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Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung regenerativer Energieträger. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft
Der ökologische Energiemix - ein Mix aus Lügen, Halbwahrheiten und Suggestionen
Wind- und Solarstromanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken und sind daher im Prinzip überflüssig.
Sie können auch den 'gesetzlichen Atomausstieg' nicht beschleunigen.
Jede Medaille hat zwei Seiten - hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Kommentare, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie.
Europa bei Nacht
Europa bei Nacht
... und wo ist die Sonne - die unerschöpfliche Energiequelle?
Haben Sie es schon bemerkt?
Je mehr Wind- und
Solarstromanlagen
in unseren Landschaften
umherstehen, desto
dramatischer werden
die täglichen
Unwettermeldungen
und Klima-Abnormalitäten.

2008
gab es wieder einen Weltrekord im Neubau von Wind- und Solarstromanlagen und auch
2009
wird daher wieder ein Jahr bereits
prophezeiter Unwetterkatastrophen!


IPCC - der WELT-Klimarat - wer oder was ist das? Und welchen Zweck erfüllt er?
Kathedralen des Glaubens
Kathedralen des Glaubens
Windkraft in Canada 
Stop global fooling
Kann Ihr Auto Windstrom tanken? Wo zu benötigen Sie ihn?
Konventionelle Kraftwerke werden
damit nicht ersetzt.



Vent de Colère
Fédération Nationale

NON á l'ÉOLIEN INDUSTRIEL
National WindWatch Windkraftprobleme in aller Welt Effizienz-Schwindel
mit thermischen Solaranlagen
Wattenrat Ostfriesland
Naturschutz für die Küste
Das Recht der Windanlagen Europäisches Institut für Klima und Energie in Jena Volksinitiative Brandenburg
Pro Spree+Wald
Informationen einer
Windkraftseite
in Kanada
   
04.05.2009 >>>
Hätten Sie das gedacht? In Frankfurt/Main-Ginnheim gibt es eine grüne Freifläche von 4.500 Quadratmetern. Nun soll sie mit Wohnhäusern bebaut werden. Doch Anwohner, die um ihren Blick ins Grüne bangen, machen mobil. Sie sammeln Unterschriften dagegen, ziehen protestierend in den Planungsausschuss und bringen den Ortsbeirat auf ihre Seite. Die FAZ vom 4.5.2009 berichtet.
Sie befürchten, das Klima im Stadtteil würde durch die geplante niedrige und lockere Bebauung beeinträchtigt! Die grüne Spitze des CDU-Koalitionspartners hatte dem Projekt intern schon zugestimmt. Nun muss sie zurückrudern, nachdem in der Basis massiver Widerspruch laut geworden war. Da kann man den Leuten doch gerne weiterhelfen. 4.500 Quadratmeter reichen doch prächtig für die effizienten Klimaschützer mit den riesigen Rotoren in 100 - 150 Metern Nabenhöhe aus. So hoch über den Häusern dürfte das doch keinen Menschen stören, oder? Schließlich sollte der Strom doch auch dort produziert werden, wo er am meisten benötigt wird - in städtischen Ballungsräumen und nicht draußen in der freien Natur. Wäre doch öko-"logisch".
 
Windräder verschandeln die Landschaften - verschandeln sie auch Städte? Windräder mit 100 bis 150 Metern Nabenhöhe verschandeln Landschaften - sehr wohl. Aber verschandeln sie auch Städte mit Hochhäusern, z.B. Frankfurt? In den vielen Freizeitparks wie den Adolph-von-Holzhausen-Park - das grüne Kleinod im Nordend, den Bethmannpark, den Frankfurter Stadtwald, den Grüneburgpark, den Günthersburgpark, den Heinrich-Kraft-Park, den Höchster Stadtpark, die Nizza Gärten am Main, den Ostpark und last but not least - im Palmengarten ist doch sicherlich überall noch ein Plätzchen für eine Windmühle mit Rotorspitzen bis in ca.200 Metern Höhe. So hoch oben stören sie doch nicht! Schließlich dienen Windräder dem Klimaschutz, oder?

Die Regionalversammlung Südhessen hat mit den Stimmen von CDU und FDP dem Flächennutzungsplan für die 75 Kommunen im Gebiet des Planungsverbandes zugestimmt. SPD und Grüne haben ihn abgelehnt. Sie fordern eine weiter reichende Förderung der Windenergie. Für den Grünen-Politiker Frank Kaufmann hätte dies zu kuriosen energiepolitischen Aussagen der bürgerlichen Mehrheit geführt: »Das Atomkraftwerk in Biblis soll länger laufen, aber es darf dort kein Windrad stehen«. Da irrt der grüne Mann aus Dietzenbach aber. Um Biblis herum stehen Windräder. Wieviel umzingeln sein engeres Wohnumfeld im Umkreis ab 500 Metern? Aber was haben Windräder mit Atomkraftwerken zu tun? Windräder kommen doch in den Landschaften hinzu und nicht anstatt Kernkraftwerke - wie bei Biblis. Ob der Diplom-Physiker das noch nicht erkannt hat?

Windräder auf 0,1 Prozent der Fläche Südhessens ...  FAZ vom 2.5.2009
 
01.05.2009 
1. Mai - in GB kein Tag der EE-Arbeit(splätze). Während die deutschen Gewerkschaften "einen Rettungsschirm für Arbeitnehmer" fordern, erhalten hunderte von Arbeitnehmern bei Vestas in GB ihre Kündigung. Begründung: wirtschaftlicher Abschwung und mangelnde Nachfrage in ganz Europa. Auf der Isle of Wight sind ca. 500 Mitarbeiter und im Werk  200 Arbeitsplätze betroffen. Die Produktion soll geschlossen werden. 

Workers at Vestas, which has plants in Southampton and the Isle of Wight were this morning called into hear the shock news that the company is closing down its operations in the UK.
 

The company announced Friday that 110 of the 420 employees at its Lexington fiberglass plant will be let go by June 30.

Anmerkung: In Deutschland kann so etwas nicht passieren: Im Gegenteil. Bei uns werden sich die Arbeitsplätze gemäß der DIW-Studie "Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energienin Deutschland im Jahr 2008" von Prof. Dr. Claudia Kemfert in der EE-Banche von derzeit 280.000 bis zum Jahr 2025 auf eine Million erhöhen. Da kommt doch Hoffnung auf, oder? Doch die selbe Dame hatte laut FAZ vom 15.03.2007 aber auch schon mal die Kosten von ca. 800 Mill. Euro ausgerechnet, den uns in Deutschland ein ungebremster CO2-bedinger Klimawandel bis 2050 bereiten wird. Nun produzieren Leute in Vollbeschäftigung aber mehr CO2 als Arbeitslose. Sollten wir daher nicht lieber auf die Bremse treten und es den Fabriken in GB und USA nachmachen und so das Klima schützen? Die Klimakatastrophe wäre ja wohl das Allerschlimmste, was uns ereilen könnte.  

Was im EE-Vorreiterland Deutschland längst problematisch diskutiert wird, kommt nun auch bei Barack Obama in den USA an. »Solar and wind power are intermittent. Sometimes it's sunny, sometimes it's not, and it's the same for wind. But the grid needs constant and reliable sources of power« - Solar- und Windenergien sind unregelmäßig ...  aber das Netz benötigt gleichmäßige und verläßliche Leistungen.

Den Grund dafür sollte eigentlich jeder Otto Normalbürger verstehen: Elektrische Geräte funktionieren nur verläßlich, wenn sie mit einer gleichbleibend hohen Spannung betrieben werden. In Europa beträgt die Netzspannung für Hausgerätschaften 230 Volt, für gewerbliche und industrielle Zwecke 400 Volt (Drehstrom) bei 50 Hertz Netzfrequenz. In den USA sind es 115 Volt bei 60 Hertz für einphasigen Haushaltstrom und 200 Volt 60 Hz bei dreiphasigem Wechselstrom als Drehstrom für motorische Antriebe. Auch dort gilt die gleiche Voraussetzung: nur mit einer gleichbleibenden Netzspannung können elektrische Geräte verläßlich funktionieren. Intermittierend arbeitende Wind- und Solarkraftwerke können diese Bedingung nicht erfüllen. Mit ihren wetterbedingten Abhängigkeiten können sie keine gleichbleibende Spannung erzeugen. Und weil sie zudem zeitlich und unterschiedlich stark und vor allem nicht berechenbar intermittieren, lassen sich ihre Leistungen auch nicht als verläßlicher 'Mix' in das Netz einspeisen. Daher auch in den USA: mit anderer Netzspannung das gleiche Problem.

Probleme sind zum Lösen da und für (fast) jedes Problem gibt es auch die Lösung. Interessanterweise fällt den Amis keine bessere ein als uns. Netzausbau heißt sie, wie längst schon bei uns. In den EE-Anfangsjahren wurden uns die EEG-Maschinen von deren Protagonisten und von der Politik mit der Reduzierung von Verlusten und dem Rückbau der Netze ökologisch schmackhaft gemacht - vor allem auch mit einem daraus resultierenden Atomausstieg. Ist aber jämmerlich gescheitert. In Amiland werden solche Naivitäten erst garnicht diskutiert. Zwecks Integration der EE-Anlagen soll Obamas Administration das 'national electric grid' gleich, ohne deutsch-dämliche Diskussionen, aufrüsten. Denn anders haben die EE-Stromspender keine Chance.

Netzaufrüstung ist der erste Schritt. Der zweite folgt zwangsläufig - die Kompensation der wetterbedingen Stromausfälle bei Wind- und Solarstromanlagen. Und da wiederholen sich seitens der EE-Lobby die 'intelligenten' Vorschläge zur Stromspeicherung. Machbar ist alles, ohne Zweifel. Aber auch bezahlbar? Und ökologisch sowie nachhaltig ressorucenschonend oder doch nur wieder mit hohen Subventionen und Hypoheken auf die Zukunft zu realisieren? Batteriebetriebene Stromspeicher in Form von Trafohäusern - an jeder Straßenecke oder in Baulücken? Sofern Stromspeicher überhaupt einen Sinn machen sollen, dann müssen wind- und solarbedingte Stromüberschüsse zum Abspeichern genau so regelmäßig auftreten und täglich ausreichend plan- und abrufbar wie die verbrauchsbedingten Spitzenbelastungen im Netz sein. Sind sie aber nicht. Ist für Laien und diverse Politiker aber eine formidable Idee, den Ökostrom unter die Leute zu bringen! In Amerika mit seinen 900 Mill. Einwohnern lassen sich zudem viel mehr Menschen für eine derartige Ideologie gewinnen als bei uns. Und auch mehr Geld locker machen. Ein Riesenmarkt. Und wenn schon die Administration des Präsidenten dahinter steht - was kann daran schon falsch sein?

Stromspeicher sind in ihrer Bilanz aber Stromfresser und keine -erzeuger. Nimmt man noch die Idee mit den privaten Autobatterien, welche per Fernsteuerung überschüssigen Windstrom speichern und auch wieder rückspeisen sollen, dann dürfte eigentlich klar werden, daß es hier nur um Dienstleistungen an der Kilowattstunde geht, welche mit ihrem Aufwand den Preis bereits in die Höhe treiben, bevor sie irgendwann beim Verbraucher ankommt. Solchen Geschäften muß nur der politische Stempel der Effizienz aufgedrückt werden - und schon laufen sie.
 
30.04.2009 
Solarstromanlagen in die Wüste! Reichlich Sonnenschein wünschte ein Vertreter der Deutschen Bank bei einem Spatenstich für den Bau einer 2,6 Megawatt-Solarstromanlage auf einem 60.000 qm großen Gelände in Liepolding, Landkreis Straubing-Bogen. Der Finanzdienstleister hatte sich vor geraumer Zeit zur "Nachhaltigkeit" verpflichtet, was bedeuten soll, mit entsprechenden Maßnahmen die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu sichern. Daher führt die Deutsche Bank in Hamburg eine Projektgruppe, welche sich ausschließlich mit der Finanzierung von Projekten auf dem Sektor erneuerbarer Energien beschäftigt.

Na prima. Nun wissen wir endlich was Nachhaltigkeit ist. Auf dem Gelände soll angeblich keine Bodenverdichtung oder -versiegelung erfolgen. Klar dürfte aber sein, daß sich unter den Solarstromplatten, welche sich bei starker Sonneneinstrahlung bis über 80°C aufheizen können, unter ökologischen Aspekten Wüstenland entwickeln wird. Auch Wüsten müssen weder versiegelt noch verdichet sein. Die Betriebsdauer sei auf 20 Jahre veranschlagt - also nicht aus ökologischer, sondern aus rein betriebwirtschaftlicher Sicht exakt dem EEG angepaßt. Nach Ablauf dieser Zeit könne die gesamte Anlage 'problemlos' und vollständig rückgebaut werden - so der aus Bayern. Woher beziehen die 700 dafür genannten typischen Vier-Personen-Haushalte dann ihren Strom?

Schon aufgrund ihrer farblichen Gestaltung (bläulich bis schwarz) sind Solarstromanlagen als Strahlungssammler zugleich Hitzesammler. Steigende Hitze von mit riesigen Solarplatten bestückten Feldern und Grundstücken auf ehemals begrüntem Boden führt zwangsläufig in Richtung Wüstenbildung mit Auswirkungen auf die biologische Vielfalt. Besonders wiesenartige Feuchtlebensräume und ihre spezifische, davon abhängige Flora und Fauna dürften so verschwinden. Je mehr Solarplattenäcker, desto weniger Lande- und Ansitzplätze für Vögel. Und je mehr heiße Solarstromplatten auf den Hausdächern, desto mehr nehmen dicht bebaute Innenstädte mangels klimatisierenden Grünflächeneffekt die Eigenschaft eines wenig erträglichen 'Glutofens' an. Aber Tropennächte können ja auch ihre Reize entwickeln.

 

29.04.2009 
Global Warming oder Global Cooling? Am Montag, den 30. März 2009 war das Forschungsflugzeug "Polar 5", eine zweimotorige Propellermaschine, von Bremerhaven zu einer vierwöchigen Expedition in die Arktis gestartet. Ihr Auftrag: erstmals Gebiete zwischen Spitzbergen und Alaska überfliegen, aus denen noch keine wissenschaftlichen Daten vorliegen. Unter anderem sollte die Eisdicke und die Atmosphäre untersucht werden. An dem Projekt unter der Leitung des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts sind rund 30 Wissenschaftler aus Deutschland, Kanada, den USA und Italien beteiligt. Nun ist das Forschungsflugzeug von der Arktisexpedition zurückgekehrt. Mit brisantem Datenmaterial. »Das Meer-Eis in den untersuchten Gebieten ist offenbar dicker, als die Wissenschaftler vermutet hatten«. ... Normalerweise würde neu gebildetes Eis nach zwei Jahren gut zwei Meter dick. "Hier wurden aber Eisdicken von bis zu vier Metern gemessen", sagte ein Sprecher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung. Für die Wissenschaftler steht dieses Ergebnis derzeit noch im Widerspruch zur Erwärmung des Meerwassers. ...  weiter lesen bei .

In Deutschland werden rund 50.000
wettbewerbsfähige Arbeitsplätze durch Braunkohlenbergbau und -stromerzeugung gesichert. Das berichtet der Bundesverband Braunkohle. Braunkohle ist zudem der einzige heimische Energieträger, der in großen Mengen langfristig subventionsfrei zu wettbewerbsfähigen Konditionen bereitgestellt werden kann. Und wie sieht es mit den regenerativen Energien aus? In diesem immer noch relativ geringfügigen Bereich wurde die »sogenannte Bruttobeschäftigung in der Branche, d.h. die direkte Beschäftigung mit allen direkt bei den Herstellern von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, dem Betrieb, der Wartung, der Bereitstellung von Brennstoffen befassten Personen sowie die indirekte Beschäftigung, die auf der Nachfrage dieser Bereiche nach Vorlieferungen beruht, auf insgesamt rund 249.000 Personen geschätzt«.

Das berichtet die »erste Abschätzung« einer neuen Studie über die "Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2008" aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Für das Jahr 2008 wurden die Arbeitsplätze mit der gleichen Methode bereits auf 278.000 festgelegt. Es ist, wie stets üblich, eine einseitige Darstellung. Die vergleichende Analyse der Arbeitsplätze mit dem restlichen Teil des Primärenergie aus herkömmlichen Energieträgern und ihre Bewertung unterbleibt bzw. wird nicht publiziert. Ergo muß man selber analysieren. Dabei entdeckt man interessante Zusammenhänge, über die sich Fachleute längst nicht mehr wundern, Laien aber durchaus noch staunen dürfen.

Der Gesamtbeitrag der EE zum Primärenergieverbrauch in Deutschland liegt trotz der vielfachen Trompetenstöße aus der EE-Branche immer nur noch bei 7,2% im Jahr 2007.
Eine inzwischen für 2008 bereinigte Tabelle reduziert sogar auf  7,0%. Der Stromanteil am Primärenergieverbrauch PEV beträgt 39,7% (5.490 PJoule von 13.844 PJoule PEV). Statistiken dazu gibt es bei der .

Struktur des Beitrags der erneuerbaren Energien zum Primaerenergieverbrauch

Gemäß obiger AGEB-Tabelle schultert den größeren Teil des geringen EE-Beitrag von 7,2% am Gesamtverbrauch (PEV) interessanterweise die Biomasse mit 4,7%. Die Wasserkraft ist seit 50 Jahren ohnehin - jahreszeitlich schwankend - relativ gleichbleibend. Wird aber von der EE-Branche als ihr Erfolg vereinnahmt. Windkraft sind mit 1% und die Solarstromanlagen nur mit 0,1% daran beteiligt. Nun wäre es an der Zeit - insbesondere für die Politik - sich doch einmal über den mit dem bisher betriebenen monetären und dem Ressourcenaufwand für die erneuerbaren Energien samt ihrem gegenwärtigem Ergebnis wirklichkeitsnahe Gedanken zu machen. Hauptsächlich in Sachen Windkraft und Photovoltaik mit dem gewaltigen Materialbedarf auf hektarweiten Flächen und in himmelstrebenden Höhen.

Da wir als Verbraucher mittels regierungsamtlichen Informationen ständig mit 'Effizienzkampagnen' überflutet werden, darf hier im Gegenzug der Hinweis auf die Effizienz beim Einsatz der Energiegewinnung nicht ausbleiben: Für die Produktion von 7,2% erneuerbare Energien (werden als Primärenergie geführt) wurden in 2007 249.000 Arbeitsplätze eingesetzt. Für die Produktion von Energie aus Braunkohle sind es dagegen nur ca. 50.000 Arbeitsplätze im Bergbau plus Stromerzeugung. Denn Braunkohle wird ja nicht nur bei der Stromgewinnung verwendet sondern auch noch als Heizenergiequelle. Ihr Anteil an der deutschen Primärenergiegewinnung beträgt laut AGEB 42,5% = die sechsfache Menge der Erneuerbaren Energien - aber mit einem Fünftel der Arbeitsplätze. Nun muß man sich nicht wundern, weshalb wir ein Gesetz für erneuerbare Energien (EEG) haben. Zwecks Subventionierung von massenhaft ineffizienten Arbeitsplätzen. Und alle wirtschaftspolitisch 'kompetenten' Parteien machen da mit. Komplexe und produktive Arbeitsplätze sollten sinnvollerweise mit der vielfältigen Anwendung von Energie - insbesondere jener des elektrischen Stromes mit seinen unzähligen Möglichkeiten entstehen und nicht bei der schlichten Gewinnung. Grundlage dafür ist eine effiziente und preiswerte Bereitstellung. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen á la EEG verteuern den elektrischen Strom und wirken volkswirtschaftlich kontraproduktiv. 

Die Zukunft beginnt im Heute - lautete der Werbespruch der regionalen Fach- und Verbrauchermesse zum Thema "Regenerative Energien" in der Uckermark am 18. April 2009. Die Rückschau nach Gestern verspricht keine gute Zukunft. Darüber berichtete der 'Uckermark Kurier':

Prenzlau. "Die Windkraftlobby möchte nicht gestört werden. Da kann man dann gemeinsam mit der Politik ungestört nach weiteren Möglichkeiten suchen, die Landschaft zu zerstören und die Menschen aus der Industriewüste zu vertreiben“, kritisierte Professor Hans-Joachim Mengel die "Ausladung“ seiner Bürgerinitiative "Rettet die Uckermark“ von der vor der Uckerseehalle stattfindenden Energiemesse.
Der Prenzlauer Bürgermeister Hans-Peter Moser hatte am Mittwoch vor Ostern auf einer Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass es noch freie Ausstellerplätze gibt, der Uckermark Kurier berichtete. Gleich am Dienstag nach Ostern habe ich uns im Messe-Koordinationsbüro angemeldet. Da hat man sich erst gefreut und uns mitgeteilt, dass noch sechs Plätze frei sind“, berichtet Siegfried Bahnweg von seinen Verhandlungen über eine Messeteilnahme. Einen Tag später kam die Absage. Der Grund: ... .

Nun hat die Volksinitiative gestern über 20.000 Unterschriften gegen den Windwahn bei der Politik vorgelegt. Ob die sich nun davon beeindrucken läßt oder ob sie in ihrem Tun auch nicht gestört werden möchte? Schaunn mer mal... sagen die Südhessen.  
 
28.04.2009 

Volksinitiative gegen Windkraft
 
Die Übergabe von über 20.000 Unterschriften
Über 22.000 Unterschriften haben die Windkraftgegner gesammelt und am Nachmittag an Landtagspräsident Fritsch übergeben. Sollten mindestens 20.000 davon gültig sein, muss sich der Landtag mit den Forderungen der Initiative beschäftigen. Die ist nicht generell gegen Windkraftanlagen, fordert aber strengere Auflagen, z.B. einen Mindestabstand zu Wohngebieten von 1.500 Metern und ein Verbot von Windrädern in Naturschutzgebieten. Ein Beitrag von Ute Barthel bei rbb-online.de.

CO2-Gerechtigkeit - oder gar Klimagerechtigkeit
- was ist das? Diskssionen darüber sind mannigfaltig und wenig zielführend. Denn jeder hat seine Vorstellungen davon. Besser sind die Begriffe Verteilungsgerechtigkeit
oder auch Leistungsgerechtigkeit. Begriffe, welche weniger religiös aufgeladen sind und auch in der Ökonomie einen Sinn machen. Sie versteht jeder - am besten sogar dann, wenn es 'ungerecht' zugeht. Das tut es bei der vorgeblichen Vermeidung von CO2 mittels Windkraftanlagen in Deutschland. Die von diesen Riesenmaschinen ausgehenden Belastungen sind ungerecht verteilt. Ungerecht, bezogen auf die betroffene Bevölkerung. Denn die CO2-vermeidende Leistung der Windkraftanlagen ist in Deutschland sehr ungleichmäßig auf die Leute verteilt. Und zugleich auf die einbezogenen Landschaften samt Fauna. Die folgende Aufstellung mag eine Vorstellung von der ungerechten Verteilung der CO2-frei stromproduzierenden Riesenrotoren geben. 

Bevölkerungsdichte, WKA-Verteilungsdichte, Einwohnerdichte

Ungerechte Verteilungen führen zu einem Aufschrei in der Bevölkerung bzw. zu unliebsamen politischen Aktionen. Aus diesem Grund hat im Bundesland Brandenburg die 
zu einer Unterschriftensammlung gegen die Windradungetüme in ihrer Landschaft aufgerufen. Ist das nun gerecht oder nicht? Nimmt man den Begriff Leistungsgerechtigkeit, dann steht Berlin in der Ungerechtigkeitstabelle an vorderster Stelle. Dort leisten Null Windräder nichts - für einen Großraum mit der höchsten Bevölkerungsdichte. In Hamburg ist es so gut wie nichts. Überall dort, wo das meiste CO2 produziert wird, in den Ballungsräumen, wird in Sachen Windkraft am wenigsten gegengesteuert. Die höchste Belastung hat dagegen die Brandenburger Bevölkerung zu schultern. In dem weniger dicht besiedelten Land sind pro Einwohner 0,001488 MW (1,488 kW) WKA-Leistung installiert. Im Vergleich zu Hamburg mit 0,000019 MW/Einwohner (0,019 kW/Einwohner) ist dies die 78,32-fache Belastung. Man kann es auch anders herum sehen: im Sinne einer Leistungsgerechtigkeit erbringt beispielsweise jeder Brandenburger mit 1.487,88 Watt mittels WKA eine um das 78,32-fach höhere CO2-Ersparnis als ein Hamburger mit 18,99 Watt.
Bei diesem Sachverhalt kann man sich über die Wortwahl der vielen, religiös anmutenden und mit dem moralischen Zeigefinger deutenden Öko- und Klimaschutzprediger mit ihren Bedrohungsszenarien nur noch wundern.

Die Volksinitiative will eine Abstandsregelung.
Schon lange wird von einer "Verspargelung" der märkischen Landschaft durch Windkraftanlagen gesprochen. Die Volksinitiative befürchtet eine "Massenbebauung", weil die Energieziele des Landes und des Bundes einen Ausbau der Windenergie vorsehen. Schon jetzt ist Brandenburg neben Niedersachsen führend bei der Erzeugung von Windkraft.

Die Gegner der Anlagen sprechen von Belastungen durch Geräusche, Blinklichter, Schlagschatten und Infraschall. Zudem befürchten viele einen Wertverfall ihrer Grundstücke.

Andere Länder haben Mindestabstandsregelungen getroffen. In Mecklenburg-Vorpommern sind 800 Meter einzuhalten. In Nordrhein-Westfalen gelten 1500 Meter. Die Unterschriften der Volksinitiative werden nun auf Gültigkeit überprüft. Bei einem Erfolg muss sich der Landtag innerhalb von vier Monaten mit dem Thema beschäftigen. kd
 
27.04.2009 
Die erneuerbaren Energien haben auch 2008 einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz geleistet - das behauptet unser Bundesumweltministerium in seiner BMU Pressemeldung Nr. 116/09. Insgesamt seien nach den jüngsten offiziellen Erhebungen mit der Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien rund 112 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxyds vermieden werden worden - davon allein rund 56 Millionen Tonnen durch die vergütete Stromproduktion nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Und wieder einmal fehlt die andere Hälfte der Statistik. Nämlich, wie hoch denn der wesentliche Beitrag zum Klimaschutz ist. Ist hierfür etwa das deutsche Wesen wesentlich? Wieviel Grad Celsius des angeblichen Klimaschutzes bewirken die 56 Millionen Tonnen per deutschem EEG vermiedenes Kohlendioxid CO2? Insgesamt seien in der EE-Branche im vergangenen Jahr in Deutschland knapp 29 Milliarden Euro umgesetzt worden - so das BMU. Und schon wird ein Branchenumsatz kognitiv-abstrakt unmittelbar mit Klimaschutz verknüpft. Eine ethisch-moralisch gute Branche, welche daher nachhaltig weiterer Förderung bedarf. Ob nun bei diesem wirtschaftlich getätigten Branchenumsatz auch mehr CO2 eingespart als produziert wird, das fehlt in der Statistik ebenfalls. Und was soll diese CO2-Mengenzählerei, wenn in der Autobranche per genau das Gegenteil von CO2- und Ressourcenersparnis bewirkt wird?

Selbstverständlich wird auch der Anstieg der in der hoch subventionierten EEG-Branche geschaffenen Arbeitsplätze von 250.000 in 2007 auf 280.000 in 2008 gebührend erwähnt. Haben die mehr CO2 eingespart als produziert? Wo ist die Statistik hierfür? Und wieviel Arbeitsplätze sind aufgrund von EEG-bedingten Energiepreissteigerungen abgebaut worden. Wenn sich eine Branche einseitig mit ihren Erfolgzahlen lobt, dann ist das verständlich. Wenn aber die Politik nur noch einseitig informiert und aufklärt, dann ist das bedenklich. Trotzdem sollen auch in Zeiten der Finanzkrise »dank der guten gesetzlichen Regelungen wie dem EEG auch im Jahr 2009 Kredite vergeben werden« - so das BMU. Gibt es eigentlich eine Kreditbilanzierung? Über die damit erzielten Erträge? Oder wird schlicht alles nur einer 'nachhaltigen' Zukunft überlassen? Wie bei der gegenwärtigen Finanz- und Hypothekenkrise.

Windkraftanlagen kommen in der Landschaft hinzu Heute um 16:30 Uhr: Der Brandenburger Landtagspräsident Fritsch (SPD) nimmt eine Unterschriftensammlung der "Gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windrädern" entgegen. Ort: Landtag Brandenburg, Raum 243. Der aktuelle Stand: 26.800 Unterschriften 
→ 1,06% der Bevölkerung. Erforderlich sind 20.000. Die Einwohnerzahl von Brandenburg beträgt 2.531.700. Das Bundesland hat bei 86 Einwohner pro km² 18 Mrd.€ Schulden . Ob die sich mittels einer hohen Windraddichte besser abtragen lassen? Aber wiederum wird klar: dort wo die wenigsten Leute wohnen, wo also der geringste Strombedarf ansteht, dort sollen tausende Windräder errichtet werden. Der Direktkandidat für die Landtagswahl möchte u.a. auch den Wirtschaftsfaktor Tourismus weiterentwickeln. Mit Windrädern allerorten? Nein danke! Auf seiner wirbt der Politiker mit dem »Blick auf das Matterhorn«, seine von ihm repräsentierten Landsleute werden sich wohl an Hochspannungsleitungen und Riesenrotoren gewöhnen dürfen.

Da gab es doch einmal eine Öko-Diskussion darüber, den Strom auch dort zu erzeugen, wo er am meisten benötigt wird - in den Ballungszentren! Also beispielsweise in Berlin und seinem Umland. Dort gibt es aber keine Windkraftanlagen. Soll offenbar auch nicht sein - was gilt schon das Öko-Geschwätz von gestern. Deshalb müssen übers Land auch mächtige Hochspannungsleitungen in die Zentren des Stromverbrauchs gebaut werden. In Brandenburg stehen für 2009 die Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen an.
 
CDU lehnt Windkraft ab -
Kreis Offenbach. Die CDU im Kreistag lehnt Windkraftanlagen auf Feldern bei Seligenstadt und Rodgau ab. Die gesamte Fraktion sei "entschieden" gegen die im Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplans vorgesehenen Vorrangflächen für Windkraftanlagen, sagte Fraktionsvorsitzender Oliver Quilling.

Die Fraktion fordert alle CDU-Mitglieder in der Regionalversammlung Südhessen auf, den Entwurf abzulehnen, sollten die Windkraftpläne nicht gestrichen werden. Die Region sei bereits zu stark durch Verkehr und Industrie belastet. "Bei allem grundsätzlichen Verständnis für das Ziel, auch der Windkraft Vorrangflächen einzuräumen, müssen in diesem Fall die Belastungen für Mensch und Natur gewürdigt werden", so Quilling. mf
 
25.04.2009 
Der EE-Spruch des Tages stammt von Prof. Dr. Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung:
"Ja also die Branche insgesamt der Erneuerbaren Energien hat ja derzeit schon 280.000 Beschäftigte. Die Photovoltaik und Solarbranche schon 50.000 Beschäftigte. Das ist ein sehr stark anwachsender Markt und für die Beschäftigungseffekte sehen wir große Potentiale, also Wachstumssteigerungen um 50%. Also bis zum Jahre 2025 können wir schon eine Millionen Arbeitsplätze in diesem Bereich haben.“

Hätten Sie das gedacht? Erneuerbare Energien dienen der Schaffung von Arbeitsplätzen und nicht einer gesicherten Stromversorgung. Sie sind also, weil hochsubventioniert, staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Energieversorgung und Klimaschutz sind nur die für das gläubige Massenvolk vorgeschobenen Gründe. »Um die Marktfähigkeit von Solarstrom herzustellen, wird der Stromverbraucher in Deutschland voraussichtlich mit 40 bis 50 Milliarden Euro zur Kasse gebeten«. ...»Deutschland ist zwar Weltspitze in Forschung und Entwicklung, die meisten Photovoltaikmodule kommen aber immer noch aus Asien. Werden also mit dem Geld deutscher Stromkunden Fabriken in Japan und China finanziert?« So diverse weitere Feststellungen bei

Eine Gewinnrechnung - die Gegenüberstellung der mit EE produzierten Energiemengen mit jenen von 280.000 Beschäftigten verbrauchten Energiemengen gibt es nicht. Wind- und Photovoltaikanlagen produzieren nur elektrischen Strom, Beschäfigte verbrauchen aber auch andere Energieformen z.B. Treibstoffe aus konventionellen Energieträgern. Niemand weiß, ob für erneuerbare Energien das Ergebnis (Saldo) positiv oder negativ ist. Schlußfolgernd kann auch niemand von einem Gewinn für den 'Klimaschutz' reden. Außer Scharlatane. Ergo gibt es mit dieser staatlich durchgesetzten EEG-Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auch keinen Gewinn für die Allgemeinheit.

Ob die Professorin des DIW auch schon diverse Wirtschaftsschwankungen bis zum Jahr 2025 eingerechnet hat? Bis dahin können Konjunkturphasen wie Rezessionen, Boomphasen, Auf- und Abschwung oder gar Depressionen eingetreten sein und zu einem ganz anderen Ergebnis führen. Gibt es Prognosen über so lange Zeträume, welche sich real jemals erfüllt haben? Die Zuverlässigkeit der in der Vergangenheit angestellten Prognosen dürfte kaum besser als die Qualität von naiven Wahrsager/innen sein. Bei den Volkswirtschaftler/innen scheint es offensichtlich nicht anders zu sein wie bei den Bankern: schlechte Arbeit wird am besten honoriert. Interessanterweise verbreitet die von heute, daß das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der deutschen Wirtschaft für 2009 ein Minus von 4,9% prognostiziert und für 2010 auf seine Prognose verzichten will. Da scheinen wohl die Abteilungen 'Energie, Verkehr und Umwelt' (Prof. Dr. Claudia Kemfert) und die Abteilung 'Konjunktur' nicht miteinander zu kommunizieren.
 
Dem langfristigen EEG-Konjunkturprogramm hat unsere Bundesregierung aktuell ein weiteres hinzugefügt. Der Steuerzahlerbund berichtet am 24.04.2009:
»Im Rahmen des Konjunkturpakets II der Bundesregierung spendieren sich die Bundesministerien stolze 650 Millionen Euro für "konjunkturstützende Maßnahmen im Bereich von Investitions- und Ausstattungsbedarf der Ressorts“. Ressortshopping für die Konjunktur - so viel Selbstlosigkeit hat man selten gesehen. Alle dürfen sich freuen - vom Bundesrat (1,6 Millionen Euro) über das Bundesfinanzministerium (88,4 Millionen Euro) bis hin zum Verteidigungsministerium (226,2 Millionen Euro).
Die Einkaufsliste des Verteidigungsressorts reicht von Panzerspähwagen für 35 Millionen Euro bis hin zu 1.000 Maschinenpistolen zum Stückpreis von 3.000 Euro. Bei vielen anderen Ressorts stehen neue Computer und Videokonferenztechnik hoch im Kurs. Neue Autos, Möbel, Bodenbeläge und Zäune werden auch gern genommen. Da alles über Schulden finanziert wird, rechnet die Bundesregierung bis zur Tilgung mit 24% Zinslasten. Wird also ein neuer Ministeriums-PC für 1.000 Euro bestellt, kostet er inklusive Zinsen letztlich 1.240 Euro. Und wenn die letzte Kreditrate bezahlt ist, wird so das PC-System schon wieder erneuerungsbedürftig sein. Wie gut ist es da, dass es Konjunkturprogramme gibt«.
Anmerkung: Nachhaltigkeit, was ist das? Wenn wir möglichst viel Belastungen an folgende Generationen weitergeben.
 
Wo errichten die Windradinvestoren ihre Landschaftsspargel? Auf dem freien Land, wo der geringste Widerstand zu erwarten ist und nicht in den Städten, wo eigentlich der Strom benötigt wird. Aus  kommt ein Hilferuf nach Deutschland, von dem man dort nur über positive Erfahrungen berichten würde. »Wir sind die Vertreter eines kleines Dorfes Namens MAD in der Südslovakei und wir brauchen dringend ihre Hilfe. Etwa vor 2 Jahren begann bei uns eine Windenergie-Spekulation zwischen der Dorfleitung und Investoren, worüber die Bevölkerung grundsätzlich gar nicht informiert wurde. Jetzt - als schon fast alle Bewilligungen und nötige Dokumente zum Beginn der Bauarbeiten in ihrer Hand liegen - möchten sie die hier wohnenden Menschen über die positiven Eigenschaften des Projekt überzeugen. Sie behaupten, dass es in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern nur positive Erfahrungen mit den WKA gäbe. Nach dem Lesen Ihrer Webseite und der Informationen der wir wissen schon, dass es gar nicht wahr ist. Es geht um 20 WKA mit einer Höhe von 150 Meter in einer Entfernung von 500 - 600 m vom Dorf. Es ist für uns unerträglich! Wir möchten nicht in einem so belastetem Land und in einer so zerstörten Umgebung leben!. Also kämpfen wir gegen dieses hemmungslose Projekt und dazu würden wir gerne ein paar Zeilen über Ihrem Kampf in Form eines Biefes brauchen. Als Beweis, dass die deutsche Windenergie-Erfahrungen nicht nur positive Seiten haben«. Turczi Betti, tbetti4@citromail.hu
 
23.04.2009 
Grundsteine legen - Meilensteine setzen, unverrückbare Pflöcke einschlagen - was gibt es noch für unsere Politiker? Unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat in der Uckermark einen denkwürdigen Grundstein für ein "Hybridkraftwerk" gelegt - ein Windkraftwerk zur Stromerzeugung zwecks Gewinnung von Wasserstoff im Zusammenspiel mit einem energetischen Folgekraftwerk, das den produzierten Wasserstoff wieder in elektrischen Strom wandeln soll. Der mittels Windenergie hergestellte Wasserstoff soll die Aufgabe eines Energiespeichers für jene Phasen übernehmen, in denen es zu wenig Wind oder auch zu wenig Biomasse gäbe.  Ein Zusammenspiel der Primärenergie 'Wind' mit dessen Sekundärenergie 'Wasserstoff'. Vergleichbar mit der Situation für Zeiten, wo man zuviel Geld hat und es in Gold anlegt (zwischenspeichert), um es bei Bedarf jederzeit wieder in Geld zu verwandeln. Eine weitere Methode, den in die Produktion hineingesteckten Aufwand für eine Kilowattstunde Strom und damit dessen Endpreis für den Verbraucher zu steigern. Welchen Nutzen hat das Volk mit derartigen Geschäften?  Und welchen konkreten Nutzen hat die Umwelt davon?


Hochsubventionierter Windstrom soll bei zunehmenden Bürgerprotest gegen die Windanlagen erzeugt, einer mit erheblichen Verlusten fungierenden Elektrolyse zugeführt, je nach Lagerung aufwändig komprimiert, verflüssigt und gespeichert werden, um dann bei angeblichen Wind- oder Biomassemangel als Ersatzenergie wiederum einen Stromgenerator anzutreiben. Wer kontrolliert ein solches Spiel, welches sich je nach Förderung beliebig oft vervielfachen läßt: Aus Strom per Elektrolyse Wasserstoff machen - aus Wasserstoff per Verbrennung Strom machen - aus diesem Strom wieder per Elektrolyse Wasserstoff machen - daraus wieder Strom machen → Wasserstoff → Strom → etc.  Energieverschwendung ohne Grenzen. Strom aus Strom machen, mit 'intelligenter' Zwischenspeicherung. Erinnert irgendwie an das gegenwärtig zusammengebrochene, hypothekare Schneeballsystem "Geld aus Geld machen".

Den Einstieg in dieses System - einen Meilenstein für deratige 'Pilotkraftwerke' - hat unsere Bundeskanzlerin und Physikerin Dr. Angela Merkel gesetzt, assistiert von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und dem Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU). Und so wurde wieder eine weitere Begründung für den Ausbau von Windkraftanlagen geschaffen. Schafft ja auch Arbeitsplätze - zum Zwecke der Strompreistreiberei. Je höher der Strompreis, desto höher das Steueraufkommen dafür. 

Nun gibt es ja auch bereits Vorstellungen darüber, den per Windstrom erzeugten Wasserstoff in das allgemeine Erdgasnetz einzuspeisen, ihn also in dieser Form einer energetischen Verwendung zuzuführen. Auf diese Weise könnten die regelungstechnisch unliebsamen, wind- und wetterbedingten Ausfälle im Stromnetz vermieden werden. Und der vorgesehene, weiträumige Ausbau des Höchst- und Hochspannungsnetzes überflüssig. 
 
21.04.2009 
Zwischen den Orten Lieberose und Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg hat die EEG-Branche auf einer Fläche von 162 Hektar - mehr als 210 Fußballfelder - ein neues Solarstromfeld mit der installierten Leistung von 53 Megawatt aus 700.000 Dünnschichtmodeln angelegt. Weil es auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz liegt, verklärt es die Solarlobby als »strahlendes Modellprojekt der Renaturierung militärischer Liegenschaften«. Zudem soll es pro Jahr ca. 53 Mill. Kilowattstunden 'sauberen' Strom liefern und damit den Bedarf einer Kleinstadt mit 15.000 Haushalten decken. Beworben wird das Solarkraftwerk mit Naturschutz und einer jährlichen CO2-Ersparnis von 35.000 Tonnen. Was hat Otto Stromverbraucher von dieser Ersparnis? Kann er sich dafür etwas kaufen oder verteuert sie ihm nur den Strompreis?
Wieder einmal ein globales Superlativ aus Deutschland. Wir zeigen es der Welt. An unserem Wesen kann sie ja genesen. Die normale Betriebstemperatur dieses Stromackers liegt bei 50 °Celsius, maximal kann sie über 80 - 90 °C erreichen. Klimaschutz pur! Aber was hat das mit Naturschutz zu tun? Vielleicht weiß es der brandenburgische Minsterpräsident Matthias Platzeck (SPD), der für diese Lage von einem ökologischen Vorzeigegebiet schwärmt.

Die Leistung von 53 Megawatt ist die Spitzenleistung für hohe solare Einstrahlwerte am Tag. Gibt es bei Schlechtwetter weniger und nachts sowieso keinen Strom vom solaren Plattenkraftwerk, dann gehen in der imaginären Kleinstadt entweder die Lichter aus oder es kommt zum Ausgleich halt der Kohlestrom aus dem Nachbarland Polen zum Einsatz. So einfach ist das. "" - vor der deutschen Klimaschutzdiktatur.

 
19.04.2009  
Das Elektroauto als Stromspeicher? Oder ist es doch nur ein Stromverbraucher? Für die anstehende Hannover-Messe vom 20. bis 24. April kündigt die Fraunhofer-Gesellschaft das Elektroauto als an. Deren Forscher wollen eine Vision zur Realität werden lassen. Aber was drückt der Begriff 'Speicher' bereits aus? In der Bilanzierung sind Speicher keine Energieerzeuger sondern Energieverbraucher. Ein in Speicher jeglicher Art hineingesteckter Aufwand ist stets größer als der daraus zurückgeholte Ertrag. Davon ausgenommen wäre das Perpetuum Mobile oder darüber hinausgehende Erfindungen.

Aber man kann ja erst einmal eine Menge Geld in eine Forschungsvision stecken. Es finden sich immer genügend Gläubige mit geringen naturwissenschaftlichen Kenntnissen, denen man derartige Flöhe ins Ohr setzen kann. Ein Elektroauto ist im Energieeinsatz effizienter als eine Verbrennungsmaschine und bringt in Relation ein höheres Beschleunigungsvermögen auf die Straße. Ohne Zweifel. Der ÖPNV weiß das mit seinen elektrischen Bahnen seit Jahrzehnten zu schätzen.

Aber wie schon gesagt: Speicher sind letzlich Energieverbraucher. Sofern ein Auto nur in der Garage steht und als Stromspeicher fungieren soll, dann wird dessen Besitzer bei reinem Dauerlade- und Entladebetrieb mit dem günstigsten Wirkungsgrad trotzdem Strom verbrauchen. Und schließlich dafür bezahlen müssen. Ohne einen Kilometer gefahren zu haben. Im täglichen Fahrbetrieb mit häufigen und stärkeren Lade- und Entladezyklen reduziert sich der Wirkungsgrad und die dem Netz entnommene Energie steigt. Rentieren wird sich dieses Verfahren für den Einzelfall nur wieder dann, wenn der in das Netz gespeiste Entladestrom höher vergütet wird als der aus dem Netz bezogene Ladestrom. Also gleicherweise wie beim EEG als Einkommen ohne eigene Arbeit belohnt wird - zudem eine weitere, vom Parlament nicht kontrollierte staatliche Subventionierung - und in diesem Fall für die Autoindustrie.

Für die Verwirklichung obiger Vision ist eine Menge elektronische Meß-, Regel-, Steuer- und Übertagungstechnik zu entwickeln, mit vielen, teueren Dienstleistern für diese Technik. Die werden benötigt, wenn unterwegs oder gar in der Garage die für Otto Normalmann nicht überschaubare Elektronik kurzfristig ihre Aufgabe versagt. Samt den dafür anfallenden Reparaturkosten. Ähnliche Erfahrungen werden wohl bereits viele Solarstromeinspeiser getätigt haben. Aber die Politik benötigt halt neben einer neuen Rechtfertigung für ihre ausufernden Wind- und Solarstromanlagen ein neues Betätigungsfeld. Und weil der Begriff 'Stromverbraucher' verpönt ist, bezeichnet man diese Technik halt mit 'Stromspeicher'. Soll ökologisch klüger klingen, wäre aber ein gewaltiges Programm zur Erhöhung von Standby-Verlusten - und last but not least - eine gewaltige Steigerung des Ressourcenverbrauchs für diese Technik mit Kleingerätschaften für Millionen Einzelanwender. Jedoch ohne konkreten Gewinn für die Umwelt oder den Endverbraucher. Deren Strom wird davon nicht besser, aber mit einem weiteren Aufwand in der Produktions- und Verteilungskette pro Kilowattstunde teurer. Die Methode der Stromspeicherung zwecks Netzspannungsstabilisierung ließe sich schließlich auf zahlreiche andere häuslich-gewerbliche Bereiche ausdehnen. Beispielsweise auf bezinbetriebene Rasenmäher, Betonmischer etc. Ist alles nur eine Sache der Gehirnwäsche.

Man muß unterscheiden:
a) Nur Ladebetrieb zum anschließendem Entladen für die Fahrt oder
b) Lade- und Entladebetrieb zum Fahren und auch bei Stillstand für eine Rückspeisung ins Netz.
Letzteres treibt die Standby-Verluste hoch. Die Netzspannungsregelung sollte die zentrale Aufgabe des Netzbetreibers und nicht die einer chaotisch agierenden Verbrauchermasse sein. 

Aber auch hier gibt es wieder mal zwei Seiten einer Medaille: wenn künftige Elektroautos nicht mehr lärmen und stinken und zudem mit "Wind- und Solarstrom" betrieben werden, dann reduzieren sich die von Umweltschützern gepriesenen Vorteile des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs.
  
17.04.2009 
Hätten Sie gedacht, daß ein 180 - 200 m hoher Kühlturm ein Stadtbild verschandeln würde? Im Streit um das Hamburger Kraftwerk Moorburg kristallisieren sich neben den vorgeschobenen Bedenken zum 'Klimaschutz' nun die wahren Befürchtungen in Sachen 'Stadtbild' heraus.

Wo haben die NGOs und Streiter für den Klimaschutz die meisten Mitglieder - in den Ballungsräumen oder auf dem umliegenden Land? Wo ist die repräsentative Umfrage der Deutschen Umwelthilfe oder von Greenpeace über Windkraftanlagen für den Klimaschutz, deren Rotoren doch mehr als hundert Meter über den Wohngebieten drehen könnten? Wenn komplette, von derart hohen Windmühlen umzingelte Dörfer protestieren, dann hören Umwelt- und Klimaschützer weg oder verschließen ihre Augen und beschimpfen betroffene Menschen als 'Nimbys' (not in my backyard) - als Leute, welche zwar einerseits für den Bezug von 'Ökostrom' plädieren würden, aber andererseits deren monströse Erzeuger nicht vor der eigenen Haustüre sehen oder spüren wollten. In den Städten will die Wahnsinnsrotoren niemand haben, aber die Landbewohner sollen sie tagtäglich vor den Augen haben. Was ist eigentlich wertvoller - das Stadtbild oder das Landschaftsbild? Das wäre doch eine prima Umfrage für Naturschutzverbände.

Für die beiden steinkohlebefeuerten Kraftwerksblöcke mit jeweils 820 MW elektrischer Leistung steht aus wirtschafts- und umweltpolitischen Gründen die Diskussion über einen 180 - 200 m hohen Kühlturm im Raum. Wollte man diese Leistung mit 2 MW-Windkraftwerken bereitstellen, dann müßten mindestens 800 dieser Riesenrotoren über die Stadt Hamburg verteilt werden. Diese 'installierte' Leistung wird aber erst bei Windstärke acht erzielt. Die gibt es aber nicht ununterbrochen und sicherlich würde sich diesen Zustand auch keiner der vielen Umwelt- und Klimaschutzfreaks wünschen. Dem Streit um den Brennstoff Kohle folgt nun der Streit um das Bauwerk selber.

Wer Kernkraftwerke nicht mag, muß sich auf die Kohle zurückbesinnen. Insbesondere dann, wenn wir uns als einziges Land auf diesem Globus von funktionierenden und mit der höchsten Sicherheitsstufe ausgestatteten Kernkraftwerken verabschieden wollen. Wind- und Solarstromanlagen liefern nicht den Strom in der jeweils benötigten Menge. Nachts scheint die Sonne nicht und der Wind weht nicht verläßlich genug, um eine stabile Netzspannung zu erzeugen. Von Ökostrombefürwortern wird zuweilen das Argument einer zu hoch geplanten Kraftwerksleistung vorgetragen. 'Soviel Strom, wie das geplante Kraftwerk produzieren solle, wäre nicht erforderlich'. Über Notwendigkeiten läßt sich diskutieren, zweifellos. Gerade jenen Kritikern läßt sich aber entgegnen, daß Deutschland seinen Wohlstand aus seiner Funktion als Exportland generiert und es doch auch in ihrem Sinne sein könne, dann lieber Kohlestrom zu exportieren als Atomstrom zu importieren.

Das Bauverfahren für das Kohlekraftwerk in Moorburg wird möglicherweise neu aufgerollt. ... WELT online am 17.04.2009.

16.04.2009 
Die Versorger würden die Tarife nur halb so stark senken, wie dies nach dem jüngsten rasanten Ölpreis-Verfall möglich wäre, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten wissenschaftlichen Untersuchung im Auftrag der Grünen-Fraktion im Bundestag. Eine Meldung, welche von der Medienlandschaft geradezu aufgesogen und verbreitet wird. Aber sind nicht gerade die GRÜNEN jene Politiker, welche aufgrund ihrer Geisteshaltung einen hohen Energiepreis befürworten? Wie war das denn dereinst vor ca. 10 Jahren, als sie sich mit 5 DM/Liter Benzin in die politische Diskussion einbrachten? Und wieso beklagen sie nicht den Ölpreisverfall, wo sie doch jahrelang "weg vom Öl" gefordert haben?

Und natürlich weiß Bärbel Höhn, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, wer an dieser Entwicklung schuldig sei: die derzeitige Große Koalition. "Der Wettbewerb auf dem Gasmarkt entwickelt sich leider nur zögerlich, weil die Bundesregierung ähnlich wie beim Strommarkt die Auseinandersetzung mit den großen Platzhirschen scheut", so die Dame. Aber haben die GRÜNEN während ihrer Regierungskoalition mit der Schröder-SPD etwa für eine Senkung der Strompreise gesorgt? 1998 kam die Strommarkt-Liberalisierung und mit ihr der stetige Strompreisanstieg. Und wie von der Arbeitsgemeinsschaft Energie-Bilanzen AGEB zu erfahren ist, stieg seither der Strompreis aufgrund staatlicher Vorgaben (Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz, Stromsteuer) um ca. 27% während er auf dem freien Markt seit 1998 nur um 1% anstieg.

Welchen Nutzen haben Energieverbraucher, wenn sich wirtschaftliche und politische Platzhirsche gegenseitig die Schuld für Energiepreiserhöungen in die Schuhe schieben? Ihm kann es unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen doch gleichgültig sein, wer sein Geld kassiert und was damit geschieht. Ob nun der Staat oder die Versorger die Energiepreise diktieren. Er hat keine und bekommt auch keine Kontrolle darüber, was mit seinem Geld geschieht oder geschehen soll. Hier stellt sich allenfalls die Frage, welche Politik oder welche Politiker sich in glaubhafter Weise für die Belange und Bedürfnisse des Energieverbrauchers, also des Volkes, einsetzen. Preiswerte bzw. bezahlbare Energie ist schließlich die Basis einer Volkswirtschaft, welche zugleich funktionierende Sozialsysteme vorzeigen möchte. Ein globaler Rundumblick dürfte es doch unübersehbar darstellen: Überall, wo es keine für die Menschen nutzbaren Energieformen gibt oder keine für sie bezahlbaren, herrschen wirtschaftliche und soziale Trostlosigkeiten. Außer bei Robinson Crusoe auf seiner Solarinsel.
 
15.04.2009 
Der elektrotechnische Fachbereich Energieerzeugung und Energieverteilung informiert über die wirtschaftlichen bei der Einspeisung der Windenergie in das allgemeine Versorgungsnetz. Übermittelt von Prof. Dr. Ing. Helmut Alt.

Merit Order der Strompreisbildung an der EEX European Energy Exchange in Leipzig
Angebotsmenge - prinzipiell aus Kraftwerksart
Meritorder-Preis, den alle Anbieter zahlen
A1: Laufwasser und thermische Teilmengen
(must run)
A2: Wasser, Wind und Sonne
A3: Wasserkraft-
werke

A4: Kernkraftwerke
A5: Braunkohle- kraftwerke, neue
A6: Braunkohle- kraftwerke, ältere
A7: Steinkohle-
kraftwerke

A8: Erdgaskraft-
werke
Preis für Spotmengen als Restnachfrage
In einem Auftragsbuch der Makler an der Stromhandelsbörse werden die Stromverkaufsangebote der verschiedenen Stromerzeuger und die Stromkaufsangebote nach ihrem Preis sortiert gegenüber gestellt. Daraus wird zu der jeweiligen Handelsstunde diejenige Meritordermenge ermittelt, bei der sich der größte Umsatz beim niedrigsten Überhang nicht bedienter Optionen ergibt. Diesen so ermittlte Preis bekommen alle Anbieter die bis zu diesem Preis Mengen angeboten haben, alle teureren werden nicht bedient. Zu unterscheiden ist zwischen dem Spotmarkt und dem Future-Markt. Auf dem Spotmarkt werden Stundenmengen Heute für Morgen gehandelt.
Dabei kommt es vor, dass der Angebotspreis sogar negativ wird, da z.B. Laufwasserkraftwerke bei starken Regenfällen und drohendem Hochwasser das Wasser zur Vermeidung der Überlaufanlagen abfahren müssen, oder thermische Kraftwerke nur mit hohen Zusatzkosten kurzfristig die thermische Leistung reduzieren können, da diese wenig später wieder notwendigerweise abverlangt wird.

Am Spotmarkt sinkt der Preis des öfteren auf Null ab, am 5. Oktober war er in den Morgenstunden aufgrund hoher nicht zeitgerecht kalkulierter Windstromeinspeisung sogar negativ. Wenn EEG-Strom aus Sonnen- Wind- oder Kleinwasserkraftanlagen ins Netz eingespeist wird, muss dieser vorrangig verbraucht werden. Dadurch verringert sich die Nachfrage und es ergibt sich ein neuer, geringerer Strompreis an der Börse. Dieser Effekt führt natürlich nicht zu nachhaltig niedrigeren Stromerzeugungskosten, weil diese Stromeinspeisungen entsprechend der EEG-Vergütung unabängig von der Bedarfslage bereits vergütet wurden und inzwischen eine von den Strombeziehern zu erbringende Subventionshöhe von jährlich rd. 7 Mrd. € vorweg verursachen.
 
Wußten Sie das schon? Die Strompreise für die Haushalte stiegen 2008 weiter. Brutto zahlte ein Drei-Personen-Musterhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch im Jahr 2008 etwa 27% mehr für den Strom als 1998. Allerdings entfiel ein großer Teil des Strompreises auf die wachsenden staatlich verursachten Belastungen (Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz, Stromsteuer). Die Nettopreise, d. h. ohne Steuern, Abgaben und Umlagen, lagen für die Haushalte 2008 ein Prozent höher als 1998. Quelle: AG Energiebilanzen, Jahresbericht 2008_20090220.pdf, S. 26.
  
14.04.2009 
Am 13. November 2000 begann die 6. internationale Klimakonferenz nach dem Umweltgipfel von Rio de Janeiro 1992. Und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland überreichte dem damaligen Bundesumweltminister Trittin eine Klima-Depesche für Den Haag mit dem Wunsch, die Verhandlungen für eine starke Position Deutschlands zum Erfolg zu führen. Symbolträchtig hatten die Umweltschützer aus aller Welt am 18. November um das Konferenzgebäude in Den Haag einen kilometerlangen und 1,5 Meter hohen Deich errichtet. Wie hat Deutschland seither darauf reagiert? Nun, wir haben unsere Stromgeneratoren nachhaltig und zukunftsfähig in 100 - 200 Metern Höhen verlagert. Aus dem Orbit kann man sich das dann wie folgt vorstellen. 
 Deutsche Interpretation der Ergebnisse einer globalen Klimakonferenz im November 2000 von Den Haag.
Deutsche Interpretation der Ergebnisse von Den Haag

C’est Allemagne, das ist Deutschland: ein Irrgarten voller Windräder! Riesenhafte Stahltürme mit Propeller, die sich in den Himmel bohren, die die Eigenart ganzer Regionen verfremden - durch ihre jeden natürlichen Maßstab sprengenden Dimensionen. Die gigantischen Rotoren überragen Natur und Landschaft, überformen Häuser und Kirchen, verwandeln Land und Erholungsräume in stereotype Industriezonen. Sie verbreiten eine erhebliche optische Unruhe, sie nehmen der Landschaft die ihr innewohnende Ruhe. Landschaft und Natur als Ort der Erholung und Sinnsuche sind verloren.

Dass Lichtreflexe und rotierende Bewegung der Windräder das Landschaftsbild nur zerrissen wahrnehmen lassen, zeigte unser Osterspaziergang - mit Blick auf einen wenige Wochen alten Wind"park". Vor uns die sich durch ein weites Tal und sattes Grün schlängelnde Aller, ein breiter geruhsamer Fluss, dahinter schlagende Rotoren, die sich im Gegenlicht wie sich verhakelnde schwarze Spinnen ausnahmen!

Ein Anblick, der schreckte, der Grauen erregte und tief deprimierte. Ein Anblick, der das sonnige Osterwetter verdunkelte. Ein Anblick, der alle Hoffnung auf die viel versprochene "Bewahrung der Schöpfung“ zunichte macht/e. Ein Anblick mit erschreckendem Ausblick auf das, was noch kommen wird: Das grüne, reizvolle Allertal wird mit hohen staatlichen Fördermitteln zu einer grauen "Plus-Energie-Region“ gemacht, es wird dem Zeit"geist“ geopfert. Wie das ganze Land. C’est Allemagne.  
Jochen Schmidt, Winsen (Aller), Ostermontag 2009.

 
Der elektrotechnische Fachbereich Energieerzeugung und Energieverteilung informiert über die wirtschaftlichen bei der Einspeisung der Windenergie in das allgemeine Versorgungsnetz. Ein Thema für Steuerexperten?

Übermittelt von Prof. Dr. Ing. Helmut Alt

Lastganglinie im RWE - Netzgebiet und Windleistungseinspeisung in der Zeit von Sonntag den 1.3. bis Samstag den 21.3.2009
Ganglinie der Windleistung im RWE-Netz Ganglinie der Verbraucherlast im RWE-Netz

Lastganglinie im E.ON-Netzgebiet und Windleistungseinspeisung in der Zeit von Sonntag den 1.3. bis Samstag den 21.3.2009
Ganglinie der Windleistung im EON-Netz Ganglinie der Verbraucherlast im EON-Netz
Wegen der Vorrangigkeit der Windleistung muss die nicht EEG-geförderte Einspeisung zu windhöffigen Zeiten zurück gefahren werden. Da kurzfristges Zurückfahren sehr ineffiziente Regelvorgänge erfordert, dies ist z.B. zu Zeiten deutlicher Windfehlprognose der Fall, fällt dann der Spotmarktpreis für Strom an der Börse auf Werte unter Null. Dies war am 8.3.2009 für 25,9 GWh der Fall, die kosenlos abgegeben wurden und noch 2,08 Mio. Euro dazu. Dieser überschüssige Strom hat aber rd. 9 Ct/kWh für die Einspeisevergütung plus 8 Ct/kWh für die Börsenerstattung - also insgesamt 17 Ct/kWh - zu Lasten aller Strombezieher gekostet.  
 Anmerkung: Bei den 17 Ct/kWh - zu Lasten aller Strombezieher - sollten im Endeffekt die Mehrwert- und die Ökosteuer nicht in Vergessenheit geraten.
 
13.04.2009 
Die heute vor zehn Jahren eingeführte Ökosteuer sei ein finanzpolitisches Erfolgsmodell, sollte umweltpolitisch jedoch weiterentwickelt werden. Das fordert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin in einer aktuellen mit dem Titel: "Zehn Jahre ökologische Steuerreform: Finanzpolitisch erfolgreich, klimapolitisch halbherzig".

»Die Steuersätze sollten sich stärker am Energiegehalt und der Klimawirksamkeit orientieren«, argumentiert der DIW-Steuerexperte Stefan Bach. »Die Ausnahmen für die Industrie müssen reduziert, und die Ökosteuer stärker mit dem Emissionshandel und der Förderung erneuerbarer Energien abgestimmt werden«.

Solche dummdreisten Forderungen können eigentlich nur von Leuten kommen, denen entweder die physikalische Bedeutung des Begriffes 'Energie' nicht klar ist oder von Leuten, die Deutschland deindustrialisieren wollen. Eine bessere Schlußfolgerung läßt sich aus derartigen Sprüchen nicht treffen. Die Orientierung der Steuersätze am 'Energiegehalt' und der 'Klimawirksamkeit' soll sich neben dem Treibstoff- auch auf den Stromverbrauch beziehen und zudem einer verbesserten Förderung der 'erneuerbaren' Energien unterworfen werden.

Welche Absicht steht wohl dahinter? Eine gezielte Verteuerung des elektrischen Stromes. Und die Folgen? Elektrischer Strom ist das Lebenselixier einer produzierenden Wirtschaft auf allen Ebenen, von der handwerklichen bis zur industriellen Produktion und daher die Basis unseres Wohlstandes. Das scheint diversen Wirtschafts- und Geisteswissenschaftlern irgendwie suspekt zu sein und mag wohl auch der Grund dafür sein, die Ökosteuer stärker in die Förderung für erneuerbare Energien einzubinden. Schließlich ist nicht verläßlich verfügbarer EE-Strom aus Wind- und Solaranlagen am wenigsten für Produktionsabläufe zu gebrauchen. Davon abgesehen, daß aus physikalischer Sicht der Begriff 'erneuerbare' Energien bereits Unsinn ist, muß sich die Frage stellen, was auch damit bezweckt werden soll? Etwa die Orientierung an einer imaginären Klimawirksamkeit? Was ist das? Wie ist sie definiert? Für welche Stellen oder an welchen Orten? Kann uns das DIW nachweisen oder auflisten, wo und wie eine oder mehrere EEG-Anlagen auf das Klima am Boden, im Wasser und in der Luft lokal, regional, kontinental oder gar global irgendwie gewirkt haben? Im positiven und/oder negativen Sinn? Schwachsinn hat offensichtlich keine Grenzen. Und finanzpolitische Erfolgsmodelle finden diese erst dann, wenn damit Volkswirtschaften - wie derzeit - zugrunde gerichtet werden.

Am 1. April 1999 sei die erste Stufe der ökologischen Steuerreform in Kraft getreten. Und für die kurz zuvor ins Amt gekommene rot-grüne Bundesregierung sei dieses Reformprojekt von großer programmatischer Bedeutung und politischer Brisanz gewesen, so eine weitere Erläuterung des Autors über das finanzpolitische Erfolgsmodell. Die Grundidee: Umweltpolitische Lenkungsimpulse sollten mit anstehenden Reformen des Steuer- und Abgabensystems verbunden werden. Energieverbrauch und Ressourcenverbrauch sollten belastet, Arbeit entlastet werden. Entsprechend sei die ökologische Steuerreform konzipiert worden. 

Daß diese 'Grundidee' bereits einen physikalischen Widerspruch - den Geburtsfehler - in sich birgt, scheint der Steuerexperte nicht zu sehen. Energieverbrauch belasten und zugleich Arbeit entlasten? Wie soll das gehen? Energieverbrauch und Arbeit sind das gleiche! Es gibt keine Arbeit ohne Energieverbrauch und keinen Energieverbrauch ohne Arbeit. Nun, wenn etwas physikalisch nicht funktioniert, dann wird es eben fiskalisch so getrimmt, daß für die Dienstleister des Geldes, den Fiskus und seinen bürokratisierenden Lieblingsberatern ein steter Batzen herausspringt. Per fiskalischer Umverteilung. Und würde das Institut mal recherchieren, dann könnte es bestimmt mit der Feststellung räsonieren, daß EEG-Anlagen, bezogen auf ihr Produkt 'Kilowattstunde Strom' im Vergleich mit anderen Stromerzeugern die meisten nicht erneuerbaren Ressourcen wie Kupfer, Aluminium, Stahl, Edel- und NE-Metalle aller Art verbrauchen. Zudem sind sie am steten Verbrauch von Gas, Kohle und Uran für alle jene Kraftwerke zu beteiligen, welche ihnen per Leistungs-Frequenz-Regelung die Stromeinspeisung in das Netz überhaupt ermöglichen. Denn ohne herkömmliche Kraftwerke gäbe es im Netz keine EEG-Kraftwerke. Strommengen können nicht wie Geldmengen behandelt werden. Sie müssen technisch-physikalisch und nicht fiskalisch gesteuert werden. Wäre Letzeres der Fall, dann könnten elektrotechnische Hochschulen Steuerexperten in ihre studentischen Vorlesungen und Seminare für Energieerzeugung und Verteilung berufen. Aber so lauten wohl unbequeme Wahrheiten.

»Das Mehraufkommen aus der Besteuerung von Strom aus erneuerbaren Energien beträgt derzeit insgesamt rund eine Milliarde Euro pro Jahr« - lautet eine weitere Erkenntnis aus der o.g. geisteswissenschaftlichen Produktion. Und im Jahr 2003 hätte die Ökosteuer ein Mehraufkommen von knapp 18,7 Milliarden Euro erzielt - entsprechend 0,9% des Bruttoinlandproduktes. 16,1 Milliarden Euro seien davon zur Aufstockung der Leistungen des Bundes an die Gesetzliche Rentenversicherung verwendet worden. Finanzpolitisch sei die Ökosteuer ein Erfolgsmodell - schließlich erziele sie gegenwärtig immer noch rund 18 Milliarden Euro pro Jahr, was immerhin 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts darstelle.

Na prima! Die Ökosteuer als Teil eines Produktes! Da bleibt nur noch die Frage, weshalb das DIW nicht einmal vorrechnet, wieviel insbesondere ältere Menschen - die Rentner/innen - welche einen gesteigerten Energiebedarf haben, mit ihrem Produkt Ökosteuer gleich wieder ihre eigene Rente finanzieren. Oder öko-akademisch: die Aufstockung der Leistungen des Bundes an die Gesetzliche Rentenversicherung.
 
Es spricht sich zunehmend herum: Windkraftanlagen benötigen für ihren Einspeisebetrieb das Leistungs-Frequenz-Regelungssystem im Netz der konventionellen Kraftwerke. Deshalb ist die ihnen angepriesene CO2-Einsparung nur äußerst mager bis gegenläufig. Gegenläufig möglicherweise deshalb, weil sie entsprechend ihren windbedingten Leistungsschwankungen das Regelungssystem veranlassen, fossil betriebene, herkömmliche Kraftwerke ständig hoch und runter zu fahren. In keinem Netzbereich gibt es eine konkrete Messung der CO2-Einsparungen von Windkraftanlagen. Konkrete Angaben darüber sind allenfalls wenig verläßliche Universalschätzungen. 

»There is no evidence that industrial wind power is likely to have a significant impact on carbon emissions. The European experience is instructive. ...  Flemming Nissen, the head of development at West Danish generating company ELSAM (one of Denmark’s largest energy utilities) tells us that "wind turbines do not reduce carbon dioxide emissions".  ...  Indeed, recent academic research shows that wind power may actually increase greenhouse gas emissions in some cases, depending on the carbon-intensity of back-up generation required because of its intermittent character« ...  

»In debates over climate change, and in particular subsidies to renewable energy, there are two kinds of green. First there are some environmental greens who view the problem as so urgent that all measures that may have some impact on greenhouse gas emissions, whatever their cost or their impact on the economy and employment, should be undertaken immediately« ...

»Then there are the fiscal greens, who, being cool to carbon taxes and cap-and-trade systems that make polluters pay, favour massive public subsidies to themselves for renewable energy projects, whatever their relative impact on greenhouse gas emissions. These two groups are motivated by different kinds of green. The only point of convergence between them is their support for massive subsidies to renewable energy (such as wind turbines)« ...

»This unholy alliance of these two kinds of greens (doomsdayers and rent seekers) makes for very effective, if opportunistic, politics (as reflected in the Ontario government’s Green Energy Act), just as it makes for lousy public policy: Politicians attempt to pick winners at our expense in a fast-moving technological landscape, instead of creating a socially efficient set of incentives to which we can all respond« ...
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if I had a hammer... 

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