Problem, gäbe es die Unvereinbarkeit zwischen dem solaren Leistungsangebot und der menschlichen Leistungsnachfrage nicht. Dieses Problem macht sich besonders im Winter bemerkbar, wo das solare Leistungsangebot am geringsten und die menschliche Leistungsnachfrage am größten ist. Das Dilemma des wetterabhängigen Leistungsangebotes mit der zeitlich verschiendenen Leistungsnachfrage (im Fachjargon die "Phasenverschiebung") hat der Mensch mit Hilfe von steuerbaren Wärmekraftwerken gelöst (man bedenke, auch Autos haben eine Wärmekraftmaschine unter der Haube) und sich so den gegenwärtigen Lebens- und Entwicklungsstand gesichert.

Will nun die SPD die bedarfsgerecht lieferbare Leistung eines unliebsamen Wärmekraftwerkes gegen eines ihrer Lieblingskraftwerke austauschen, so klappt dies eben nur, wenn es genauso funktioniert. Andernfalls sollte sie auch mit der Forderung antreten, doch aus Gründen des Klimaschutzes die mit Wärmekraftmotoren angetriebenen und bereits dezentral betriebenen Autos gegen solar- und windstrombetriebene auszutauschen.

Mit dem Anspruch, das Kernkraftwerk in Biblis gegen Wind- und Solarstromanlagen zu ersetzen, kann die SPD nur bei fachlich unbedarften und
hörigen Menschen einer angstmachenden Politk  punkten, um auf diese Weise 'demokratische' Mehrheiten zu finden. Darauf scheint es ihr anzukommen. Daß eine jeden Abend untergehende Sonne sämtliche exorbitant teuren Solarstromanlagen abschaltet und damit deren jeweilige Leistung von einem zufälligen und tageslichtabhängigen Leistungswert auf Null herab regelt, daran erinnert die Volkspartei mit dem Wörtchen 'sozial' im Namen nicht. Würden in Hessen Solarstrom-Großanlagen mit insgesamt 2.407 MW installiert - wozu ca. 2.500 ha Freiflächen erforderlich wären, dann hätten sie zwar die installierte Leistung des KKW in Biblis ersetzt, aber nicht deren produktive Leistung. Die Sonne läßt es nicht zu. Nun könnte man auch noch Windkraftanlagen mit 2.407 MW in die Landschaften dazu stellen. Da Wind und Sonne aber nicht im Sinne der Stromverbraucher kooperieren, ergibt das nur einen Gerätemix und keinen bedarfsgerchten Leistungsmix. Das Ergebnis dieser Kombination wären an einem wind- und sonnenarmen Tag wie heute ein stromarmes Hessen und würde letztlich dazu führen, daß Hessen elektrische Energie über Hoch- und Höchstspannungsleitungen einführen müßte. Zum Beispiel aus Frankreich, wo sich die dortigen Stromversorger ins Fäustchen lachen und den Strompreis für die dummen Hessen kräftig anheben würden. Unsere Schweizer Nachbarn würden da gewiß auch gerne aushelfen - mit 'Ökostrom' aus Wasserkraft, gewonnen aus ihren Pumpspeichern, welche sie zuvor mit billigem französischem Atomstrom gefüllt haben.

Hier soll einmal daran erinnert werden, daß einst im Jahr 1981 die hessische SPD einen Beschluß gefaßt hatte, in Biblis noch einen KKW-Block C zu errichten. Vielleicht sollten ihre Experten mal nachschauen, ob der Platz dafür heute noch frei ist und sich brauchbare Gedanken über die zukünftige Stromversorgung machen und nicht ständige Suggestionen über das baldige Ende der Kohle verbreiten. Es ist abzusehen, daß wir bald froh sein werden, daß es in Deutschland noch für lange Zeit Kohle geben wird. Das SPD-Programm wird dazu führen, daß der Netzausbau auf Kosten der Endverbraucher für die vielen Einzelanlagen nicht reduziert sondern erweitert werden muß und die Wärmekraftwerke trotzdem bleiben oder durch neue und moderne ersetzt werden.
SPD wirbt für atomfreies Hessen
Bleibt nun noch die Frage, wie die gegenwärtige Regierungspartei CDU mit diesem Nonsensprogramm der SPD argumentativ umgeht: wird sie in der Lage sein, im kommenden Wahlkampf inhaltliche und bürgerverständliche Aussagen gegen diesen Unsinn vorzutragen oder wird sie lediglich mit Allgemeinpolemiken und plakativ porträtierten Schönheitswettbewerbern dagegen antreten?

Weil nach Angaben eines Betroffenen die NRW-Justiz seit 1999 ein solarkritisches Sachverständigen-Gutachten unterschlägt, hat dieser nun Strafanzeige und Strafantrag gegen Frau NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter wegen Verfolgung Unschuldiger nach § 344 StGB und Strafvereitelung im Amt nach § 258a StGB erstattet.
Strafanzeige gegen NRW-Justizministerin Müller-Piepenkötter
»Hintergrund für diese politische Einflussnahme ist die Tatsache, dass von der NRW-Justiz seit 1999 ein solarkritisches Sachverständigen-Gutachten unterschlagen wird, was vom LG Bochum im Jahre 1998 selbst in Auftrag gegeben worden ist. Das solarkritische Ergebnis dieses Gutachtens passte aber bis heute nicht in das "Konzept" der herrschenden Klasse, so daß ... « Weiter im Presseanzeiger.de 07.02.2007
 
06.02.2007
»Naturparks und der Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald sind - wie das bereits ausgeschlossene Unesco-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal - als Vorrangstandorte für Windkraftanlagen ungeeignet«. So lautet ein Beschluss, den der Landrat Matthias Wilkes als stellvertretender CDU-Vorsitzender in der Regionalversammlung Südhessen begründete. Nur zwei Gegenstimmen hätte es bei über hundert Städten und Gemeinden im Bereich des Geoparks gegeben.
Teilerfolg gegen Windkraft
Beschluß der südhessischen Regionalversammlung. Sie will keine Vorrangflächen für Rotoren im Geopark - Regierungspräsidium prüft bis 2008 ... Darmstädter Echo vom 06.02.2007.

Interessant ist hierbei die Feststellung des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), »welcher die Ablehnung der Vorrangflächen als "ideologisch verblendete Entscheidung zu Lasten des Klimaschutzes" bezeichnete. Der Landrat müsse sich die Frage gefallen lassen, warum ein Atomkraftwerk wie Biblis die Schönheit der Landschaft weniger beeinträchtige als ein Windpark bei Bürstadt«. Für den BUND ist das ist keineswegs eine intelligente Frage - kann man dazu nur anmerken und die Gegenfrage stellen: was hat ein Windpark mit einem Kernkraftwerk zu tun? Schließlich geht es um die Stromversorgung eines industriell geprägten Raumes über Südhessen hinaus. Beide erzeugen Strom - richtig, und beide greifen in das Landschaftsbild ein. Das Kernkraftwerk vollbringt dies aber verläßlich für Südhessen, sogar einschließlich der Aktivitäten des Umweltverbandes. Dagegen nutzt der Windpark
als ein elektrotechnisches Anhängsel und nicht als autarker Stromerzeuger die Infrastruktur des Kernkraftwerkes - jene von dort auch nach Bürstadt abführenden Hochspannungsleitungen. Wer keine Kernenergie mag muß sich vom ideologisch verblendetem Klimaschutz verabschieden und für den Rhein-Main-Neckar-Ballungsraum auf Kohle setzen. So einfach ist das. Man bedenke zudem die notorische Windarmut im Oberrheinbecken. Die daraus abzuleitende 'Stromarmut' müßte dann wohl mit Holzkraftwerken etc. aus dem Geopark Odenwald kompensiert werden, oder? Dem BUND scheinen die Dimensionen nicht klar zu sein. Daher könnte der angesprochene Landrat ebenso einfach gegenfragen: Ob der BUND bei seinen Abwägungsgedanken schon einmal darüber nachgedacht hat, wie man für eine verläßliche Güterversorgung bei gleicher Leistungserbringung schwergewichtige Lastkraftwagen gegen Fahrräder austauschen könne, was (nebenbei erwähnt) bei vielen Speditionen eine Menge Arbeitsplätze schaffen würde.

Südhessische Sozialdemokraten hatten ihren obersten Energie-Guru, den Experten aus der Bundespartei zum Vortrag geladen. Als promovierter Rechts-, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler verstand Dr. Hermann Scheer es prächtig, seine Parteigenossen gnadenlos mit seinen Sprüchen über den Energiewechsel als Schlüsselfrage der Zivilisation zu veralbern (Echo-online vom 06.02.2007). Dafür bekam er sogar heftigen Applaus. »Beim Argument Landschaftsschutz dürfe nicht vergessen werden, daß nur eine dezentrale Energiegewinnung die Zerstörung der Landschaft vor dem Austrocknen wie vor flutartigen Regenfällen langfristig schützen könne. Zudem könnten die 193.000 Hochspannungsmasten in Deutschland nach und nach abgebaut werden« - so der Tenor seines Vortrages über die ungewöhnlichen Leistungen der erneuerbaren Energien, welche die Landschaft gleichzeitig vor flutartigen Regenfällen und vor dem Austrocknen bewahren und dazu beitragen sollen, 193.000 Hochspannungsmasten abzubauen. Vordergründig sollte man doch eigentlich annehmen, daß EE-Gerätschaften dazu dienen sollen, elektrische Leistungen für eine verläßliche Stromerzeugung zu produzieren. Aber das scheint den Sozialdemokraten im Odenwald wohl gar nicht wichtig zu sein. Da die Genossen ja nicht die Stuttgarter Zeitung vom 14.01.2007 gelesen haben, können sie auch nicht wissen, daß ihr Energieexperte darin per Interview von ganz anderen Wahrheiten redet: von 250.000 Hochspannungsmasten, welche im Gegensatz zu Windkraftanlagen die Landschaft verschandeln.

Die Phantasien des mit EE-Preisen hochdekorierten Präsidenten aus der regenerativen Branche und Mitglied des SPD-Parteivorstandes liegen mit den praktizierten Realitäten jedoch weit auseinander. Während Dr. Scheer seine Leute auf den Abbau von Hochspannungsmasten und -leitungen einstimmt, planen die Praktiker aus der Starkstrombranche, wie es demnächst eigentlich erst richtig mit dem Ausbau los gehen könnte und was dabei zu tun und zu beachten sei, um das länderübergreifende Problem "Engpaßmanagement - Intra-Day-Handel - Windenergie" zu bewältigen. Die folgenden Zeilen mögen dies verdeutlichen. Wie das mit wegen der Windenergie abgebauten Hochspannungsleitungen funktionieren soll, dafür dürfte sich bei der angekündigten Veranstaltung mit Sicherheit kein Dozent finden. Vielleicht sollte Dr. Scheer daran teilnehmen und die Anwesenden darüber aufklären, wie man ein bundesweites
Engpaßmanagement mittel EE-Anlagen ohne Hochspannungsleitungen bewerkstelligt. Als seine Begleiterin wäre noch die eloquente südhessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti zu empfehlen, welche gleichzeitig das von Dr. Scheer verifizierte 'EE-Energiemanagement' als Teil ihres Landtagswahlprogrammes für das nächste Jahr dort vorstellen könnte.

Einladung der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (ETG)
Sehr geehrte Damen und Herren,
eine möglichst freie Nutzung der Netze und damit auch der verfügbaren Kapazitäten der Netzengpässe an den Länder- oder Regelzonengrenzen liegen im Interesse der Kraftwerksbetreiber, Stromkunden und Händler. Demgegenüber steht, dass der zunehmende Handel und die verstärkte Einspeisung aus Windenergieanlagen die Netze bereits heute deutlich höher und weniger gut prognostizierbar auslasten und somit die Versorgungssicherheit gefährden können. Ein Schwerpunkt der internationalen Dreiländer-Tagung D-A-CH 2007 "Engpaßmanagement - Intra-Day-Handel - Windenergie" am 8. und 9. Mai 2007 in München ist daher eine ausführliche Analyse der Ursachen, Möglichkeiten zur
Quantifizierung von Netzengpässen, technisch-betrieblichen Abhilfemaßnahmen und verschiedenen Marktmechanismen zur Allokation beschränkter Übertragungskapazität.
Regelzonen- und länderübergreifender Intraday-Handel gibt den Netznutzern die Möglichkeit, die Bilanzabweichungen für ihre Bilanzkreise in mehreren Regelzonen gemeinsam und kurzfristig zu vermindern. Die Beiträge des zweiten Konferenztages widmen sich daher den heutigen Möglichkeiten zum Intraday-Handel in verschiedenen Ländern, stellen die betriebliche Abwicklung der kurzfristigen Geschäfte dar und berichten über die bisherigen Erfahrungen verschiedener Marktteilnehmer.
Experten verschiedener Interessensgruppen aus den besonders betroffenen Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz und angrenzenden Ländern werden ihre unterschiedliche Sichtweise darlegen und diskutieren. Ergänzt werden die praxisnahen Ausführungen durch eine intensive Aufarbeitung der Themen aus Wissenschaft, Politik und Regulierungsbehörden.
Der Besuch dieser Tagung ist für Mitarbeiter von Kraftwerksbetreibern, Großverbrauchern, Netzbetreibern, Stromhändlern, Hochschulen, Industrie und Aufsichtsbehörden von aktuellem Interesse. Das ausführliche Einladungsprogramm steht für Sie unter www.vde.com/dach2007 zum Download bereit. 
Die Abbildung zeigt den Verlauf der Autostrecke zwischen den genannten Orten Beauly und Denny
Von wegen Abbau der Hochspannungsleitungen - im Gegenteil: überall sind die gleichen Klagen zu vernehmen. In den schottischen Highlands wird wegen der Ableitung des Windstromes die größte bisher geplante Hochspannungsleitung der schottischen Geschichte von Beauly in der Nähe von Inverness nach Denny im Süden, nahe Glasgow und Edinburgh, geplant. Ein Zusammenschluß führender Umweltgruppen samt angestammten Einwohnern stemmt sich gegen die 320 Mill. engl. Pfund teure Leitung mit ca. 600 neuen á 200 Fuß hohen Hochspannungsmasten über den schottischen Hochlandrücken.
Big guns target green power pylons
Gewichtige Personen zielen gegen die Grünstrom-Masten. Sie bezeichnen sich als die "Beauly-Denny Landscape Group", eine Allianz, bestehend aus "National Trust for Scotland", "John Muir Trust", "Ramblers Association", "Association for the Protection of Rural Scotland", "Mountaineering Council of Scotland" and "Scottish Wild Land Group". Unterstützt werden sie von Adeligen, leitenden Politikern und Sportstars, welche glauben, daß die 600 neuen Strommasten Wunden in ihre Landschaft schlagen. Sie plädieren für eine Verlegung der Leitung in den Boden.

04.02.2007
Naturschutz stoppt Straßenbau - Bundesverwaltungsgericht: Beste einschlägige wissenschaftliche Erkenntnisse zum Schutz von Flora, Fauna und Lebensräume erforderlich - Zweifel gehen zu Lasten des Vorhabens - Alternativen müssen ernsthaft geprüft werden. Ob das Urteil BVerwG 4 A 11.04 des Bundesverwaltungsgerichtes auch auf Windkraftanlagen anwendbar ist - Naturschutz stoppt Windkraftausbau? Planer müssen eine Verträglichkeitsprüfung nach strengen EU-Maßstäben vornehmen und nach Europarecht zwischen Naturschutz und öffentlichen Interessen neu abwägen. Dabei müssen Alternativlösungen geprüft werden. Legt man diesen Maßstab auf riesige Windkraft- und flächendeckende Solarstromanlagen an, dann wäre erst einmal die Feststellung zu treffen, daß diese Gerätschaften keine Alternativen zur herkömmlichen Stromversorgung sind, sondern Additive. Also technische Anlagen, welche in der Landschaft hinzukommen und nicht anstatt Kern- oder Kohlekraftwerke. Als weiterer Aspekt wäre zu beachten, daß die angebliche CO2-Vermeidung nirgends gemessen wird - und soweit überhaupt existent - an jedem Netzanschlußpunkt unterschiedlich wäre. Abhängig davon, wie ein bestimmter Netzbereich von welchem Kraftwerkstyp dominant versorgt wird. Naturschutzstreitigkeiten basieren im wesentlichen auf lokale/regionale Eingriffe in die Landschaft, dementsprechend sollten auch EEG-Anlagen mit ihren angeblichen CO2-Vermeidungen an ihrem jeweiligen Standort im Netz beurteilt werden.

Beispiel: Im Schweinfurter Land, der unmittelbaren Umgebung des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld, gibt es eine Menge Solarstromanlagen. Wer meint, mit dem daraus in das E-Netz eingespeisten Strom CO2-Vermeidung zu betreiben, irrt sich, bzw. unterliegt einer offiziell verbreiteten Täuschung. Sofern überhaupt wirksam, dann stehen sich im Netz zwei CO2-freie Erzeuger gegenüber - Solarstromanlage gegen ein CO2-freies Kernkraftwerk. Was gegebenenfalls auch für Windkraftanlagen gilt. Nach den Regeln der Elektrotechnik nimmt elektrischer Strom aus einem Kraftwerk stets den kürzesten Weg zum Verbraucher. Die Umgebung von Schweinfurt etc. ist also bereits mit CO2-freiem Strom bedient. Die Wahrscheinlichkeit, daß - überhaupt in Bayern - Strom aus Solar- und Windkraftanlagen im Umkreis eines Kernkraftwerkes Kohlestrom aus Nordrhein-Westfalen verdrängt, dürfte eher gegen Null gehen. 


Bei der gebotenen Prüfung, ob eine Abweichung vom Grundsatz des Schutzes der Natur zulässig ist, muß in diesen Fällen der Vorhabensträger den Nachweis erbringen, daß zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses die Durchführung des Vorhabens erfordern. Das öffentliche Interesse an einer CO2-freien Stromversorgung mit Wind- und Solarstromanlagen kann an solchen Stellen oder Standorten (KKW-Umgebung) nicht nachgwiesen werden - weil weder meßbar noch wirksam - und dem öffentlichen Interesse des Natur- und Landschaftsschutzes ist daher der Vorrang einzuräumen. 

Kommentierung des Urteils von Moeller-Meinecke.de:
1. Der Bau der Bundesautobahn A 143 (Westumfahrung Halle) kann bis auf weiteres nicht fortgesetzt werden. Eine gegen dieses Vorhaben gerichtete Klage eines Naturschutzvereins hatte beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig insoweit Erfolg. Gegenstand der streitigen Planfeststellung ist im Wesentlichen ein etwa 12 km langes Teilstück der A 143, das im Naturpark "Unteres Saaletal" zwei Schutzgebiete nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) queren soll ("Muschelkalkhänge westlich von Halle" und "Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich Halle"). Die A 143 ist im gesetzlichen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen als "vordringlicher Bedarf" aufgeführt und gehört zu den "Verkehrsprojekten Deutsche Einheit". Fertig gestellt ist bislang das südliche Teilstück der A 143 von der A 38 bis zur Anschlußstelle Halle-Neustadt (Knotenpunkt mit der B 80).

2. Die Baustopp-Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts
Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, daß die Planfeststellung trotz darin vorgesehener konfliktmindernder Maßnahmen (z.B. dem Bau von Grünbrücken im Bereich der FFH-Gebiete) bislang nicht den Anforderungen des europäischen Naturschutzrechts genüge. Die Querung von FFH-Gebieten durch eine Autobahntrasse löse ein strenges Schutzsystem aus, dessen Einhaltung der umfassenden gerichtlichen Kontrolle unterliege. Der Träger des Vorhabens habe in einer FFH-Verträglichkeitsprüfung unter Berücksichtigung der besten einschlägigen wissenschaftlichen Erkenntnisse den Nachweis zu führen, daß eine Beeinträchtigung der Erhaltungsziele der FFH-Gebiete ausgeschlossen sei. Im Grundsatz könnten dabei zwar auch Schadensminderungs- und Schadensvermeidungsmaßnahmen zum Schutz der FFH-Gebiete berücksichtigt werden. Verbleibende Zweifel hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Maßnahmen gingen aber zu Lasten des Vorhabens.

Bestehen aus wissenschaftlicher Sicht vernünftige Zweifel an der Tragfähigkeit der Risikoeinschätzung oder des vorgesehenen Risikomanagements, darf die Verträglichkeitsprüfung - so das Gericht - nicht mit einem positiven Ergebnis für das Vorhaben abgeschlossen werden. Vielmehr könne das Vorhaben dann nur aufgrund einer Abweichungsprüfung zugelassen werden. Dabei müsse der Nachweis erbracht werden, dass zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses die Durchführung des Vorhabens erforderten, denen durch eine die FFH-Gebiete weniger oder gar nicht beeinträchtigende Alternativlösung nicht genügt werden könne. Außerdem müßten alle notwendigen Ausgleichsmaßnahmen zur Sicherung des Zusammenhangs des europäischen ökologischen Netzes "Natura 2000" ergriffen werden. Seien in der FFH-Verträglichkeitsprüfung nicht zu sämtlichen sich konkret abzeichnenden Risiken die besten einschlägigen wissenschaftlichen Erkenntnisse abgerufen, dokumentiert und berücksichtigt worden, "infizierten" derartige Mängel notwendig auch eine nachfolgende Abweichungsprüfung.

In Anwendung des im Fachplanungsrecht anerkannten Grundsatzes der Planerhaltung sei im beschränkten Umfange zwar eine Fehlerheilung noch im gerichtlichen Verfahren möglich. Der FFH-Verträglichkeitsprüfung anhaftende Ermittlungsdefizite könnten regelmäßig aber nicht durch nachträglichen Vortrag im Prozeß aufgefangen werden, sondern erforderten ein ergänzendes Verfahren. Ein solches Verfahren habe das beklagte Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hier hinsichtlich des - im Planfeststellungsbeschluß nicht behandelten - Artenschutzes für Fledermäuse bereits eingeleitet. In dieses Verfahren und die daraufhin ergehende Entscheidung werde nunmehr auch der Gebietsschutz nach der FFH-Richtlinie einzubeziehen sein, soweit die gerichtliche Überprüfung zu Beanstandungen geführt habe. Dementsprechend sei der Planfeststellungsbeschluß für rechtswidrig zu erklären und außer Vollzug zu setzen. BVerwG 9 A 20.05 - Urteil vom 17. Januar 2007

3. Die Bedeutung für die Praxis
Das BVerwG bestärkt mit der Entscheidung den hohen Rang des europäischen Naturschutzrechts für Infrastrukturplanungen. Das von einer Planung ausgehende Risiko für Flora - Fauna - Habitatschutzgebiete bedarf einer sehr sorgfältigen Prüfung.

(1) Schon vernünftige Zweifel an der Tragfähigkeit der Risikoeinschätzung oder des vorgesehenen Risikomanagements zwingen die Planfeststellungsbehörde dazu, die Verträglichkeitsprüfung nicht mit einem positiven Ergebnis für das Vorhaben abzuschließen.

(2) Bei der dann gebotenen Prüfung, ob eine Abweichung vom Grundsatz des Schutzes der Natur zulässig ist, muß der Vorhabensträger den Nachweis erbringen, daß zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses die Durchführung des Vorhabens erfordern.

(3) Weiter muß der Vorhabensträger durch eine sorgfältige Prüfung von Alternativen nachweisen, daß durch eine die FFH-Gebiete weniger oder gar nicht beeinträchtigende Alternativlösung der Konflikt nicht zu lösen ist.

(4) Außerdem müssen alle notwendigen Ausgleichsmaßnahmen zur Sicherung des Zusammenhangs des europäischen ökologischen Netzes "Natura 2000" vom Vorhabensträger ergriffen werden.

(5) Sind in der FFH-Verträglichkeitsprüfung nicht zu sämtlichen sich konkret abzeichnenden Risiken die besten einschlägigen wissenschaftlichen Erkenntnisse abgerufen, dokumentiert und berücksichtigt worden, "infizierten" derartige Mängel notwendig auch eine nachfolgende Abweichungsprüfung.

Damit ist der Rahmen für einen strengen Schutz des europäischen ökologischen Netzes "Natura 2000" vom BVerwG gesetzt worden.

Schutzgemeinschaft Deutsches Klima e.V. - Deutschland als Vorreiter in Europa, die EU weltweiter Vorreiter! Packen wir's an, es gibt viel zu tun! Wo sind die administrativen Vereinsgründer? Klimaschutz schafft Arbeitsplätze! Eloquente Verkäufer für den staatlichen Klimaschutzbrief (Bundesschätzchen) gesucht!

Le Figaro, January 29, 2007 - Late news: Gore is cleaning up:
Rumor: Al Gore to be nominated  for the Nobel Peace Prize:  the Mother  Theresa  of the  climate. Except  that Mother Theresa gave of herself unselfishly while Gore asks for $120,000 for a lecture.

03..02.2007
Weder Windenergie, noch die Solarstrahlung, auch nicht die Biomasse sind für die Kernenergie ernst zunehmende Konkurrenten. Sie sind allenfalls deren kleine, aber teure 'Schwestern' im Netz. Weil sie Energien von der Erdoberfläche sind, werden deren Gerätschaften diese auch konsequenterweise zunehmend verunstalten und vielen Menschen und Tieren ihren angestammten Lebensraum nehmen. Nicht der Klimawandel wird 'Klimaflüchtlinge' produzieren, sondern die großflächige und intensiv genutzte Erdoberfläche für die Strom- und Kraftstofferzeugung mittels Wind-, Solar- und Bio-Energien. Im Vergleich zur Kernenergie kann es neben der Braunkohle nur noch die Steinkohle - eine gesicherte und verläßliche Stromversorgung leisten. Sie ist im internationalen Vergleich zwar kostspielig, kommt aber aus den Tiefen der Erde. Wenn bekannte Institute bei volkstümlichen Umfragen mit einer Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie hausieren gehen, sollten sie sachlicherweise auch die jeweilige Folgeerscheinung daraus klarstellen - daß es auch nur dann Strom gibt, wenn es genügend weht oder der Tag eine ausreichende Helligkeit liefert. So könnte sich politischer Streit im wesentlichen auf die beiden wichtigsten Primärenergieträger - Kohle / Kernenergie - beschränken. Und viel Geld könnte sinnvoll und für anders notwendige Sachen bereitgestellt werden.
  
Entwicklung der Steinkohlesubventionen und der inhärenten Subventionen der regenerativen Energien mittels dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
von Prof. Dr. Ing. Helmut Alt

Aus Gründen der Subventionsbelastung ist das Ringen um die Steinkohlesubvention unverständlich. Die Steinkohlesubvention ist zum Ausgleich der höheren Produktionskosten der deutschen Steinkohle mit 150 €/t gegenüber der Importkohle mit 60 €/t erforderlich. Mit dem spezifischen Energieinhalt der Steinkohle von 8,14 kWh/kg und einem Kraftwerkswirkungsgrad von 45% ergeben sich die Primärenergie - bezogenen Stromerzeugungskosten zu:

Dieser Subventionsbedarf ändert sich mit der jeweils zugestandenen Menge deutscher Steinkohle-Stromproduktion. Für die Kalkulation der gesamten Stromerzeugungskosten aus Steinkohlekraftwerken kommt der Fixkostenanteil für den Kapitaldienst von rd. 2 Ct/kWh hinzu, so daß sich die Stromerzeugungskosten aus diesen Kraftwerken zu 6,1 Ct/kWh für deutsche Steinkohle bzw. 3,6 Ct/kWh für Importkohle ergeben, bei planmäßiger Verfügbarkeit der elektrischen Energie zur Höchstlastzeit.

Im Vergleich dazu betragen die Stromerzeugungskosten aus den regenerativen Energien Wind rd. 9 Ct/kWh und aus Sonnenenergie über 50 Ct/kWh bei nur dargebotsabhängiger Verfügbarkeit und ohne reelle Aussicht nennenswerter Kostendegression, diese sind jedoch CO2-freie Energien. Dies zeigt die wirtschaftliche Problematik.


Steinkohlekraftwerke liefern nicht nur verläßlichen Strom sondern rechnen sich auch! Beide Faktoren dürften doch bedeutsamer sein, als der Glaube an eine menschgemachte 'Klimakatastrophe', deren Eintreffen mit einem ordinären Ablaßhandel mittel Emissionszertifikaten verhindert werden soll. Wie wir wissen, hat inzwischen selbst der amerikanische Präsident den Klimawandel öffentlich respektiert. Die Begründung dafür ist einfach: Geld regiert schließlich die Welt und nicht die Amerikaner unter George W. Bush. Der Glaube an die 'Klimakatastrophe' wäre sehr schnell beendet, käme elektrischer Strom zum Betrieb für Haus- und Fernheizungen nur noch aus Wind- und/oder Solarkraftwerken. Daß sich erneuerbare Energien ganz offensichtlich nicht rechnen, offenbart eine ganz praktische Art von Umfrage: die allergrößte Mehrheit wechselt eben nicht zu den Verkäufern von 'Ökostrom', sondern bleibt als Kunde lieber bei herkömmlichen Versorgern aus Kohle- und Kernenergien. Rotorbruch bei testorf
 
In Wiesbaden befindet sich ein Steinkohlekraftwerk in Planung Wie teuer und wie groß das geplante Steinkohlekraftwerk werden soll, steht noch nicht fest. In der für die Realisierung des Vorhabens entscheidenden Frage gibt sich KMW-Vorstand Dr. Werner Sticksel aber optimistisch: "Die Anlage kann wirtschaftlich betrieben werden."
Kraftwerk rechnet sich

Laut Vorlage des KMW-Vorstandes zur Aufsichtsratssitzung am 9. Februar beantragt der Vorstand, das Investitionsbudget "für ein Kohleheizkraftwerk mit einer Leistung von ca. 823 Megawatt auf rund 1,2 Milliarden Euro" zu erhöhen.... Wiesbadener Tageblatt vom 03.02.2007.

Zerfleddertes Windradzurück auf der Erde - schreibt die Schweriner Volkszeitung. Starker Wind hätte die Reparaturarbeiten an dem nach einem Sturmschaden zerstörten Rotorblatt verzögert ...
Gesamter Text steht in der Schweriner Volkszeitung vom 02.02.1007.

01.02.2007
Der vor einigen Tagen von der Union for the Co-ordination of Transmission of Electricity (UCTE) veröffentlichte Endbericht über den europaweiten Blackout am 04.11.2006 listet im Abschnitt fünf als eine Hauptursache auf:
MAIN CAUSE 1: Non fulfillment of the «N-1» criterion - keine ausreichende Erfüllung des n - 1-Kriteriums und begründet dies wie folgt: »The N-1 criterion is a basic operation principle in UCTE; it is of major importance to prevent disturbances. This rule requires that any single loss of transmission or generation element should not jeopardize the secure operation of the interconnected network, that is, trigger a cascade of line trippings or the loss of a significant amount of consumption«.

Die Erfüllung des (n - 1)-Kriteriums ist die grundlegende Verpflichtung aller am Übertagungssystem beteiligten Netz- und Kraftwerksbetreiber. n - 1 (n minus 1) bedeutet, daß bei Ausfall eines Generators oder einer Leitung (bzw. eines Systems) die verbleibenden Anlagen die dadurch auf sie hinzukommende Mehrlast übernehmen können. Schlichtes Beispiel: Fällt in einem Verbund aus zehn (n) dezentral im Land verteilten Kraftwerken störungsbedingt eines (-1) aus, dann müssen die restlichen neun so bemessen sein, daß sie die Last weiterhin unterbrechungsfrei übernehmen können. Das funktioniert geschickterweise dann auch so, daß Stromverbraucher den Ausfall eines Kraftwerkes garnicht bemerken. Was für Kraftwerke gilt, gilt auch für das Leitungssystem im Ü-Netz. Schaltet eine Leitung störungsbedingt ab, dann muß der Lastfluß ohne Unterbrechung auf den anderen Leitungen sichergestellt bleiben. Vorraussetzung für das Funktionieren dafür ist, daß die beteiligten Anlagen nicht bereits an ihrer Leistungsgrenze arbeiten, also Reserveleistung für die Kompensation eines anderweitigen Störungsfalls beinhalten. Auf obiges Beispiel angewendet: Alle zehn Kraftwerke sind nur zu 90% ausgelastet, 10% Leistungsvorhaltung dienen der Reserve.

Die dauerhafte Einhaltung des (n - 1)-Kriteriums setzt voraus, daß Kraftwerks- und Netzausbau mit einander harmonieren. Mit dem Ausbau der Windkraft war dies in der Vergangenheit keineswegs erfolgt. Das System der Windkraftanlagen mit derzeit ca. 20.000 MW installierter Leistung - mehr als sämtliche derzeit bei uns in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke - wurde ohne den dafür notwendigen Netzausbau sukzessive einfach integriert. Das hat zwar die Zahl der örtlich dezentral verteilten Kraftwerke kräftig erhöht, damit aber keineswegs das (n - 1)-Kriterium verbessert. Auch deswegen nicht, da sie nicht autark arbeiten.

a) Windkraftwerke sind im Störungsfall, wenn deswegen von verbleibenden Systemen schlagartig Mehrleistung angefordert wird, nicht (n - 1)-fähig. Sie liefern immer nur die jeweils den örtlichen Windverhältnissen entsprechende Leistung und können daher bei Bedarf nicht plötzlich mehr abliefern (Reserve ausfahren). Im ungünstigen Fall befinden sie sich gar im Stillstand. Erhöhung oder Erweiterung der Netz- und Versorgungssicherheit macht nur Sinn mit autarken (nicht autonomen) Kraftwerken, deren im Bedarfsfall notwendige (Mehr)Leistungen von Netzleitstellen angefordert werden können. Mit dem Begriff 'Autonomie' geht Dr. Hermann Scheer, der SPD-Energieexperte, hausieren. In seinem Buch "Energieautonomie - Eine neue Politik für erneuebare Energien" meint er offensichtlich, den gesellschaftspolitischen Begriff 'Autonomie' gegen den technisch funktionalen 'Autarkie' in der angewandten Elektrotechnik austauschen zu müssen. Daran wird bereits erkennbar, daß er als Wirtschaftler und Sozialpolitiker überhaupt nicht begreift, worum es in der technischen Praxis geht. Die Praxis zeigt nämlich, daß sich die vielen Windkraftwerke zur unkalkulierbaren Belastung des Netzes entwickelt haben und nicht zu dessen Entlastung. Was sich mit dem hektarweiten Ausbau von Fotovoltaikanlagen zusätzlich verschlimmert.

b) Kraftwerksausbau und Netzausbau verliefen mit dem Aufstellen tausender Windkraftanlagen disharmonisch - das wurde von der Politik lange ignoriert und mißachtet, so lange, bis es darum ging, die gewaltigen Offshore-Leistungen ans Netz zu bringen (Stichwort: dena-Gutachten). Auch Übertragungsleitungen müssen zwecks Erfüllung des (n - 1)-Kriteriums redundant - im techn. Sinne -  mehrfach vorhanden sein. Bei der Privilegierung der Windkraftanlagen im Baugesetzbuch wurde aber taktischerweise vergessen, den Bau der ebenfalls dafür notwendigen Übertragungsleitungen zu privilegieren. Dies hätte wohl einen Aufschrei aller akkreditierten Natur- und Umweltschützer, sowie von autonomen Bürgerinitiativen und Fanatikern aus diversen anderen Szenerien nach sich gezogen, welche schließlich schon in den 80er und 90er Jahren gegen die Hochspannungstrassen - als Krakenarme der Kernkraftwerke - angetreten waren (Stichwort: Gorleben, Brokdorf, Wackersdorf).

Zurück zum UCTE-Bericht: »On November 4, after switching-off the 380 kV double circuit line Conneforde-Diele, the E.ON Netz grid (including some of its tie-lines) was not in “N-1” secure conditions. This violation of the N-1criterion has been identified by the Investigation Committee as the first main cause of the disturbance«. Dieser Satz impliziert, daß während der Schiffspassage die von Conneforde über die Ems nach Diele führenden - doppelt vorhandenen - Stromkreisleitungen abgeschaltet wurden. Im Klartext: für diesen spezifischen Fall mußte aus Sicherheitsgründen auch zwangsläufig die redundante, der Reserve dienende Leitung mit abgeschaltet werden - weil sie beide an einer Stelle die Ems überqueren. Dies hatte ausgereicht, das E.ON-Netz nicht mehr (n - 1)-sicher zu halten, wie die Untersuchungskommission vermerkt. Die Folge war ja damals auch, daß sich der im Nordosten Deutschlands produzierte Windstrom für seinen nach Westen führenden Weg eine andere Leitung suchen mußte - über an der Grenzbelastung fahrende Leitungen eines anderen Betreibers - RWE, diese überforderte und die Schutzmaßnahmen in Form automatischer Abschaltungen greifen ließen. E.ON hatte als Hauptursache seine (n - 1)-Verpflichtung verletzt, so schließlich ein Konsens im Bericht (This violation of the N-1 criterion has been identified by the Investigation Committee as the first main cause of the disturbance).

Als weiterer Hauptgrund wird eine unbfriedigende Koordination der Ü-Netzbetreiber untereinander bemängelt. Die nach dem Abschalten der Leitung von Conneforde nach Diele mit dem Nachbarn notwendigen Absprachen zwecks Umleitung des Stromflusses seien nicht ausreichend gewesen. (
»MAIN CAUSE 2: Insufficient inter-TSO co-ordination. Inter-TSO co-ordination is crucial to maintain the security of the system. This co-ordination is exercised at different time horizons: from long term planning to real time operation. The co-ordination actions of E.ON Netz towards neighboring TSOs were not sufficient after the outage of the Conneforde-Diele line was rescheduled«). TSO = Transmission System Operator (Übertragungsnetzbetreiber).

Abschnitt 6 des Berichts (Analysis of other critical factors) führt "Generation-related issues" als weitere kritische Umstände auf - erzeugungsbedingte Sachverhalte. Und da spielte gemäß den Erkenntnissen der Gutachterkommission neben anderen unzureichenden Kenntnissen über die am Netz arbeitenden Erzeugungsanlagen die Windstromerzeugung ihre maßgebliche Rolle bei der unbeherrschten Kontrolle des Übertragungsnetzes. 
»These are examples of insufficient TSO control over the generation behavior. The TSO control usually applies to generation connected to the transmission grid since traditionally the generation connected to the distribution grids has not had a significant impact on the power system as a whole. However, the recent rapid development of dispersed generation, mainly wind farms, has changed the situation dramatically. The wind generation in some areas significantly influences the operation of the power system due to its high share in the generation and intermittent behavior dependent on weather conditions. The negative role of wind generation performance on November 4 was evident. Due to uncontrolled behavior of wind generation it was not possible to maintain a sufficient power exchange balance in some German control areas (VE-T, East part of E.ON Netz) after split. Fortunately, these control areas were connected to control areas of Poland and the Czech Republic where the absorption of the “unintentional” wind generation was possible by decrease of the power output of thermal generation (however creating additional critical network problems)«.

Die von der Politik getroffenen Schlußfolgerungen sind bekannt: Ausbau der Höchstspannungstrassen im großen Stil samt den dafür notwendigen Kupplungen für den grenzüberschreitenden elektrischen Energiefluß. Den Windstromerzeugern zuliebe einerseits - während die konventionellen Kraftwerke andererseits trotzdem am Netz bleiben müssen. Verbraucher erhalten daher keinen besseren Strom, auch wenn er schwärmerisch als 'sauber' oder auch als 'grün' bezeichnet und von geschäftstüchtigen Fondsmanagern für das 'gute Gewissen' angeboten wird. Verbraucher werden sogar aufgefordert, Strom zu sparen! Welch ein Widersinn.
 

31.01.2007
Rundumschutz gegen den Klimawandel! Ist sie auch schon bei Ihnen eingegangen - die globale Klimaschutz-Rundmail als Aktion gegen den Klimawandel?
Am 1. Feb 2007: Nehmt teil an der weltweit größten Bewegung gegen den Klimawechsel! Energie ausschalten! Von 19:55 bis 20:00 Uhr.

Verschiedene Naturschutz-Organisationen senden eine Aufforderung an alle Bewohner unseres Planten und werben für fünf "Schweigeminuten". J
eder soll Licht, Strom und sonstiges ausschalten, zwischen 19.55 und 20.00 Uhr. Fünf Minuten, nicht nur um Energie zu sparen, sondern besonders, um die Bevölkerung, die Medien und Politiker auf die tägliche Energieverschwendung aufmerksam zu machen. Ein Akt, der nur 5 Minuten dauert, der nichts kostet, der aber der Regierung zeigt, daß die Klimakatastrophe ein schwerwiegendes Thema der Weltpolitik sein sollte.
Warum dieses Datum? Am ersten Februar veröffentlicht die UNO die neuesten Erkenntnisse zum Thema Klimawechsel!

Anmerkung: Für Solarstrombetreiber ist die Uhrzeit gut gewählt. Zu diesem Zeitpunkt scheint keine Sonne mehr, da sind die Solarstromanlagen sowieso außer Betrieb. Und wenn alle Stromverbraucher abschalten, dann schalten auch alle Windräder und Biokraftwerke ab. Ob den Betreibern das recht ist? Da stellt sich noch die Frage, ob sich ein Klimawandel daran orientiert und beginnt, in die richtige Richtung zu wechseln? Und die Politiker? Die lachen sich ins Fäustchen ob dieser Blödheit. Und die Medien hätten wieder eine Story über den 'globalen Stillstand'. Der partiell geistige Stillstand diverser Leute hat ja längst begonnen.


Sturm in Nordwest-Mecklenburg zerfetzt den Flügel eines Windrades - Schaden beläuft sich auf 30.000 Euro. Zerstört wurde der Rotor eines Windrades bei Testorf... kompl. Meldung vom 31.01.2007 in der Schweriner Volkszeitung

Zur nebenstehenden Abbildung: In Scheid in der Eifel ist am Tag oder in der Nacht zuvor, welche nach dem Orkan 'Kyrill' kam, die Spitze eines Windrades abgebrochen. Der Flügel wurde in zwei Teile gespalten, der lose Teill hängt nach unten. Das Windrad steht unmittelbar am Feldweg, der u. a. von Wanderern, Post, Milchauto und Müllabfuhr benutzt wird. Teile davon flogen etwa 100 m weit.                                                                                                                                                                                                        [echte Bildgröße: 281 x 632 Pixel]

Im hessichen Fritzlar-Homberg sollen die Bürger entscheiden (HNA). Dort wurde die Gemeindevertretung mit 329 Unterschriften gegen einen Windpark bei Gilsa konfrontiert. Was wieder einmal gegen die gern publizierte 'öffentliche Meinung' aus sogenannten Umfrageergebnissen spricht, wonach die Mehrheit der Bevölkerung sich eine Stromerzeugung aus Windkraft wünscht. Bei solchen Umfragen spielt die Art der Fragestellung eine wesentliche Rolle. Würden die Leute gefragt, ob sie auch alternativ nur dann Strom haben wollen, wenn der Wind weht, würden die Umfrageergebnisse anders lauten. Nicht anders ist dies mit Strom aus Solarplatten, welche wiederum unabhängig vom Wind nur 'Tagstrom' liefern.

In Sachsen-Anhalt wird mehr Windstrom produziert als die Leute selber benötigen. Im Gegensatz zu den Aussagen des SPD-Politikers Dr. Hermann Scheer, welche den Abbau von 250.000  Hochspannungsmasten suggerieren, muß das Hochspannungsnetz kräftig ausgebaut werden. Welchem Politiker darf man überhaupt noch glauben? Mit seinen widersprüchlichen Aussagen belegt der Mann, daß er von Energien mehr erzählt als versteht. Und weil die Chefin der hessischen Landes-SPD fachlich unbedarft ist, läßt sie sich ihr Energieprogramm von ihm diktieren. Politiker beauftragen meistens solche Wissenschaftler, welche deren eigene Meinung teilen. In Sachsen-Anhalt würde der vorgesehene Netzausbau eine Strompreissteigerung bedeuten - so der Wirtschaftsminister Reiner Haseloff von der CDU, welcher das nun nicht hinnehmen will. Es würde seinen »Wirtschaftsbemühungen völlig zuwiderlaufen«. Aber weshalb hat sich die CDU nicht gegen den Bau von Windkraftanlagen gestemmt? Hat sie etwa nicht mitbekommen, daß in dem kleinen Land inzwischen 1.700 Windräder stehen, welche bei Starkwind alle ihren Strom irgendwie im Netz unterkriegen wollen.
Sachsen-Anhalt bleibt auf Windstrom sitzen
An diesem Einzelbeispiel wird der Mangel an einer gesamtdeutschen Konzeption für die elektrische Stromerzeugung sichtbar. Jeder, der genügend investieren kann, kann auch soviel Anlagen zur Stromerzeugung in die Landschaften stellen, wie er will. Sogar privilegiert! Auf Verbraucherinteressen muß keine Rücksicht genommen werden, die sind per EEG eh zum Bezahlen verdonnert. Ob sie den Strom, welcher ihnen keine Vorteile bringt, wollen oder benötigen, spielt heirbei keine Rolle. Man stelle sich einmal vor, die Autoindustrie würde gleichermaßen wie die EE-Industrie subventioniert! Und wie war das einst mit der Landwirtschaft? Weil deren Produkt, die Milch hoch subventioniert wurde, hatten wir europäische Butterberge und Milchseen. Die Butter wurde aufwändig in riesigen Kühlhäusern gespeichert, um dann irgendwann in 3. Weltländer verschoben zu werden. Nun, man übt sich ja bereits an schwierigen Überlegungen, wie man den Windstrom spreichen kann. Z.B. in ehemaligen unterirdischen Salzkavernen oder ähnlichen Gewölben - im Aggregatzustand einer hochkomprimierten Preßluft. Auch davon haben Verbraucher keinen Nutzen - nur die Erzeuger.

Land ist 2006 deutscher Spitzenreiter beim Windenergie-Nettostromverbrauch - schreibt die 'Magdesburger Volksstimme'. Aber nur, weil die konventionellen Kraftwerke weiterlaufen müssen!
Energieüberschuß erzwingt Netzausbau
Teure Windkraft: Sachsen-Anhalt droht Stromkosten-Explosion. In den vergangenen neun Jahren hat sich die Zahl der Windkraftanlagen in Sachsen-Anhalt etwa verzehnfacht. Zum Jahresende drehten sich über 1.700 Windräder im Land. Bei einer installierten Leistung von 2.533 Megawatt zum 31. Dezember 2006 belegt Sachsen-Anhalt nach Niedersachsen (5282 MW) und Brandenburg (3128 MW ) in Deutschland den dritten Platz. ... weiter lesen in der Volksstimme.

In der Gemeinde Biere im Landkreis Schönebeck soll ein neuer Windpark entstehen - zum Entsetzen vieler Anwohner. Die Goldräder würden ein Dorf in der Börde spalten - das schreibt die Volksstimme vom 30.01.2007
»Wozu braucht ihr denn so viele Windmühlen?«
Und auch noch 182 Meter hoch! Kaum zu zählen sind die vielen Windkrafträder, die sich mittlerweile in Sachsen-Anhalt drehen. Und noch immer entstehen neue Windparks. So etwa im Bördedorf Biere bei Schönebeck. Gegner und Befürworter der Windräder liefern sich dort einen erbitterten Streit. Um Ökostrom geht es dabei kaum, sondern um viel Geld und private Interessen... Mehr als 1.000 Unterschriften dagegen. Über den 'Klimperfaktor' Windräder und über die 'Hamsterwanderung' in der Volksstimme weiter lesen...

Im vergangenen Jahr gab es in Freiburg wegen der Errichtung von Windrädern erhebliche Konflikte, weil die Belange von geschützen Fledermäusen nicht berücksichtigt wurden. Nun hat das  dortige Regierungspräsidium eine Broschüre veröffentlicht, in der die "Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse" detailliert erläutert werden.
Zwergfledermäuse, Kleinabendsegler und Breitflügelfledermäuse
sind für den Bundesverband Windenergie lediglich ein neues Argument für Gegner von Windkraftanlagen.

30.01.2007
  Offshore: Getriebeschäden verursachen Stop von Windturbinen. Schlechtes Wetter verhindert Zugang, Reparatur und Neustart. BBC Online, 29 Jan 07  
Gearbox fault halts wind turbines - Repair work is due to begin this week on a wind farm off the coast of Kent which has seen a third of its turbines grind to a halt since early December. Of the 36 turbines erected off Herne Bay - on the Kentish Flats - 12 have experienced gearbox problems.

Four have been repaired but the others have been running at reduced efficiency pending a break in the weather. The Danish firm Vestas, which owns and maintains them, said the high failure rate was unusual. Problem investigated. "Unfortunately, the weather situation has not allowed us to access the turbines to restart them, and repair the remaining gearboxes," said Anders Soe-Jensen, head of offshore operations for Vestas.

The turbines have been operating on the site since August 2005, providing power to houses in Whitstable, Herne Bay, and Canterbury. Mr Soe-Jensen said it was the first time the wind farm had experienced gearbox problems, and the cause was under investigation. He added that, weather permitting, all 36 turbines should be working normally by the end of February. www.bbc.co.uk/ .       Abb.: Spuren von aus dem Getriebe austretendem Öl

Bussard vom Riesenrotor erschlagen. Reisende beobachteten den Tod eines ausgewachsenen Vogels. "It was a real shame to see such a beautiful bird killed in this way. It did not stand a chance given that it collided with a moving, nine-tonne blade." ...
DEATH OF BUZZARD IN TURBINE BLADES
A Shocked busload of nuclear workers witnessed the death of a buzzard after it flew into one of the wind turbines at Forss. ...
Die
'slaughterhouses for birds' in den schottischen Highlands heißen bei uns 'Vogelshredder'. Auch dort tragen sie zum landesweiten Hochspannungsnetzausbau bei - für Großvögel eine weitere Gefahr. Wer meint, Vögel würden grundsätzlich die Gefahr sehen, erkennen und ihr ausweichen, wird sich täuschen. Vergleichbar mit Hunden, Katzen oder Wildtiere, welche zwar ein Fahrzeug bemerken, sich deshalb der Gefahr, die ihnen beim Überqueren der Straße droht, aber nicht bewußt sind und mangels Überleben daher keinen Lernerfolg erzielen können.

29.01.2007
Nachdem mit der Aufstellung von Windkraftanlagen das Landschaftsbild so weit verschandelt wurde, daß keines mehr hinpaßt, wird seitens Betreiber und Politik zunehmend mit dem sogenannten Repowering propagiert - als Entlastung des Landschaftsbildes! Ein Aberwitz. Die Entlastung soll wie folgt funktionieren: zwei kleine Windräder werden durch ein großes ersetzt. Im Klartext: je größer ein Bauwerk, desto geringer die landschaftliche Belastung! Daß sich staatlich anerkannte Umwelt- und Landschaftsschutzverbände diese Argumentation gefallen lassen, ist erschreckend. Interessant ist zudem wieder einmal die innerhalb einer Partei widersprüchliche Politik, bzw. der Aussagen dazu. Während der 'Energieexperte' der SPD, Dr. Hermann Scheer, von vielen kleinen Anlagen schwadroniert, welche eine dezentrale Energieversorgung ergäben, hebt der Staatssekretär aus dem Bundesumweltministerium, Michael Müller (SPD), das Repowering hervor, den Ersatz vieler kleiner zu wenigen großen Anlagen. Repowering ist nichts anderes als Zentralisierung - also die technische und steuerungsmäßige Zusammenfassung vieler kleiner Anlagen aus Gründen der energetischen Effizienz - das Gleiche, was Ingenieure und Techniker in der Vergangenheit mit herkömmlichen Kraftwerken vornahmen. Synergieeffekte nutzen - bei dem die gemeinsam erzielte Wirkung größer ist als die Summe der Einzelwirkungen - nennt sich das in der Ökonomie. Das Ergebnis - zentral fungierende Großkraftwerke - wird stets von 'Umweltschützern' und diversen Politikern in der Öffentlichkeit kritisiert. In der Hauptsache geht es aber beim Repowering natürlich um die fiskalischen Einnahmen, denn Windkraftanlagen sind ein monetäres und kein Umweltmodell. Für das in der folgenden PM angesprochene 'Repowering' auf Fehmarn werden z.B. das 2,5 bis 3fache an Gewerbesteuereinnahmen veranschlagt. Na schön, wir wissen aber vom Bund der Steuerzahler auch, daß unsere öffentlichen Kassen erhebliche Ausgabenprobleme und weniger Einnahmeprobleme haben.

BMU-Pressedienst Nr. 024/07
Erneuerbare Energien/Windenergie
Michael Müller: Höhere Effizienz durch leistungsstärkere Windparks

Für die Modernisierung bestehender Windparks hat sich Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, ausgesprochen. "Das so genannte Repowering bietet in Deutschland ein großes Energieeffizienz- und Investitionspotenzial. Es ist damit ein wichtiger Baustein für den Umbau der Energieversorgung des 21. Jahrhunderts", so Müller bei der Einweihung des größten deutschen Repowering-Windparks auf der Insel Fehmarn. "Repowering" meint den Ersatz alter Windenergieanlagen durch moderne, leistungsstärkere Anlagen. Dadurch kann mit weniger Windrädern deutlich mehr Strom produziert werden. Einzelanlagen und bestehende Streulagen können beseitigt und dadurch das Landschaftsbild insgesamt entlastet werden.

Durch das Repowering steigt die Leistungskapazität des Projekts auf Fehmarn um mehr als das Dreifache. Das bedeutet Strom für 350.000 Menschen. Insgesamt haben regionale Investoren 140 Millionen Euro für das Projekt einschließlich neuer, unterirdisch verlegter Leitungen bereitgestellt. Zugleich erhöhen sich die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Fehmarn nach ersten Schätzungen um das 2,5- bis 3-fache.

Müller betonte, daß Repowering aufgrund der verbesserten Anlageneigenschaften zur Verbesserung der Netzsicherheit beitrage. Es biete auch eine Chance für neue Arbeitsplätze und neue Absatzmärkte. Dennoch liegen die bisher realisierten Projekte in Deutschland hinter dem technischen Potenzial. Durch restriktive Abstandsregelungen und Höhenbegrenzungen einzelner Länder werden enorme wirtschaftliche Potenziale verschenkt. Müller ermunterte die Länder, verstärkt die Chancen des Repowerings zu nutzen und günstige Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehöre auch ein zügiger Netzausbau. Er forderte das Unternehmen E.ON auf, die neue Erdkabelregelung im Energiewirtschaftsgesetz für den Netzausbau in Schleswig-Holstein zu nutzen.

Am 31. Januar 2007 findet im Bundesumweltministerium in Berlin ein Repowering-Workshop statt. Dort werden die Ergebnisse eines gemeinsam mit dem Umweltbundesamt initiierten Forschungsvorhabens zur Beseitigung der derzeit bestehenden Hemmnisse für das Repowering präsentiert.

  
BdSt-Newsletter vom 22. Januar 2007- Auszug: »In diesem Jahr wird der Staat voraussichtlich 514,1 Milliarden Euro Steuern einnehmen. Das hat der Arbeitskreis Steuerschätzung in seiner jüngsten Sitzung im November 2006 prognostiziert. In jeder Sekunde zahlen wir also 16.302 Euro Steuern an die öffentlichen Hand. Pro Kopf wird sich die Steuerbelastung auf 6.231 Euro summieren. Der Bund kassiert 219,2 Milliarden, die Länder 202,9 Milliarden, die Gemeinden 67,8 Milliarden und die EU 24,1 Milliarden Euro der Steuereinnahmen. Die öffentlichen Kassen sind also nicht leer, wie oft behauptet wird, sie sind prall gefüllt«. Wie die Einnahme-Milliarden sprudeln, läßt sich beim Bund der Steuerzahler an der Steueruhr ablesen.

27.01.2007
Dürfen Päpste die Unwahrheit sagen? Er hat den Weltsolarpreis erhalten, den Weltpreis für Bioenergie, den Weltpreis für Windenergie, die Goldmedaille des Bundesverbandes der Wasserkraftwerke (2004) und sogar den 'Alternativen Nobelpreis'. Er wurde auch bekannt als 'Anwalt der Sonne', das TIME-Magazin hat ihn zum Helden erhoben - zum 'Hero for the Green Century' - und viele nennen ihn sogar den 'Solarpapst'. Im Rahmen seiner Jahrestagung 'Forum Intelligentes Baues' wurde ihm auch noch der 'Preis des Deutschen Fertigbaus 2006' verliehen. Bei soviel Ehre kommt es auf ein 'bißchen' Unwahrheit doch nicht an, oder? Die Rede ist von Dr. Hermann Scheer, dem Präsidenten der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR und seit 2001 Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien, zugleich für den Wahlkreis Waiblingen Mitglied des deutschen Bundestages, sowie im Bundesvorstand der SPD. In einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung vom 14.01.2007 - Druckausgabe - läßt er die folgende Aussage verbreiten:

»Eine Energieversorgung mit erneuerbaren Energien wäre dezentral. Das heißt, statt weniger großer hätten wir viele kleine Anlagen. Deshalb könnte man auch auf viele Überlandleitungen im Hochspannungsnetz verzichten. Die 250.000 Hochspannungsmasten verschandeln das Landschaftsbild mehr als alles andere.«

Mit dem Verzicht auf die 250.000 Hochspannungsmasten redet der SPD-Mann im Konjunktiv, also bereits aus eigener Sicht von einer nicht als gesichert angesehenen oder einer irrealen Tatsache und verbreitet insofern nicht unbedingt Lügen. Offenbar weiß er selber längst aus der dena-Studie zum Ausbau des deutschen Hochspannungsnetzes und diversen eigenen Anschauungen, daß das Gegenteil wahr ist. Aber als Sozialpolitiker dürfte er sicherlich gelernt haben, daß nichts so gern geglaubt wird, wie das, worüber die Leute am wenigsten Kenntnisse haben. Ähnlich wie ein Prediger, welcher nur die Bibel etwas besser kennen muß, um eine Herde Gläubiger um sich zu scharen, arbeitet der Solarpräsident: als promovierter Wirtschaftler kennt er sich mit Energiebegriffen und Energiestatistiken besser als seine Zuhörer aus und suggeriert mittels Konjunktiv Irrealitäten und Unwahrheiten in die Köpfe des Volkes. Die Wahrheit sieht ganz anders aus: Gerätschaften zur Gewinnung regenerativer Energien sind bisher nur dazu gekommen und nicht anstatt. Hochspannungsleitungen und -masten stehen im landschaftlichen 'Schönheitswettbewerb' mit den gigantischen Windrädern längst im unscheinbaren Abseits. Nächstes Zitat:

»Wir könnten [Konjunktiv!] z.B. die Hälfte des Stromverbrauchs mit rund 30.000 Rotoren der Fünf-Megawatt-Klasse erzeugen. Das wäre nur ein Mast auf zwölf Quadratkilometer. Wer meint, das sei untragbar, hat die falschen Maßstäbe«.

Die BRD hat eine Fläche von 356.970 qkm. Rein rechnerisch gesehen, stimmt die Aussage. Und faktisch? Die Seitenlänge eines 12 km-Quadrates beträgt 3,46 km. Also alle 3,5 km ein 100 Meter hoher Fünf-MW-Rotor! Da bleibt aber kein Blick zum Horizont mehr frei. Bedenkt man zudem, daß es in Deutschland auch noch Siedlungs- und Ausschlußgebiete gibt, na ja ... Politik ist eben ein übles Geschäft. Da kann man jedem Gebrauchtwagenhändler am Stadtrand mehr Glauben schenken.

Natürlich haben die Menschen mit anderen Empfindlichkeiten als Dr. Hermann Scheer die falschen Maßstäbe. Zum Beispiel jene, welche in der Mittelgebirgslandschaft des Taunus zu Hause sind.
Untertaunus nicht für Windkraft geeignet
"Die Mittelgebirgslandschaft im Taunus ist für Windkraftanlagen nicht geeignet", legt sich der Taunussteiner Landtagsabgeordnete Peter Beuth im EUROPATICKER Umweltruf gegen die Aufstellung weiterer Anlagen fest. "Es ist ein riesen Ärgernis in der Bevölkerung, dass unsere herrliche Landschaft mit diesen Anlagen Zug um Zug verschandelt wird. Das muss aufhören!" ...

Der Blick zur Wartburg -
gegen 140 m hohe Rotorflügel. Ob er auf Dauer frei bleiben oder gemäß Dr. Scheer's Sicht verstellt werden wird? 

Die Windanlagen passen nicht in die Landschaft - absolute Tabuzone für Windkraftanlagen - die Lörzweiler Gemarkung eignet sich nicht für die Aufstellung der kontrovers diskutierten Türme...
Windkraftanlagen am Königstuhl?
Klageweg wird nicht ausgeschlossen ...

25.01.2007
Bei unserem westlichen Nachbar formiert sich der Widerstand gegen die lästigen Windräder. In Frankreich wächst der Widerstand gegen das Aufstellen weiterer Windräder zur Energiegewinnung. Rund 50 regionale Verbände gründeten nun einen Dachverband, der "Belästigungen" durch die Großrotoren anprangern und für andere umweltverträgliche Energieformen werben soll, wie die Fédération environnement durable (FED) am Dienstag im zentralfranzösischen Rouillé mitteilte. 
Windkraft? Nein danke!
Ist ja schließlich weder ein Ersatz für die Kernenergie noch für die Kohleenergie.

WEG vom ÖL - lautet ein weit verbreitetes Motto für eine angeblich umweltfreundliche Erzeugung von Elektrizität. Zu Zeiten der rotgrünen Koalition hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktiorsicherheit unter dem Umweltminister Trittin ein Themenpapier mit dem Titel "Atomkraft: Wiedergeburt eines Auslaufmodells" publiziert. Darin befindet sich folgende bemerkenswerte Aussage: »Atomkraftwerke ersetzen kein Öl«. Das ist prinzipiell richtig. Aus Unwissenheit oder Berechnung würde von den Protagonistern der Kernenergie die banale Wahrheit unterschlagen, daß Benzin nicht aus der Steckdose kommt, so die Erläuterung. Um uns vom Öl unabhängiger zu machen, bräuchten wir u.a. auch erneuerbare Energien aus Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme verbunden mit Effizienzverbesserung fossil betriebener Kraftwerke und Stromeinsparung. Aber wo sind die Fahrzeuge, mit denen wir Strom aus regenerativen Energien tanken und betreiben? Erneuerbare Energien ersetzen auch kein Öl - von Bioenergien abgesehen. Aber da werden wir noch unser blaues Wunder erleben, wenn wir uns dereinst zwischen Lebensmittel und Treibstoff entscheiden müssen. Kurz: Auch mit Windstrom bekommen wir kein Öl, bzw. keine Treibstoffe ersetzt.
Aber was tut die schwarz-rote Nachfolgeregierung? Sie hat ein Infrastrukturbeschleunigungsgesetz geschaffen, welches die Netzbetreiber in die Pflicht nimmt, den Offshore-Windstrom aus gewaltigen Windparks möglichst schnell ins Netz zu integrieren. Wir wir inzwischen konkret wissen - im wirtschaftlichen Zusammenspiel mit der Kernenergie. Die taz hat dies recht originell als 'Windrad mit Atomantrieb' getitelt.

Bekanntlich emittieren Kernkraftwerke bei der Stromerzeugung kein CO2. Trotzdem kann man in der o.g. ministerialen Schrift auf Seite 18 folgendes lesen: »Neue Atomkraftwerke schützen das Klima nicht. Kernkraft als Mittel gegen den Klimakollaps ist eine von interessierter Seite genährte Illusion. Selbst wenn ab sofort weltweit alle verfügbaren Mittel in den Ausbau der Atomenergie gelenkt würden, wäre der Effekt auf den globalen Treibhausgas-Ausstoß marginal«. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Wieso schützen dann aber CO2-freie Windkraftanlagen, insbsondere die mit aller Gewalt vorangetriebenen, riesigen Offshore-Windstrominseln, unser Klima? Ist die CO2-freie Stromerzeugung als 'Klimaschutz' nicht die stets hervorgehobene Begründung dafür? Und ist bei dem weltweiten Ausbau deren Effekt auf den globalen Treibhausgas-Ausstoß dann nicht auch marginal?
Fazit: Wenn Kernkraftwerke das Klima nicht schützen, dann tun Windkraftwerke dies auch nicht! Oder das Volk wird wieder einmal von unserer Regierung veralbert? Eigentlich egal, welche Parteien die Regierung stellen.

Zur Zeit lanciert die Windindustrie Artikel über Windenergie in allenwichtigen Zeitungen und Magazinen. So auch den Artikel »Dem Wind auch auf See Energie abtrotzen« (NZZ Nr.19), dessen Werbecharakter nicht zu übersehen ist. Der verschämte Hinweis auf einige ungelöste technische Probleme soll dem Leser Offenheit und Objektivität suggerieren. Die Offenheit reicht aber nicht dazu aus, einzugestehen, daß beim dänischen Offshore Windpark Horns Rev alle Turbinen samt Schaltanlagen wegen Korrosionsschäden ersetzt werden mußten. Großzügig läßt der Artikel die wirtschaftliche Seite außer acht. Wenn der Kapitalbedarf bei Offshore Anlagen doppelt so hoch ist (falls es reicht), der Aufwand bei Instandhaltung und Reparatur zehn mal so hoch wie an Land, dafür die Haltbarkeit der Anlagen aber auf See nur halb solang ist, wer soll dafür aufkommen?

Verschwiegen wird auch, daß der ab und zu in großen Mengen anfallende Strom von See an der Küste gebündelt und auf Grund der hohen Leistungsschwankungen netzfähig gemacht werden muß und zwar von windunabhängigen Kraftwerken. Von dort muß der Strom dahin geliefert werden, wo hoher Stromverbrauch gewährleistet ist, nämlich in Ballungsgebiete und Industriezentren. In Deutschland würde das den Bau von fast 900 km Höchstspannungsleitungen und bisher streckenmäßig nicht bezifferten Hochspannungsleitungen bedeuten (Planung und Bau ca. 10 Jahre, Kosten viele Milliarden Euro). Bis dahin müssen bei sehr hohen Stromanfall entweder Teile oder ganze Windparks vom Netz gehen, um nicht wieder europaweite Blackouts auszulösen, was wohl kaum im Sinne der Betreiber sein kann.

Daß man mit dem deutschen Windstrom-Modell weltweit Geld verdienen kann, hat einerseits den Geschäftssinn der Schwellenländer Indien, China und Südkorea geweckt, welche sich die hohen Entwicklungskosten der europäischen Industrie gespart haben und ihre Anlagen wesentlich billiger anbieten können. Andererseits sind die "Heuschrecken" aufgewacht, die nach geeigneten Windkraftfirmen zwecks Übernahme Ausschau halten, wie zum Beispiel der größte Kernkraftwerkhersteller der Welt AREVA (France), der an der deutschen Firma REPOWER Interesse zeigt.

Schon jetzt ist absehbar, daß es für die mitteleuropäische Windindustrie mittelfristig eng wird. An Land sind alle guten Plätze bebaut, auf See braucht die Entwicklung, auch ohne Langzeiterfahrung noch Jahre. An der Strompreisschraube kann man nicht mehr nach Belieben drehen. Auf Grund des derzeitigen Booms werden Materialien knapp und immer teurer. Getriebe haben Lieferfristen von bis zu einem Jahr. Auf dem Weltmarkt  beginnt sich ein gnadenloser Konkurrenzkampf um Großaufträge abzuzeichnen. Bürgerinitiativen gegen Windparks und Hochspannungsleitungen gewinnen mehr und mehr Einfluß, nicht nur in Europa. Daher also die Werbekampagne. Die Windfirmen wollen sich von ihrer besten Seite zeigen, um lieber jetzt an einen Global Player zu verkaufen, als in wenigen Jahren konkurrenzunfähig vom Markt zu verschwinden. Daher also das Pfeifen im Wald der Windindustrie!

Ferdinand Fürst zu Hohenlohe-Bartenstein, Schrozberg-Bartenstein, Bundesverband Landschaftsschutz (BLS).

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