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Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung regenerativer Energieträger. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft
Der ökologische Energiemix - ein Mix aus Lügen, Halbwahrheiten und Suggestionen
Wind- und Solarstromanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken und sind daher im Prinzip überflüssig. Sie können auch den Atomausstieg nicht beschleunigen.
Jede Medaille hat zwei Seiten - hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Kommentare, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie.

Kann Ihr Auto Windstrom tanken? Wozu brauchen wir ihn? Sagen Sie den politischen Volksverblödern mit diesem Aufkleber Ihre Meinung

Haben Sie es schon bemerkt?

Je mehr Wind- und
Solarstromanlagen
in unseren Landschaften
umherstehen, desto
dramatischer werden
die täglichen
Unwettermeldungen
und Klima-Abnormalitäten

2006 hatten wir wieder einen Weltrekord im Neubau von Windenergieanlagen und 2007 wird daher wieder ein Jahr bereits prophetzeiter Unwetterkatastrophen!
Europa bei Nacht - und wo ist die Sonne -
die unerschöpfliche Energiequelle?

Europa bei Nacht und die unendliche Sonnenenergie
Kathedralen des Glaubens
  

Kathedralen des Glaubens
 
Wenn nachts keine Sonne scheint, kann niemand Solarstrom mit Windstrom mixen. Wenn der Wind nicht weht, kann niemand Windstrom mit Solarstrom mixen.
Am 8. September 2004 wurde das damals weltweit größte Sonnenkraftwerk in Espenhain eingeweiht. "Die Anlage wird künftig 1.800 Haushalte mit Elektrizität versorgen" - schrieb die Leipziger Volkszeitung am Tag darauf. Ob sie das auch nachts tut, berichtete sie leider nicht. Wieviel Solaranlagen benötigen wir, um die Haushalte Europas zu versorgen? Oder im winterlichen Schweden, Norwegen und Finnland?
Fortsetzung im Datum aufwärts ___>> hier klicken
26.02.2007

Unkenntnis hat einen Namen: Sigmar Gabriel. So ein Internetmailer kurz nach Einstellung des gestrigen Beitrages zur Aussage von Umweltminister Gabriel. Bürger dieses Landes lassen sich in der Energiediskussion nicht einfach in X für ein U vormachen - oder schlicht gesagt, von diversen Politikern falsch informieren. Der Äußerung des Bundesumweltministers Gabriel im gestrigen Beitrag, daß Kernkraftwerke keine nutzbare Wärme produzieren würden, widerspricht ein Leser und weist auf das KKW Kernkraftwerk Gösgen-Däniken (KKG) in Däniken/Solothurn hin. Dort wird die Kartonagenfabrik Niedergösgen (KANI) per Wärmeauskopplung mit Prozessdampf aus dem Frischdampfsystem des KKW mit jährlich 15 GWh/Jahr (=15.000.000.000 kWh/a) versorgt. Und im Beznau im Aargau/Schweiz versorgt das KKW ein Fernwärmenetz für 15.000 Bewohner in der Region.

Es gibt weitere Beispiele für die KKW-Wärmenutzung: Beim stillgelegten KKW Stade wurde die Abwärme für eine Saline genutzt, vom ehemaligen Kernkraftwerk Lubmin wurde die Stadt Greifswald mit Fernwärme versorgt. Das Kernforschungszentrum Karlsruhe wurde jahrelang mit Fernwärme aus dem MZFR (Mehrzweck-Forschungs-Reaktor) versorgt. Mit der Abwärme vom KKW Bohunice/Slowakei wird die Stadt Trnava geheizt. Das Kernkraftwerk Temelin (Tschechien) versorgt die Stadt Usti nad Labem (früher Aussig), die etwa 15 km entfernt ist, vollständig mit Wärme. In Frankreich versorgt das Kernkraftwerk Tricastin an der Rhone eine Krokodilfarm mit Wärme, die sich neben dem Kernkraftwerk befindet. (l'Association des Ecologistes Pour le Nucléaire (AEPN) 9.12.06). (Lindner: KTG-Fachgruppe "Nutzen der Kerntechnik“, Kurzinfo 211 aus Energie, Wissenschaft und Technik, 04.02.2007).

Unabhängig davon, ob man KKW mag oder nicht: Politiker sollten sich allmählich klar darüber werden, daß sie mit ständigen Lügen, Halbwahrheiten und Suggestionen ihre Glaubwürdigkeit zunehmend einbüßen. Selbst ihrer ureigensten Sache tun sie damit keinen Gefallen. Was o.g. Leser dieser Seite noch mitteilt: »Die nachweislich schlechtesten Wirkungsgrade findet man in der Politik. Manche sollten dort auch lieber nicht wirken«.

Prinzipiell ist die Wärmenutzung auch aus fossil befeuerten Kraftwerken möglich. RWE hat ja bereits mitgeteilt, daß es Stadtwerke mit Anteilen an der Leistung eines neu zu errichtenden Kohlekraftwerkes beteiligen möchte. Das könnte gleichermaßen auch für ein von solchen Kraftwerken ausgehendes Fernwärmenetz Sinn machen - mit Beteiligung der Bürger samt der Gewißheit, daß die sowieso anfallende Abwärme 'keine Rechnung' schickt. An der konkreten Wahl der Leute ließe sich ganz schnell feststellen, wofür sie lieber stehen: im Winter für Wärme vom eigenen (schneebedeckten) Solardach oder aus dem Kraftwerk. Auch daran sollten unsere Politker denken, wenn sie über die Resolution von RegioSolar - für ein "Marktanreizprogramm als unverzichtbares Instrument zur Förderung der Wärmeerzeugung aus Erneuerbaren Energien" - entscheiden. Die Menschen in diesem Land, insbesondere die weniger gut verdienenden und Rentner benötigen bezahlbare Wärme aus verfügbaren und vorhandenen Energien statt von ihrem bescheidenen Einkommen immer mehr Fördermittel in imaginäre Wärmepotentiale abzweigen zu müssen. Mit einem aktuellen Bericht über die derzeitige Belastung der Einkommen mit Steuern und Abgaben informiert z.B. der Bund der Steuerzahler auf seiner Webseite.

25.02.2007
Energiesparlampen benötigen bei gleicher Beleuchtungsstärke ca. 1/5 der elektrischen Leistung gegen über herkömmlichen Glühlampen. Eine entsprechende Darstellung sollte auf der Verpackung zu finden sein - oder die Finger davon lassen. Bei vergleichbarer Betriebsdsdauer reduziert sich ihr Energieverbrauch dann auch auf ein Fünftel. Die Entscheidung für die Mini-Leuchtstofflampe sollte trotz ihrem geringeren Verbrauch bedacht sein: Billige Glühlampen lassen sich ohne Auswirkung auf deren Lebensdauer beliebig oft ein- und ausschalten - bei Leuchtstofflampen gibt es Probleme. Grundsätzlich gilt die Aussage, daß mit der Häufigkeit des Einschaltens deren Lebensdauer sinkt. Es sei denn, der Hersteller informiert konkret darüber, daß dies nicht der Fall ist. Auch Energiesparlampen sollten vor dem Kauf einer Funktionsprüfung unterzogen werden - Händler halten das entsprechende Gerät dafür bereit. Eine brauchbare Information liefert die Webseite stromeffizienz.de. Hinzuzufügen wäre hier, daß Energiesparlampen aufgrund ihrer geringeren Leistung weniger Hitze im Leuchtenkörper erzeugen und daher im Prinzip keine Ausfälle durch verschmorte Fassungsadern mehr zu erwarten sind - was in der Vergangenheit oftmals die Reparatur einer teuren Steh- oder Hängelampe nach sich gezogen hat.

Weniger ergiebig ist die von den Medien verbreitete Aussage des SPD-Energieexperten Dr. Hermann Scheer, derzufolge ein allgemeiner Austausch von Glühlampen gegen E-Sparlampen zu einer Einsparung von ein bis zwei Kernkraftwerken führen würde. Diesen Spruch kennen wir bereits in Verbindung mit dem Standby-Betrieb und der gleichen KKW-Einsparung, sofern wir allgemein darauf verzichten würden und statt dessen das jeweilige Gerät komplett abschalten. Kann Dr. Scheers neue Version mit den E-Sparlampen stimmen? Das ist zu bezweifeln. Der Austausch von vielen Glühlampen gegen E-Sparlampen wäre wesentlich wirkungsvoller und würde eine im Vergleich zum geringfügigen Standby-Betrieb bei relativ wenigen Fernsehern, Radios etc. eine - schätzungsweise - 10 bis 20fach höhere Reduzierung der Leistung zusätzlich bewirken. Demnach wären in Wirklichkeit auch noch einmal - nicht 1 bis 2 - sondern 10 bis 20 mal soviel Kernkraftwerke zusätzlich einzusparen. Haben wir überhaupt so viele Kernkraftwerke, wie wir plötzlich einsparen können? Also, entweder stimmt der Spruch mit den Standby-Schaltungen oder der der mit den E-Sparlampen nicht. Und so haben wir eine weitere Ausstiegslüge! Volksverdummung kennt eben keine Grenzen.
 
Wer zwecks einer verläßlichen Stromversorgung die Kernenergie nicht mag, muß sich auf fossile Brennstoffe konzentrieren. Wie unsere Politiker dabei stets um den heißen Brei herum diskutieren, beschreibt der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe vom 24.02.2007. Bundeskanzlerin Dr. rer.nat. Angela Merkel diskutiert mit dem Berufspolitiker Kurt Beck über die Kernenergie. Letzterer verweist darauf, daß die Kernenergie schon deshalb keine Zukunftstechnologie sei, weil es Uran auch nicht viel länger geben wird als Öl und Gas. Zudem würde dieser Energieträger in Ländern abgebaut, welche gleichermaßen politisch unsicher wie viele Öl- und Gasstaaten seien. Weiterhin sei auch das Risiko nuklearer Unfälle zu groß. Merkels Einwand, womit bei einem 'Atomausstieg' der fehlende Energiebedarf zu decken sei, beantwortet er nicht.
Beck und Merkel im Clinch über Atomkraft
Weil sich die SPD mit ihrem Atomausstieg aber in der Klimaschutzpolitik festgefahren hat (Klimaschutzfalle), muß sie plötzlich mit dem
von Umweltminister Gabriel (SPD) herbeigeholten Argument aufwarten, daß »die Diskussion um die Erderwärmung nicht zu einer Wiederbelebung der Atomenergie führen« dürfe. Und weiter: »Ein Kernkraftwerk produziere Strom, aber keine nutzbare Wärme. Dafür müssten zusätzliche Wärmekraftwerke sorgen, die wiederum Kohlendioxid ausstießen. Besser sei es, Strom- und Wärmekraftwerke zu koppeln, um den bestmöglichen Wirkungsgrad zu erzielen«.

Endlich einmal ein Argument zur Sache! Wie wäre es, wenn sich die hohe Politik darauf verständigen würde, auch die Diskussion auf den bestmöglichen Wirkungsgrad zu richten, nämlich den Blick auf den eigentlichen Zweck - eine verläßliche Stromerzeugung  - zu fokussieren und nicht stets mit ungeeigneten Mitteln und Maßnahmen, welche die Allgemeinheit nur zusätzlich belasten, davon abzulenken. Nur fossile und/oder nukleare Energien sind in der Lage, eine bedarfsgerechte, elektrische Energieerzeugung zu gewährleisten. Und das wollen wir doch ohne Ausnahme alle, auch die EE-Industrie - oder?

Von diesem Punkt, und nicht von einer imaginären Klimakatastrophe ausgehend, sollte mittels Einstellung aller Belange des Für und Wider eine sinnvolle Lösung gesucht und gefunden werden. Ablenkung mit Provisorien aus erneuerbaren Energien,
welche im gemeinsamen Netz nur als teure Anhängsel der Kern- und Kohlekraftwerke funktionieren oder das Manövrieren von Ausstiegsszenarien hin zu späteren Zeiten bzw. Regierungswechsel sind lediglich teuer und nutzlos. Gabriels o.g. Forderung nach dem bestmöglichen Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung (Effizienz) dürfte so immerhin als bahnbrechend anzusehen sein - schon deswegen, weil der Hinweis auf erneuerbare Energien fehlt. Denn nur dem bestmöglichen Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung kann ein bestmöglicher Wirkungsgrad bei der Stromnutzung folgen. Sämtliche Stromerzeugungsanlagen wie Solarplatten und Windräder, welche nicht dem Bedarf folgen können, sind aus energetischer Sicht schlicht ineffizient. Solarplatten, und wenn sie noch so ausgedehnt in der Landschaft umherstehen, sind jede Nacht und während vielen anderen Phasen des Jahres absolut nutz- und wirkungslos, werden aber pro Kilowattstunde am höchsten subventioniert. Mit den in unseren Landschaften verteilten Gerätschaften aus Wind- und Solarstromanlagen hat sich ein ressourcenfressender, von der Allgemeinheit finanzierter Gerätemix, aber kein Energiemix entwickelt. Wenn ein Stromerzeuger keinen Strom produziert, kann man den auch nirgends einmixen. Die Behauptung, damit das Klima zu schützen, darf unmittelbar als Schwachsinn abgetan werden. Der ideologisch aufgebauschte 'Klimaschutz' hat längst den weltweiten Geldadel, Finanzhaie sowie die stets gescholtenen Großkonzerne auf den Plan gerufen! Und daran sollten unsere Regierungsoberen denken, wenn ihnen z.B. die von der Klimaschutzindustrie gesponsorte Resolution über »100% Erneuerbare Energien in Deutschland bis spätestens 2050« überreicht wird.
Energieriesen verdrängen die Öko-Pioniere - klärt uns ein weiterer Spiegelbericht vom 24.02.2007 auf.
»Mit Klein-Klein kommen wir nicht weiter .. «.

24.02.2007
Limitierter Klimaschutz? Auf den griechischen Inseln soll die Errichtung von Windanlagen auf 4% der Fläche beschränkt werden. Die Verspargelung würde nicht nur ästhetische Konflikte sondern auch Lärmemissionen produzieren, wie jeder bestätigen kann, der einen Windpark besucht hat...
Wind Farms Limited in Greece -
February  5, 2007 in Energia - The Environment and Public Works Ministry is in favor of developing wind farms on Greek islands but wants to place strict restrictions on such development. The Greek islands, buffeted by winds for most of the year, have great potential as wind park locations. Ministry officials estimate that as many as 7,000 turbines could be installed, producing about 14,000 megawatts of energy annually. Private investors are fighting over prime locations. The islands also happen to be among Greece's major tourist attractions. An overdevelopment of wind farms would create both aesthetic conflicts and great noise pollution, as anyone who has visited a wind park can confirm. Thus, the new land use plan for renewable energy sources being prepared by the Environment and Public Works Ministry would limit wind parks to 4 percent of a municipality's area (versus 8 percent on the mainland and on the island of Evia), which should limit the number of wind turbines to 2,000, producing some 4,000 MW of energy.

BMU Pressedienst Nr. 053/07: »Europas Meere bergen eine immense Energiequelle, die nach Branchenangaben rund 13 Prozent des europäischen Stromverbrauchs im Jahr 2030 umweltfreundlich decken könnte. Nach den Vorstellungen der Europäischen Kommission und zahlreicher Mitgliedstaaten werden Windenergieanlagen auf dem Meer in Zukunft Strom für Millionen von Haushalten liefern. Staatssekretär Müller: "Bis 2020 könnten rund 50.000 Megawatt an Windleistung vor den europäischen Küsten stehen. Das entspricht ungefähr der Leistung von 25 Atomkraftwerken«.
Merken Sie was? Was der hohe Beamte im Umweltministerium nicht sagt ist, daß
mit dem Ausbau der Windenergieanlagen im Meer im Gegenzug die Leistung von 25 Kernkraftwerken entfällt.

Das RWE wird industriellen Großkunden Beteiligungen an Kraftwerken anbieten. Nach Unternehmensangaben sollen bis zu 1.000 MW als langfristige Beteiligung für Partner aus der Industrie zur Verfügung stehen. Mit seinen kommunalen Kunden (Stadtwerke) habe RWE bereits ein gemeinsames Modell zu Errichtung und Betrieb von neuer Erzeugungskapazität gefunden. 25 Stadtwerke planten derzeit, sich mit einer Leistungsscheibe von zusammen rd. 350 MW an einem neuen Steinkohleblock der RWE Power zu beteiligen - so die aktuelle Meldung der Zeitung für Kommunalwesen.
Und RWE teilt mit, daß es für 70 Millionen Euro ein neues Laufwasserkraftwerk mit 24 MW am Hochrhein bauen und das Gesamtensemble damit auf 100 MW Leistung aufrüsten will, womit die Stromversorgung von 180.000 Haushalten gewährleistet werden kann.
Ob wir da die Windkraftanlagen im Meer auch wirklich benötigen - wo sie doch nur hinzukommen und nicht anstatt Kernkraftwerke. Zudem müssen von den teuren Windkraftanlagen im Meer ebenso leistungsfähige und teure Höchstspannungsleitungen bis in binnenländische Verbraucherzentren gebaut werden.

In Buncrana/Nordirland ist ein Windrad wegen Generatorüberhitzung abgebrannt. Die 10 Anlagen-Windfarm wurde während dessen abgeschaltet. Das hätte jedoch, wie am Ende der Meldung zu lesen ist, keine Auswirkung auf die Versorgung der Stromkunden gehabt. Kein Wunder. Die konventionellen Kraftwerke sichern schließlich die Versorgung und Windkraftanlagen 'begleiten' sie lediglich.
Wind turbine fire in Inishowen
The ESB says the destruction of one of its wind turbines in Buncrana over night was due to an overheating generator which caught fire. Emergency services attended the scene and put out the fire. No-one was injured as the windfarm was unmanned at the time of the blaze. The 10 turbine farm at Sorne Hill in Buncrana has been shut down for the time being. ESB spokesperson Kevin McDermott says the overnight events may have led to a spectacular sight but will have no impact on customer supply.
Feb 23, 5:29 am
 
23.02.2007
Die Gemeinde Wiefelstede hat auf Antrag der Gruppe SPD/Bündnis 90/Die Grünen vom 15.01.2007 eine Beratungsvorlage für die Ausweisung eines Windparks und Aufstellung einer Potenzialstudie in das parlamentarische Verfahren eingebracht. Mit ihrer 29. Änderung des Flächennutzungsplanes hatte sie einst eine Sonderfläche für Windenergieanlagen im OT Conneforde ausgewiesen. Nun gibt es in der Zwischenzeit einen Rechtsstreit vor dem VG Oldenburg über die Erteilung einer Baugenehmigung für zwei Windenergieanlagen im OT Nuttel. Als Ergebnis könnte sich dabei die Auffassung der Klägerin bewahrheiten, daß die 29. Flächennutzungsplanänderung für rechtswidrig erklärt wird - mit der Folge, den FNP ändern zu müssen, um »eine Privilegierung der Windkraftanlagen zu verhindern« - denn ohne vorherige Abklärung der Flächennutzungen sind WKA privilegiert.

Die politischen Gremien der Gemeinde hatten seit der 29. Flächennutzungsplanänderung im Jahre 1999 mehrere Anträge auf Ausweisung von Sonderflächen für Windenergieanlagen abgelehnt; zuletzt hatte der Verwaltungsausschuß am 28.04.2003 beschlossen, aus grundsätzlichen Erwägungen auf eine Bauleitplanung für die Ausweisung von Flächen für Windenergieanlagen zu verzichten. Sollte es nunmehr aufgrund der geänderten politischen Mehrheiten im Rat der Gemeinde Wiefelstede zur Ausweisung eines weiteren Windparks kommen, müßte zunächst die im Jahre 1998 aufgestellte Potentialstudie überarbeitet werden; möglicherweise sei aufgrund der geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere aufgrund der höchstrichterlichen Rechtsprechung, eine Neufassung der Potentialstudie erforderlich. Die Potenzialstudie ist Voraussetzung für eine Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung eines Sondergebietes "Windenergieanlagen“. Auf die Aufstellung eines Bebauungsplanes kann u.U. verzichtet werden, da auf der Grundlage des geänderten Flächennutzungsplanes die Genehmigung von Windenergieanlagen baurechtlich möglich ist - so die Begründung zu der Beratungsvorlage. Die Planungskosten werden mit 15.000 Euro veranschlagt.

Potenzialstudie - was ist das und wem soll sie dienen? Der Begriff dürfte hier ist in zweifacher Hinsicht definiert sein:
  • die Anwendung aller Mittel und Möglichkeiten, ein bestimmtes Ziel zu erreichen und
  • die Höhe der zu gewinnenden Stromausbeute anhand lokaler Gegebenheiten zu ermitteln. 
Im Grundsatz korrekt. Prinzipiell sollte aber, bevor eine Kostenschätzung vorgelegt wird, auch darüber informiert werden, was denn in dieser Potenzialstudie alles drin ist, was hinein gehört und wie sie durchgeführt werden soll. Wer vor derartigen Beratungen mit definierten Planungskosten antritt, hat sich auf einen bestimmten Umfang der Untersuchungen eingeschränkt. Ob dieser Umfang für ein sachdienliches und sachgerechtes Ergebnis ausreicht?

Zu den lokalen Gegebenheiten eines Windparks gehört zweifellos die örtliche Lage mit allen daraus betroffenen Belangen, welche in die Abwägung einszustellen und zu berücksichtigen sind. Das ist im allgemeinen der Gang der Dinge. Die landschaftlich lokale Situation für einen Windpark in Conneforde bietet für gängige Planungsvorhaben da sicherlich keine - von hier erkennbaren - Ausnahmen an. Dagegen in seiner netztechnischen Position. In Conneforde steht einer der wichtigsten norddeutschen 110/220/380 kV-Netzknoten - Verteiler- und Umspannstation für die Region einerseits und bedeutsamer Punkt im europäischen Verbundnetz andererseits. Hier sollten nicht nur die geographische Lage sondern auch die Position im Netz differenziert betrachtet werden - was letztlich sogar dazu führen könnte, daß nicht nur Windparkbetreiber, sondern auch Endverbraucher einen Nutzen erzielen oder, daß das Vorhaben nach Abwägung aller Belange nicht sinnvoll ist.

Unter dem Aspekt einer von SPD/Grünen stets geforderten dezentralen Stromversorgung mit einem begleitenden Atom- und Kohleausstieg sollten folgende Fragestellungen einer Abklärung harren:
  • Wo landet der von den Windmühlen in Conneforde produzierte Strom - bei den örtlichen Verbrauchern oder im internationalen Verbundnetz? Frage nach dem Verteilungspotenzial! 
  • Wieviel CO2-freier Strom würde aller Voraussicht nach von den Windanlagen produziert? - Frage nach dem CO2-Einsparpotenzial!
  • Welchen relativen oder absoluten Anteil (in Prozent oder in Grad Celsius) am globalen oder lokalen Klimaschutz könnte der per Windenergie gewonnene CO2-freie Strom ausmachen. Frage nach dem Klimaschutzpotenzial!
  • Wie hoch ist das Maß in kgCO2/kWh produzierter Windstrom am Standort Conneforde in Anbetracht dessen, daß es sich hierbei um einen international bedeutsamen Knotenpunkt handelt, über den einerseits wohl auch der meiste weiter östlich in Deutschland produzierte CO2-freie Windstrom nach Westen abgeleitet wird und andererseits die von Conneforde aus versorgte Region damit bereits ausreichend mit CO2-freiem Strom versorgt ist. Kann an diesem Standort das vom Bundesverband Windenergie benutzte Maß von 0,85 kgCO2/kWh berechtigterweise Anwendung finden? Hier wäre der Umfang der gemeinsamen Schnittstellen der durch das Netz bedingten Standort-, Versorgungs- und des Klimaschutzpotenziale zu ermitteln!
  • Wieviel Strom aus welchen Kohle- oder Kernkraftwerken würde aufgrund des in Conneforde eingespeisten Windstromes verdrängt? Zwecks Klimaschutz oder Atomausstieg. - Frage nach dem Potenzial der Verdrängung oder einer Substitution von Kern- und Kohlekraftwerken! 
Nun, liebe Gemeinde Wiefelstede. Es gibt viel zu tun  - und die Kosten einer Potenzialstudie bedenken! Und noch eins - nicht vergessen, die bisher von einem anderen Windpark entgangene Gewerbesteuer in die Abwägung einbeziehen!

JAPAN BACKS AWAY FROM POST-KYOTO EMISSION TARGETS - Japan wendet sich von 'Nach-Kyoto-Zielen' ab.
TOKYO, Feb 22 (Reuters) - Japan is committed to a post-Kyoto Protocol framework, but will not specify targets for emissions reductions beyond the pact's 2012 expiry as European nations have done, its chief climate negotiator said on Thursday. ...
http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/T227183.htm

Wir sind doch nicht blöööd! Zunehmend mehr Menschen sehen sich von dem politisch vorgebeteten katastrophalen End-Zeitgeist, modelliert aus Rechnersimulationen für Klimaprognosen, mehr angewidert, veralbert und betrogen als informiert. Politiker müssen sich nicht wundern, wenn sich die Wissensgesellschaft von ihnen abwendet, nicht mehr wählen geht und lieber eigene Informationsnetzwerke aufbaut. Auch Zeitungs- und Nachrichtenmedien, welche das politische Geplapper ungeprüft, unkommentiert und nicht hinterfragt an ihre Leser und Hörer weiterreichen, sollten darüber nachdenken, wie lange die sich das gefallen lassen.
Wetter und Klima-Fakten    
eine kritische Betrachtung der Klimadiskussion und - ein anderer Blick mit sachbezogener, anstelle zeitgeistiger Logik.

Oder die Seite
Ökologismus.de "Wieviel Treibhausgase hätten's denn gern?" - samt vielen anderen kritischen bis spöttischen Beiträgen über das unsägliche Klimageschwätz. Von selbständig denkenden Leuten ohne dahinter agierenden Politmafiosis.

Wie das Wochenmagazin 'Stern' seine Leser unreflektiert und ungeprüft mit Informationen versorgt, offenbart es auf seiner heutigen Webseite mit dem Titel "Stromfressern auf der Spur", ein Bericht mit stets wiedergekauten Ratschlägen wie "Deckel drauf", "volle Maschine", "Standby-Betrieb" etc. Zitat daraus: »Kühl- und Gefriergeräte sollten möglichst auf dem neuesten energetischen Stand sein. Da sie rund um die Uhr das ganze Jahr über betrieben werden, lohnt es sich, das energiesparendste Gerät zu kaufen. Ein Minderverbrauch von nur 0,1 Kilowattstunden pro Tag rechtfertigt einen Geräte-Mehrpreis von rund 70 Euro, meinen die Energieberater«. An 365 Tagen im Jahr beträgt der Mehrverbrauch ganze 36,5 kWh/Jahr ~ sieben Euro auf der Stromrechnung. Möchten Sie 70 Euro für einen Gegenwert von 7 Euro ausgeben? Wenn ja, dann müssen Sie die Gewißheit haben, daß das Gerät 10 Jahre ununterbrochen und einwandfrei arbeitet. Diese Gewißheit gibt es bei guten Geräten genau so wenig wie bei schlechten. Natürlich läßt sich daraufhin argumentieren, daß bei steigenden Strompreisen die Amortisation früher eintreten wird. Aber weshalb müssen die Strompreise steigen?
  • wegen den von allen Verbrauchern zu tragenden Einspeisegebühren für Strom aus regenerativen Energien und
  • wegen den damit einhergehenden massiven Netzausbauten bis auf internationaler Ebene
Ein Bericht über Ursache und Wirkung wäre erheblich informativer und so auch glaubwürdiger. Denn welchen Sinn hat die ganze, vom Stern nachgeplapperte Stromsparerei, wenn Netz- und Kraftwerksbetreiber aufgrund abnehmender Liefermengen aber zunehmenden, EEG-bedingten Netzausbaupflichten ihre Preise hochschrauben müssen? Die Anzahl der Verbraucher steigt nicht, aber immer mehr Betreiber wollen mit immer größeren Anlagen ihre aus der Windenergie gewonnenen Strommengen in das europäische Verbundnetz integriert und bezahlt haben. Die Industrial Wind Action Group informieret darüber auf ihrer Webseite.
 European Wind Integration Study (EWIS)
Towards a Successful Integration of Wind Power into European Electricity Grids. »The support of renewable energy sources (RES) is one of the key issues in European energy policy. In order to cope with this challenge, European Transmission System Operators launched a European wide grid study on the integration of wind power, focusing on measures needed to be taken by legislators, regulators, grid operators and grid users, aiming at establishing a harmonised set of rules for the integration of wind power....
«
 
22.02.2007
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat in seinem 8. Wochenbericht 2007 die Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen über die Entwicklung der Energiewirtschaft publiziert. Darunter befindet sich auch in der Tabelle 10 die nach Energieträgern geordnete Bruttostromerzeugung in Deutschland von 1990 bis 2006. Seit 1991 haben wir die Einspeisegesetze für Strom aus regenerativer Erzeugung. Die nebenstehende Grafik wurde mit diesen Daten daher ab 1991 generiert.

Trotz ihrer politischen Ächtung
trägt die Kernenergie immer noch den höchsten Anteil an der Stromgewinnung in Deutschland (blauer Linienverlauf). Die Stromerzeugung aus Steinkohle sinkt kontinuierlich und wird seit dem Jahr 2000 von der Braunkohle übertroffen - dem am meisten geächteten 'Klimaschädling'. Das teure Erdgas gleicht mit seinem ansteigenden den fallenden Trend billiger Energieträger aus. Teures Gas substituiert billigere Kohle! Ein Aberwitz. Sein Anteil liegt deutlich über den Rest der übrigen zur Verstromung eingesetzten Energieträger Wasser, Wind, Mineralöl und Sonstige (Müll etc.).

Solarstrahlung als Energieträger befindet sich noch im statistischen
Rauschen und findet daher keine Erwähnung. Im Klartext: nach 15 Jahren EEG noch keinen bedeutsamen Anteil an der Stromerzeugung. Trotzdem steht der Solare Förderverein SFV unverdrossen hinter seiner Wunschvorstellung von einer 100%igen Energieversorgung aus erneuerbare Energien und richtet diesbezüglich eine Resolution an die Entscheidungsträger im Bundestag.

Die Nutzung der Wasserkraft gehört zur ältesten und daher zur konventionellen Stromerzeugung und so verbleibt von den EE nur die Windkraft als wesentlicher Faktor.
 

Den Aufstieg der Nutzung der Windenergie präsentiert der Windenergieverband auf seiner Webseite, von der die folgenden Daten für 2006 entnommen sind - wobei dort mit 5,7% Windstromanteil offenbar neuere Erkenntnisse als beim DIW mit 4,8% über den Windstromanteil für 2006 vorliegen. 
  • Installierte 20.622 MW 
  • Anzahl der Anlagen: 18.685
  • Jahresenergieerzeugung: 30,6 Mrd kWh 
  • Anteil am Stromverbrauch: 5,7 %
  • Jährliche CO2-Einsparung: 26,1 Mio t
  • Arbeitsplätze: 70.000
Schlußfolgerungen: Mit 20.622 MW installierter Windkraftleistung ergibt sich für 30,6 Mrd. kWh Stromerzeugung eine ~17%ige Auslastung aller deutschlandweit installierten Windstromfabriken. Mit derart schlechten Auslastungen würde nirgends eine Landstraße oder Autobahn in die Landschaft gebaut. Für deren Bedarfsermittlung werden zuvor aufwändige Verkehrszählungen vorgenommen. Und weder Großmärkte noch Industriebetriebe mit soviel Arbeitsplätzen würden bei dieser mäßigen Auslastung irgend eine Bestandsgarantie haben. Zu den Folgen einer mit Windanlagen völlig überinstallierten Landschaft - bezogen auf deren Stromabgabe - gesellen sich demnächst - und bereits vorausberechnet - die für den Stromtransport notwendigen Trassen für das Übertragungsnetz in Ballungsgebiete. Denn das Gros der Windkraftanlagen produziert in Zukunft den Strom weitentfernt von den Verbrauchern auf offener See.

Die Lobby der Windenegie preist die jährlich steigenden Zahlen der von ihr geschaffenen Arbeitsplätze. Mit denen und einem gewaltigen Ressourcenverbrauch werden eine Menge Gerätschaften produziert, welche in der freien Landschaft ihren Platz finden - ohne Zweifel. Ein volkwirtschaftlicher Nutzen aus Arbeitsplätzen entsteht aber erst mit einem zwecks Bedarfsdeckung geschaffenem Produkt. Ein Bedarf an Windkraftanlagen besteht aber nicht. Er wird dem Volk zwangsweise aufgedrängt. Desgleichen der mit ihnen produzierte Strom. Prof. Carl Friedrich und Freiherr von Weizsäcker, Physiker und Philosoph, zugleich Bruder des Richard von Weizsäcker, hat dies bereits in einem Leserbrief an die FAZ vom 29.12.2005 mit einer gesetzlichen Zwangsernährung von 'ökologisch korrekten' Produkten verglichen.

Windkraftanlagen können nicht einmal die Gegner von Kernkraftwerken befriedigen, denn letztere werden nämlich nicht substituiert.
Im Gegenteil: Deutsche KKW sind wieder Weltmeister in der Stromproduktion. Ob es daran liegt, daß sich WKA im Sturm und bei Flaute abschalten müssen, KKW dagegen nicht? Man bedenke diesbezüglich nur einmal die Meldungen über die Blöcke B + C in Gundremmingen an der Donau mit weltmeisterlichen Lieferungen von 10,6 + 11,1 Mrd. kWh verläßlichen Strom und einer Auslastung von ~ 94%. Daher verbleibt der Politik samt ihrer Windlobby als geheiligtes Argument nur noch der sog. Klimaschutz mittels CO2-Ersparnissen - ein von der Kernenergielobby geklautes Argument.

A
us der vom BWE angegebenen CO2-Ersparnis errechnet sich ein Maß von 0,85 kg CO2/kWh. Dieses Maß ist meßtechnisch nicht verifiziert. Bei keinem fossil betriebenem Kraftwerk erfolgt aufgrund von Windstromeinspeisungen eine meßtechnische Erfassung der dadurch eingesparten Kohle- und Erdgasmengen. Zudem vermittelt die behauptete CO2-Einsparmenge auch kein Maß für den konkreten Erfolg beim Klimaschutz - in Grad Celsius (°C) verhinderte Temperatursteigerung bis zu dem vielfach in Szene gesetzten und beschworenem Jahr 2050. Der Erfog dieser angeblichen CO2-Ersparnis ist daher nur ideologisch und nicht real bewertbar.
Fazit:
Von der Politik auf Kosten der Allgemeinheit teuer geförderte und unterstützte Schaumschlägerei.
 
21.02.2007
Die Geschichte wiederholt sich! Man muß sie nur anpassen. Wissen Sie noch, was vor mehr als 30 Jahren für Furore sorgte? 1972 erschien der Bericht des Club of Rome "Die Grenzen des Wachstums“. Das war die Zeit, als man begann, mit Computern Modelle zu simulieren, welche unsere Zukunft beschreiben. Bereits 1974 erschien die deutsche Ausgabe "Menschheit am Wendepunkt" als 2. Bericht zur Weltlage an den Club of Rome von Mihailo Mesarović und Eduard Pestel (ISBN 3-421-02670 X).

Gibt es neben den heute diskutierten und vielen weltweit umstrittenen Zukunftsmodellen für das Klima überhaupt ein ebenso heftig politisch diskutiertes Gesellschaftsmodell, welches die Gegenwart beschreibt, deren Mängel analysiert, welche sukzessive zu beheben sind und Anpassungsstrategien entwickelt? Das Klima ändert sich nicht schneller als 'man gedacht' hat oder als 'zu erwarten' war, wie uns die Medien weitervermitteln. Wer bestimmt denn die Denk- und Erwartungshaltung? Der Bericht von 1974 konzentrierte sich auf die folgenden fünfzig Jahre und belegt gemäß eigener Aussage im Kapitel neun, daß in Südasien im Jahr 2000 der Lebensmittelbedarf die eigenen Versorgungsmöglichkeiten dieser Region um etwa 30% übersteigen wird. Nun, im Jahr 2007 machen wir uns jedoch Gedanken, wie das die Nahrungsmittelproduktion steigernde Wachstumsgas CO2 per Getreideverbrennung vermieden, zurückgehalten und am besten in unterirdischen Endlagern für alle Zeiten verwahrt werden soll. Was damals die Grenzen des Wachstums waren, welche nicht eingetreten sind, sind heute die Grenzen des Klimas (»Wir müssen daher alles daransetzen, daß wir eine globale Erwärmung von 2° Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau verhindern«; BMU-Pressedienst 280/06). So schlicht und einfach lassen sich derartige Grenzen festlegen - weil es für das globale Klima keine Thermometer gibt, welche von jedem kontrolliert werden können. Und schon haben wir wieder ein Szenario für Untergangsprediger, Alarmtrompeter und willfährigen Politikern zwecks Rettung der Welt.

Anläßlich des Weltwirtschaftsforums am 24. Januar 2007 in Davos erfahren wir von unserer Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel ihre Interpretation des nun auf den Klimawandel aufbauenden Weltgeschehens. Zitat aus ihrer Rede: »Damals hieß es "Die Grenzen des Wachstums" und damals wurde vor dem unverantwortlichen Umgang mit der Natur gewarnt. Mittlerweile stehen uns die dramatischen Folgen des Klimawandels klar vor Augen. Wer neben den wissenschaftlichen Erhebungen noch eines praktischen Beispiels bedurfte, den sollte der "Stern-Report“ über die wirtschaftlichen Folgen überzeugen«. Ob unsere überzeugte Kabinettchefin sich wirklich die Zeit genommen und den umfangreichen Stern-Report studiert, dessen Aussagen analysiert und auch verifiziert hat? Es dürfte sich bei ihr und den vielen anderen Nachplapplern und Katastrophenwarnern mehr um öffentlich zur Schau gestellten Glauben als um Wissen handeln. Zumindest hat sich Angela Merkel ganz offensichtlich nicht über die vielen nicht erfolgten aber prognostizierten Eintrittsergebnisse der von ihr angesprochenen Zukunftswarnungen im Bericht des Club of Rome informiert. Weshalb sollte der Stern-Report bessere Vorhersagen produzieren? Nur weil wir heute bessere Computer haben? Mit denen lassen sich statistische Daten auch besser manipulieren.

Über das globale Fieber berichtet die Wiener Zeitung - oder ist es gar ein Fieberwahn?
»Wir haben uns daran gewöhnt: Alle paar Jahre wird mit großem Lärm eine Umweltkatastrophe durchs globale Dorf getrieben. Und ebenso regelmäßig stellt sich später die Aufregung als übertrieben heraus....
Globales Fieber
Erinnern wir uns an das Ende der Ölvorräte, das der Club of Rome für die Jahrtausendwende prophezeit hat - heute reicht das Öl schon bis zur nächsten Jahrhundertwende. Erinnern wir uns an das Waldsterben - heute gibt es mehr Wald denn je. ... ».

Vom 15. bis 17. März 2007 findet in Potsdam das informelle Treffen der Umweltminister der G8-Länder statt. Neben den G8-Umweltministern werden erstmals auch die Umweltminister der Schwellenländer Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika teilnehmen. Mit dabei sein werden die EU-Kommission sowie Vertreter des UN-Umweltprogramms (UNEP), der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) und der Klimarahmenkonvention (UNFCCC). Ob sich die 'Schwellenländer' für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion auf der vorhandenen Fläche anstelle einer weltweiten Energieerzeugung mittels Biomasse - bei gleichzeitiger Abholzung von Urwäldern - durchsetzen wollen? Volle Tanks oder volle Bäuche dürfte ein spannendes Thema sein.

20.02.2007
Auch die promovierte Diplom-Physikerin Angela Merkel, derzeit unsere Bundeskanzlerin, welche mit ihrer Arbeit zur Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten bei Reaktionen einfacher Kohlenwasserstoffe den Doktorgrad der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) erlangte, wird sich mit ihrem Wissen nicht gegen den Primat der Geldgeier in Wirtschaft und Parlament durchsetzen können - Präsident Bush hat es auch nicht geschafft. »Wir müssen so viel besser sein, wie wir teurer sind« - meint Frau Merkel auf ihrer Webseite. "klüger sein" wäre die gescheitere Formulierung! Lesen Sie folgend einen Beitrag von Prof. Dr. Ing. Helmut Alt:

Die Diskussion um die Umstellung der Kraftfahrzeugsteuer auf eine CO2-Steuer liefert ein Abbild des Mangels an naturwissenschaftlichem Grundwissen bei unseren Regierungsvertretern und im gewählten Parlament. Der CO2-Ausstoß eines Kraftfahrzeuges ist direkt proportional dem Brennstoffverbrauch und damit direkt proportional der aufzubringenden mechanischen Energie zur Beschleunigung und zum Vortrieb des Fahrzeuges. Dieser Energiebedarf ist ebenfalls naturgesetzlich von der Schwere des Fahrzeuges und seiner Insassen sowie vom Fahrwiderstand (Luftwiderstand und Reibungsverluste) und von der Fahrdynamik des Fahrzeuglenkers abhängig. Die prospektgemäßen Verbrauchsangaben der Hersteller sind z.B. dann reine Makulatur, wenn der Fahrzeuglenker als "sportlicher Fahrer" dauernd einen Kavalierstart hinlegt und sein Fahrzeug in zehn Sekunden von Null auf hundert Kilometer pro Stunde beschleunigt und ebenso heftig und häufig bremst. Die CO2-Emission entspricht naturgesetzlich etwa dem dreifachen Gewicht (exakt 3,3) des verbrauchten Brennstoffgewichtes, sei es Benzin, Diesel oder Erdgas.

Jedermann kann selbst seinen Verbrauch bei jeder Tankfüllung erkennen, mit dem spezifischen Gewicht von Benzin bei 15 °C von 745 kg/m3 und Diesel von 830 kg/m3, als rd. 800 kg/m3 lässt sich durch Multiplikation der Tankmenge in Liter mit dem Faktor 2,5 die CO2-Emission in kg bis zur nächsten Tankfüllung vorhersagen. Im Winter ist das, wie jeder Autofahrer weiß, deutlich mehr als im Sommer - was im Prospekt der Autohersteller auch immer stehen mag. Wenn das Finanzministerium für ältere Fahrzeuge noch eine Berechnungsbasis sucht, sei ihm hiermit eine Lösung des Problems zur Hand gegeben.

Will man CO2-Emission verhindern, muß man das Auto stehen lassen, so einfach ist das, denn CO2 ist ein Reaktionsprodukt und kein begleitender Schadstoff - wie es uns der Zeitgeist weismachen möchte. Wer Emissionen vermindern möchte, muß verbrauchssparend fahren und ein möglichst kleines und leichtes, sparsames Fahrzeug kaufen und nur leichtgewichtige Personen befördern. Aber wer will und kann das schon. Das Klima hat sich übrigens auch schon stark verändert, als es noch keine Autos gab. Die kleine Eiszeit im 17. Jahrhundert wurde jedenfalls mit Pferdefuhrwerken bewältigt und hat sich ohne Autos bei konstantem CO2 zur Warmzeit gewandelt.
Kraftstoffe für Fahrzeuge
Otto- und Dieselkraftstoffe bestehen im wesentlichen aus Kohlenwasserstoffen. Ein kleiner Exkurs über das, was Ingenieure bereits im Grundstudium lernen oder gar mitbringen müssen ...

19.02.2007
Landwirte werden Energiewirte - jubelt der Solarapostel Dr. Franz Alt und schwärmt auf seiner Sonnenseite von der Bioenergie im Aufwind. Ob sie auch 'sanfte Energiewirte' werden? Weil der von der grünen Szene sonst so gescholtene Bauernpräsident Sonnleitner auf der 'Grünen Woche 2007' "Kornkraft statt Kernkraft" gefordert hätte, wird er plötzlich wie das Goldene Kalb verehrt. Die Energiepreise würden den deutschen Haushalten kräftig einheizen und in 2006 hätte pro Haushalt zwischen 200 und 300 Euro mehr an Heizenergie bezahlt werden müssen als noch 2005. Wieviel Geld diese Haushalte aufgrund des warmen Winters 2006/2007 eingespart haben, das hat der Doktor der Philosophie bisher nicht ausgerechnet.

Die Sonnenseite, welche stets den religiösen Armuts- und Hilfbedürftigkeitspopulismus, den Moral- und Ethikpopulismus, sowie den Sozialpopulismus für das Volk bedient und möglicherweise gut davon lebt, sieht offensichtlich keine Probleme mit dem Auftreten der größten anthropogen veranlaßten Naturzerstörung aller Zeiten - einer großtechnischen Nutzung der Biomasse, welche von der Oberfläche unserer Erde - zugleich Lebensraum für Mensch und Tier - stammt. Die zukünftigen Energiewirte werden uns auch zeigen, was sie unter der politisch viel beschworenen Effizienz verstehen - die Zusammenfassung vieler kleiner dezentraler zu wenigen großen zusammengefaßten Einheiten mit geringstem Aufwand an Arbeitsplätzen. In Brasilien seien die Zuckerrohrfelder für den begehrten Biosprit bereits so ausgedehnt (insgesamt so groß wie Bayern), daß sich ihre Grenzen nicht einmal mehr vom Hubschrauber aus erahnen ließen (STERN 8/2007 vom 15.02.2007 "Das grüne Gold"). Im Osten des südamerikanischen Landes hätte sich auch bereits die deutsche Firma Südzucker riesige Ackerflächen zugelegt, um im Schutz hoher Einfuhrzölle den Biosprit aus Zuckerrohr herzustellen. Subventionen würden den Nachteil mindern, daß die Produktion nahezu gleich viel Energie verbraucht, wie der Rübensaft liefert. Auch in den USA würden mittels Einsatz von Steuermilliarden Ethanol aus Mais hergestellt. Kleinbauern hätten in dem Geschäft nichts zu suchen - das 'Erfolgsprodukt' Biosprit würde die Not der Armen nicht lindern - Ethanol vergrößert die Ungerechtigkeit - Aktienkurs schießt in die Höhe - Konflikt zwischen Lebensmittel- und Energieversorgung etc. etc...

In Deutschland - konnte man neulich in der Zeitung lesen - würde bereits wegen Palmölmangel der Margarinepreis steigen. Nun, wenn demnächst die Kornkraft in den Tank und nicht mehr im Backofen landet, es eh kein Brot mehr gibt, dann kann ja der Brotaufstrich auch ruhig teuer werden. Das EEG macht es möglich.  
    
Lukrativer Handel  mit Emissionsrechten -
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Februar 2007
NEW YORK, 15. Februar (Bloomberg). Die Investmentbanker an der Wall Street wollen auch am Kampf gegen den Klimawandel verdienen. Die Investmentbank Goldman Sachs hat innerhalb von sechs Monaten mit einem Investment bei Climate Exchange, einem Handels-haus für Emissionsrechte, mindestens 68 Millionen Dollar Gewinn erzielt. Morgan Stanley will 3 Milliarden Dollar in Projekte investieren, die dazu beitragen, Treibhausgas-Emissionen zu verringern. Die Citigroup hat am Dienstag eine Kooperation mit der Hedge-Fonds-Toch-tergesellschaft von Cargill, dem größten Agrarunternehmen des Landes, bekanntgegeben, um Anteile an Sindicatum Carbon Capital zu kaufen. Ziel ist der Handel von Emissionsrechten. Der Hintergrund ist, dass in den Vereinigten Staaten bald ein Gesetz zur Förderung des Handels von Emissionsrechten zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen verabschiedet wer-den dürfte, um den Klimawandel einzudämmen. Das verspricht Anlegern schwindelerre-gend hohe Gewinne, sagen Investoren.

Anmerkung: Der Arbeiter ist der Esel, auf dem der Kaufmann zum Erfolg reitet und Ingenieure sind die Kamele, auf denen die Dienstleister des Geldes dies tun. Bei jeder Warenproduktion fällt das 'Treibgas' CO2 an. Schaut man in den Nationalen Allokationsplan, dann erkennt man, daß hierbei auch nur Produktionsstätten betroffen sind, welche von den CO2-Beschränkungen - ihrem produktiven Tun - betroffen sind. Schlußfolgerung: Eltern, die nicht möchten, daß ihr Nachwuchs unbedingt den Esel oder das Kamel für eine parasitäre Clique spielen soll, raten ihm am besten von beruflichen Ambitionen im produktiven Gewerbe oder von einem technisch-physikalischen Studium ab und schicken ihn lieber zur Ausbildung in BWL/VWL-Seminare. Nicht per CO2-Handel, sondern je weniger wir produzieren, desto schneller kommt der Kyoto-Kostenzähler zum Stehen und unser Klima wird dann nicht mehr ständig 'gekillt'. Fahren wir so fort, dann gibt es Ingenieurleistungen in Verbindung mit intelligenten Warenproduktionen eben wo anders auf der Welt. Wir können jedwede CO2-Reduktion für Deutschland verordnen, am Ende erreichen wir auch unser Ziel - im Zweifel, indem die Industrie abwandert. Dann brauchen Sie auch weniger Kraftwerke…

Frage an Radio Eriwan: Ist die Klimaerwärmung wirklich von Menschen verursacht? Antwort: "Im Prinzip ja. Von Dutzenden Wissenschaftlern, Finanzjongleuren und zahlreichen Politikern und sonstigen Agitatoren, welche damit ihren Lebensunterhalt bestreiten!"

18.02.2007
Etappensieg für die Kernenergie - mit der Kraft von zwei Herzen! Ein Herz schlägt nuklear, das andere erneuerbar. »Eine Substitution von Kernkraftwerken durch erneuerbare Energien findet derzeit nicht statt« - lautet eine schlichte Erkenntnis im "Gutachten zur CO2-Minderung im Stromsektor durch den Einsatz erneuerbarer Energien«. Erstellt haben es Marian Klobasa und Dr. Mario Ragwitz, eine Arbeitsgruppe der "Erneuerbare Energien Statistik (AGEE-Stat)" des Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung im Auftrag des Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Baden-Württemberg (ZSW). Demgemäß fände die Substitution von Kraftwerken bei den konventionellen Kraftwerken statt und würde sich auf Braun- und Steinkohlekraftwerke sowie erdgasbetriebene Kraftwerke aufteilen.

Was in Fachkreisen lange als sicher bekannt ist, wird nun von der AGEE-Stat offiziell bestätigt - sogar in der technisch falschen und irreführenden Formulierung. Denn Strom aus erneuerbare Energien substituiert weder nuklear noch fossil betriebene Kraftwerke, sondern verdrängt lediglich deren Strom im gemeinsamen Netz. Zwischen der Substitution eines Kraftwerkes und der Verdrängung dessen Stromes dürfte wohl ein sachlicher Unterschied bestehen! Im Gegensatz zur Substitution findet Stromverdrängung schließlich nur temporär statt. Aber Kritik an der bewußten Irreführung des Volkes ist ja auch Thema dieser Webseite. Für die stets beschimpfte Kernenergielobby dürfte dieses Eingeständnis aber ein erfreuliches Ergebnis sein. Ob dieses inzwischen zwei Jahre alte Eingeständnis aber auch von den Einpeitschern einer solaren Energiewende wahrgenommen und akzeptiert wird?

Das SPD-geführte Bundesumweltministerium drückt sich da um eine klare Aussage herum. Es redet in diesem Zusammenhang lediglich der
CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz das Wort. Im krassen Gegensatz zu dem Gutachten operiert dagegen die hessische Landes-SPD unter ihrer Chefin Andrea Ypsilanti. Für sie ist die Zeit des Wartens vorbei und daher will sie mit erneuerbaren Energien in die Zukunft und mittels »1.700 Anlagenmodule Erneuerbare Energien« das Kernkraftwerk Biblis ersetzen und läßt sich dabei neben dem Sozialpolitiker Dr. Hermann Scheer von dem Atomaussteiger und Kernenergiekritiker Prof. Klaus Traube beraten. Ob sie das Gutachten der AGEE-Stat kennen, wonach Kernkraftwerke mittels EE-Anlagen nicht substituiert werden?

Und was meint die Europa-SPD? Im Gegensatz zum Hessen-Ableger ist dort ist
»Energiepolitik von den Themen früherer Jahrzehnte beherrscht, so als ob wir die Freiheit hätten, zwischen den erneuerbaren Energiequellen und der Kernenergie wählen zu können«. Für die ehrgeizigen klimapolitischen Ziele in Europa müssen »sichere Kernenergie und erneuerbare Energien« gleichermaßen entwickelt werden. Quelle: www.linkohr.de/2005_11_30.doc. Klimaschutz mit der Kraft von zwei Herzen eben. Die politisch gehandhabte Wählerverblödung feiert fröhliche Urständ.

17.02.2007
In der Natur stellt man Minderheiten unter Schutz - insbesondere wenn sie vom Aussterben bedroht sind. Meist erfolgt dies nach langwierigen Untersuchungen mit wissenschaftlichen Abhandlungen. Und bei Menschen? Ein spezielle Minderheit des modernen Anthropos sind die sog. 'Klimaskeptiker'. Der Begriff ist unehrlich und legt unmittelbar die Unliebsamkeit dar, mit der man dieser 'Minderheit' in der Öffentlichkeit entgegentritt. Doch diese Minderheit ist nicht am Aussterben, sie erlebt zunehmend ihre weltweite Verbreitung. Die Skepsis dieser Leute richtet sich überhaupt nicht gegen ein Klima auf dieser Erde (es gibt etliche), sondern gegen die von der Politik und ihren Klimastatistikern samt deren Computermodellen verbreiteten Schauermärchen - und insbesondere - gegen die daraus abgeleiteten politischen Maßnahmen. Teure Maßnahmen, mit denen sich diese Webseite hauptsächlich befaßt. Es ist aber auch wichtig, die Basis, auf der sich politische Maßnahmen stützen, zu hinterfragen. Und da stößt man sehr schnell auf Widersprüchliches in der Klimadiskussion - aber gleichzeitig einhergehend mit einem gewissen Absolutismus für die herrschende Meinung.
  • Beispiel UNO-Präsident Kofi Annan - verbreitet in vielen Internetmedien: "This is not science fiction, these are plausible scenarios, based on clear and rigorous scientific modeling. A few diehard skeptics continue trying to sow doubt. They should be seen for what they are: out of step, out of arguments and out of the time". Kofi Annan, Nairobi, 15. Nov. 2006. 
oder die derzeitige britische Außenministerin und vormalige Umweltministerin Margaret Beckett, welche Klimaskeptiker in die Nähe von Sachwaltern des islamistischen Terrors rückt, von denen keiner Zugang zu den Medien haben sollte
  • On Thursday, Margaret Beckett, the Foreign Secretary, compared climate sceptics to advocates of Islamic terror. Neither, she said, should have access to the media. <http://gristmill.grist.org/story/2006/9/19/11408/1106>http://gristmill.grist.org/story/2006/9/19/11408/1106>
Eine Million Bild-Zeitungsleser können sich nicht irren - spottete einst eine in der Minderheit befindliche grüne Linke über das dumme Volk, dessen Meinung damals von einem anderen Bild, als dem ihren, dominiert wurde. Ob jene Spötter von damals, welche sich den Marsch durch die Institutionen befohlen hatten und nun die öffentliche Meinung gnadenlos beherrschen, das heute noch wissen wollen?

Aber zurück zur realen Klimadiskussion, welche aufgrund ihrer Widersprüche zum Skeptizismus herausfordert.

Beispiel Polarforschung: »
Der Austausch zwischen Ozean, Eis und Atmosphäre gibt wichtige Informationen über klimatische Veränderungen. Noch fehlen mathematische Modelle, um die Daten zuverlässig interpretieren zu können« -  lautet eine Aussage zum Thema 'Dem Klimageschehen auf der Spur' auf einer Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. Worum geht es eigentlich bei diesem Geschehen. Doch nur darum, wer das richtige Modell mit den richtigen Ergebnissen (für die richtigen Politiker) hat, oder?

Weiteres Beispiel in 'Herausforderung Klimawandel ' des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:
»Die globale Jahresmitteltemperatur der bodenahen Luft ist seit 1860 um 0,6 ±0,2°C angestiegen. Dieser Anstieg hatte sowohl natürliche als auch anthropogene Ursachen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung kann man davon ausgehen, dass die Erwärmung in den letzten drei Dekaden wesentlich durch die Zunahme der anthropogenen Treibhausgase, insbesondere Kohlendioxid (CO2), verursacht worden ist. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dagegen haben vor allem natürliche Faktoren wie die Zunahme des solaren Energieflusses und der Rückgang der Vulkanaktivität zur Erwärmung beigetragen. Welchen genaueren Anteil allerdings natürliche und anthropogene Ursachen am Klimawandel im 20. Jahrhundert haben, darüber besteht in der Wissenschaft noch keine einheitliche Meinung« (red. Hervorhebung).

Noch ein Beispiel daraus:
»In der öffentlichen Diskussion über Klima, Klimaschutz und Klimafolgen treten Fragen auf, die zum Teil auf Unkenntnis des Diskussionsgegenstandes und des gegenwärtigen Forschungsstandes zurückzuführen sind. Zum Teil spiegeln sie aber auch den tatsächlichen wissenschaftlichen Dissens bzw. Forschungsbedarf wider. Zum ersten Themenbereich gehören die Verwechslung der Begriffe Klima und Wetter, die Interpretation einzelner Wetterextreme als Signal eines Klimawandels, die Behauptung, es gäbe keinen Treibhauseffekt, sowie die Vermutung, CO2 wäre auch in der Vergangenheit durchgehend der Antrieb für Klimaänderungen gewesen. In der Klimaforschung dagegen werden u.a. folgende Punkte immer noch kontrovers diskutiert: Wie stark beeinflussen die natürlichen Klimaantriebe, wie z.B. Änderung der Sonnenaktivität und Vulkanismus, die Klimavariabilität im Vergleich zu anthropogenem Antrieb, wie stark sind die internen Rückkopplungsprozesse wie z.B. der Wasserkreislauf einschließlich Wolken und dem positiven wie auch negativen Effekt des Wasserdampfes im Strahlungshaushalt der Atmosphäre? Wie wirkt sich die Klimaänderung auf den Austausch von Treibhausgasen zwischen der Biosphäre und der Atmosphäre aus? Wie zuverlässig ist das Klima modellierbar, ist es gar vorhersagbar, und wie belastbar sind Vorhersagen der Klimamodelle?«.

Wem soll man nun glauben, dem Bundesministerium für Umwelt BMU, welches uns fast täglich per Newsletter die Folgen des Klimawandels und die daraus abzuleitenden Handlungen in den Kopf hämmert oder dem Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, dem die Zweifel nicht fremd sind und sie sogar nennt? Wie wäre es, wenn die beiden Ministerien sich selber erst einmal ein Rechenmodell für eine einheitliche Meinung programmieren - ehe sie in die Öffentlichkeit gehen?

16.02.2007
Naturstrom oder Naturkaputtstrom? - Die Stadtwerke Schwäbisch Hall und andere wollen Ölpalmen in Afrika und Südamerika anbauen. Gemeinsam mit weiteren kommunalen Kraftwerksbetreibern wollen sie dort Kraftstoff für die hiesigen Biomasse-Kraftwerke zu gewinnen. "Zurzeit prüfen wie den Kauf von Ölpalmen-Plantagen in Ghana, Elfenbeinküste, und Kolumbien", sagte Johannes van Bergen, Chef der Stadtwerke Schwäbisch Hall der WELT ...
Wir wollen Grundbesitzer werden. ...
Naturstrom aus Übersee oder grenzenloser Ökowahn?

VG NIERSTEIN-OPPENHEIM Mit großer Mehrheit hat der Verbandsgemeinderat den Bau von fünf Windrädern in der Lörzweiler Gemarkung abgelehnt. Lediglich Marcus Held und Hans-Peter Hexemer (SPD) sowie Peter Karch (Grüne) votierten für dieses Vorhaben. Grüner Politiker meint dagegen den Klimawandel zu spüren.
Klares Nein zu geplanten Windrädern
Naturstrom gegen Naturkatastrophen? - Eine ziemlich vermessene Denkweise.

Mit großer Sorge betrachten die landwirtschaftlichen Gemeindebeauftragten der Gemeinde Wiefelstede (AEK) den geplanten Bau einer Biogasanlage in Liethe bei Rastede mit einer Leistung von 2,5 Megawatt. ... Große Probleme bei der Beschaffung der benötigen 35.000 bis 40.000 Tonnen Mais, da er, damit es sich rechnet, in möglichst geringer Entfernung (bis zu zehn Kilometer) von der Anlage besorgt werden muß ....
STELLUNGNAHME
Die AEK befürchtet in Liethe eine industrielle Größenordnung. Die landwirtschaftlichen Gemeinde- beauftragten überbrachten dem Bürgermeister ihre Stellungnahme. ... Nordwest Zeitung online.de vom 16.02.2007
Stählerne 'Klimaschützer' im Anrollen
Stählerne Klimaschützer im Anmarsch. Nebenstehende Abbildung zeigt den Schwersttransport mächtiger Stahlröhren für die Errichtung von Windstromanlagen in Cefn Croes in Wales. »Prior to this, and during the development period, hundreds of thousands of trees - many of them premature crops - had been felled. From February 2004, up to 25 huge excavators, earthmovers, "peckers", rock-grinders, and other heavy plant machinery were on site, as new access roads were made, existing forestry tracks widened, gradients levelled, drainage channels dug, huge foundations excavated, peat bogs ripped up, and new "borrow pits" (quarries) opened up to gain roadstone and aggregate. The base sections of the turbine towers were set in steel-reinforced concrete, ready for the turbine towers - imported from General Electric's factory in Northern Germany. The thousands of tons of concrete were made on-site in a plant which was not part of the original planning application.« Fotogalerie: <http://www.users.globalnet.co.uk/~hills/cc/gallery/index.htm#photos>
THE BATTLE FOR CEFN CROES
Campaigners opposed to wind turbines need to be thick-skinned, very patient and persistent, and become inured to failure. In our case, although we failed in the High Court - we did at least save our beautiful landscape for another year.

15.02.2007
FDP startet Vorstoß gegen Biogasanlagen - UMWELT: Sorgen um starke Zunahme
Der FDP-Landesfachausschuss Umwelt hat einen Beschlussvorschlag des FDP-Bezirksverbandes Oldenburg zum Thema Biogas einstimmig gebilligt. Darin wird der Landesvorstand und die Landtagsfraktion der Liberalen gebeten, aufgrund der Probleme, die durch die stark zunehmende Biogaserzeugung aus landwirtschaftlichen Produkten für Mensch und Natur entstehen, nach Wegen zu suchen, wie diese unkontrollierte, von dem Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) geförderte Ausweitung von Biogasanlagen eingegrenzt werden kann. Das teilte jetzt der Ehrenvorsitzende des FDP-Bezirksverbandes Eilert Tantzen (Sage) mit, der selbst Mitglied des Landesfachausschusses Umwelt ist. Laut Tantzen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die darüber befinden soll, in welcher Form dieser Antrag dem nächsten Landesparteitag der FDP zur Beratung vorgelegt werden soll.

In der Begründung für den Vorstoß der Bezirks-FDP heißt es unter anderem, daß die starke Vermehrung und Aufstellung von Biogasanlagen nicht nur die ohnehin aus Sicht der Raumordnung immer enger werdenden Freiräume in der Landschaft belaste, sondern sie dazu noch eine erhebliche Veränderung der gewachsenen Landschaftsstruktur zur Folge habe, weil die Rohstoffbeschaffung für den Betrieb dieser Anlagen im ländlichen Raum sich im wesentlichen auf den Mais konzentriere. Dieses bewirke wiederum, daß ein immer größer werdender Teil der landwirtschaftlichen Nutzflächen mit Mais-Monokulturen bestellt werde.
Nordwest-Zeitung, 14. Februar 2007
BMU Pressedienst Nr. 046/07
Klimaschutz/Energie
Gabriel: Europa braucht verbindliche Ziele für Klimaschutz und erneuerbare Energien
Bundesumweltminister begrüßt Beschlüsse des Energierates

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel begrüßt die Ergebnisse des heutigen Treffens der europäischen Energieminister in Brüssel. Der Energierat hat beschlossen, bis 2020 den Anteil von Biokraftstoffen am Treibstoffverbrauch verbindlich auf mindestens zehn Prozent zu steigern. Außerdem bekennt sich der Rat zu einem Gesamtanteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch von 20 Prozent im Jahr 2020. Zudem wollen die Energieminister bis dahin die Energieeffizienz um 20 Prozent steigern.

Bundesumweltminister Gabriel: "Angesichts der Gefahren des Klimawandels und des steigenden Energiehungers weltweit stehen wir an einer historischen Wegmarke. Um die notwendige Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 30 Prozent bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 sowohl in der EU als auch in den anderen Industriestaaten zu erreichen, brauchen wir schnelle Fortschritte bei den erneuerbaren Energien sowie eine weit effizientere Nutzung der Energie in Europa. Mit anspruchsvollen Klimaschutzzielen und konkreten Maßnahmen zur Umsetzung stellt Europa die Weichen für mehr Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung. Ich begrüße deshalb die Entscheidung im Energieministerrat, die Energieeffizienz bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu steigern und den Anteil der Biokraftstoffe verbindlich auf mindestens 10 Prozent festzulegen. Ich halte es allerdings für erforderlich, dass der Europäische Rat am 8./9. März auch das Gesamtziel für Erneuerbare von 20 Prozent als verbindliches Ziel festlegt“.

  
Anmerkung zum FDP-Vorstoß: Eine der wichtigsten Tätigkeiten diverser Politiker scheint folgende zu sein - erst Probleme schaffen - hier z.B. mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, bei dem sie ja alle zugestimmt haben - und dann, wenn die Probleme wirken, sich besonders im Vorfeld von Wahlen als deren Löser zu präsentieren. Immerhin muß man der Partei zugestehen, daß sie die Abschaffung des EEG bereits seit längerem fordert - wie der Solarprediger Dr. Franz Alt in seinem Newsletter vom 17. Juli 2005 beklagt. Unser Minister Gabriel begrüßt dagegen den Beschluß des Energierates, den Anteil von Biokraftstoffen auf 10% und regenerative Energien insgesamt auf 20% zu steigern. Schließlich ist viel Energie nötig, um die Umwelt nachhaltig zu zerstören - sollte man fast meinen. In unserem dichtbesiedelten Land gibt es zudem noch eine Menge ungenutzte Flächen für a) hektarweite Solarstromanlagen,  b) quadratkilometergroße Anbauflächen für Energiepflanzen und c) Platz für Hochspannungstrassen zwecks Ableitung des Windstromes en masse! Das sollte natürlich dringend und rechtzeitig erledigt werden - bevor eine andere Institution - der EU-Umweltrat - beginnt, ihre Pläne zum Stop des Verlustes an Biodiversität umzusetzen. "Halting the Loss of Biodiversity by 2010" - lautet der Ruf aus Brüssel. “Biodiversity is integral to sustainable development, underpins competitiveness, growth and employment, and improves livelihoods. Biodiversity loss, and the consequent decline of ecosystem services, is a grave threat to our societies and economies” - verkündet uns José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, im aktuellen 'Bird-life Biodiversity Report' von Februar 2007. Aber wie sollen Vögel auf riesigen, ausgeräumten Energieflächen aus Solarplatenn und Energiegras Lebensraum und Nahrung finden?

Energieeffizienz - was ist das? Und harmoniert die seitens der Politik und halbstaatlichen Organisationen viel beschworene Energieeffizienz auch mit den Folgekosten einer Anschaffung? Läßt sich die Energieeffizienzklasse auch mit einer 'Preiseffizienzklasse' bei der Anschaffung von Weißer Ware gleichsetzen?


Der Blendeffekt mit Effizienzklassen. Beispiel: Wäschetrockner sind heutzutage in vielen Haushalten ein unverzichtbares Gerät - was insbesondere auch von der jeweiligen Wohnlage abhängig ist. Die Wäscheleine im Freien ist energetisch und preislich zwar am effizientesten - aber für viele aufgrund ihrer Wohnlage nicht 'erschwinglich'. Anläßlich einer Rede von Prof. Edda Müller, der Präsidentin des Verbraucherschutzverbandes, wissen wir, daß die Kennzeichnung von Weißer Ware auf maximal 3 Kategorien (A bis C) erfolgen sollte. Die Klassifizierung "A++" und "A+" würden nur Verwirrung stiften. Da mag sie recht haben, aber trotzdem sollte man stets tunlichst nachrechnen.

Beispiel: Ein renommiertes deutsches Unternehmen bietet per Katalog Wäschetrockner der Baureihe XX an: Modell 1 mit der Effizienzklasse C kostet 829 Euro und hat gemäß Prüfprogramm EN 61121 von 2005 einen Stromverbrauch von 3,5 kWh und ein gleichartiges Modell 2 mit der besseren Effizienzklasse B kostet 929 Euro, hat dafür einen geringeren Stromverbrauch von 3,35 kWh - jeweils pro Ladung.

Das ist der schlichte und mehr oder weniger einzige Unterschied zwischen beiden Geräten. Wer sich ein gutes Gewissen leisten kann, greift zu dem Modell mit der besseren Effizienzklasse B. Aber wer fährt besser? Der energetische Unterschied beträgt pro Ladung 0,15 kWh Stromverbrauch. Der Unterschied beim Kauf 100 Euro. Da sollte man keine Mühe scheuen, die wirkliche Effizienz auszurechnen. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,20 Cent/kWh verbraucht das o.g. Gerät mit der schlechteren Effizienzklasse C pro Wäscheladung zwar 3 Cent mehr, ist beim Erwerb aber 100 Euro billiger. 100 Euro dividiert durch 3 Cent ergeben 3.333 Wäscheladungen - dann erst wäre der Energiegewinn von Gerät B gegen den höheren Stromverbrauch des Gerätes C aufgezehrt. Das entspricht einer Benutzungsdauer von gut neun Jahren, falls der Trockner jeden Tag einmal in Aktion ist. Wer ihn nur einmal pro Woche benutzt, muß bereits 64 Jahre warten, bis der Kaufpreis für das teurere Gerät durch seinen möglichen Energiegewinn aufgezehrt ist.
Nichts gegen sparsames Wirtschaften, aber Energieeffizienz hat zwei Beine: den Kaufpreis und den Verbrauchspreis. Die sollten miteinander harmonieren.

Noch eins: Wußten Sie schon, daß teure EEG-Gerätschaften, z.B. Solaranlagen, nicht in Energieeffizienzklassen eingeteilt sind? Nun, sie sind ja schließlich nicht effizient. Denn nachts, bei schlechtem Wetter und im Winter, wenn man am dringendsten und den meisten Strom oder viel Wärme benötigt, funktionieren sie ja gar nicht.


       

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